Vorstellung von Dr. Christian Kruse als neuem Leiter des Staatsarchivs Nürnberg

Am 28. Oktober 2021 wurde Ltd. Archivdirektor Dr. Christian Kruse öffentlich als neuer Leiter des Staatsarchivs Nürnberg vorgestellt.

Dr. Christian Kruse, neuer Leiter des Staatsarchivs Nürnberg (Fotografin: Agnes Zettel, Staatsarchiv Nürnberg) [JPG-Datei].

Dr. Christian Kruse, neuer Leiter des Staatsarchivs Nürnberg (Fotografin: Agnes Zettel, Staatsarchiv Nürnberg) [JPG-Datei].

Staatsarchiv Nürnberg (Fotograf: Peter Litvai, Atelier für Fotografie Landshut) [JPG-Datei].

Staatsarchiv Nürnberg (Fotograf: Peter Litvai, Atelier für Fotografie Landshut) [JPG-Datei].

Er hat diese Aufgabe bereits zum 1. Mai 2021 über-nommen und folgte damit Ltd. Archivdirektor Prof. Dr. Peter Fleischmann nach, der mit 31. Januar 2021 in den Ruhestand getreten ist.
Prof. Dr. Fleischmann leitete das Staatsarchiv Nürnberg seit 1. Dezember 2012 und kehrte damit nach Stationen im Staatsarchiv Augsburg und Staatsarchiv München – in beiden Staatsarchiven hatte er die Leitung inne – wieder an das Staatsarchiv zurück, in dem seine berufliche Tätigkeit nach seiner Ausbildung an der Bayerischen Archivschule begonnen hatte.
Der gebürtige Kieler Dr. Christian Kruse studierte an den Universitäten Erlangen und Wien Geschichte und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien, promoviert wurde er mit einer Ar-beit über „Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld 1750–1806“ in Erlangen. Sein Referendariat zum wissenschaftlichen Archivar an der Bayerischen Archivschule ab-solvierte er 1988 bis 1991, danach arbeitete er im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, in den Staatsarchiven Augsburg, Nürnberg und München und von 2008 bis 2018 in der Generaldi-rektion der Staatlichen Archive Bayerns. Vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2021 leitete er das Staatsarchiv Bamberg.

Das Staatsarchiv Nürnberg hat große Herausforderungen zu bewältigen: Sein Stammquartier an der Nürnberger Archivstraße 17 wird generalsaniert, die Büroräume wurden 2020 in
die Rollnerstraße 14 verlagert, die Archivalien in vier Standorten ausgelagert (Außenstelle Lichtenau bei Ansbach, Staatsarchiv Augsburg, Staatsarchiv Landshut, Landeskirchliches
Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern). Die Generalsanierung des Staatsarchivs Nürnberg – des 1880 errichteten ersten Archivzweckbaus des Königreichs Bayern
– soll bis voraussichtlich Herbst 2026 dauern.

Das Staatsarchiv Nürnberg hat rund 8,2 Millionen Archivalien im Umfang von 36,8 km in seiner Verwahrung. Es ist zuständig für die Überlieferung aller Behörden, Gerichte und Staatsanwaltschaften der mittleren und unteren Ebene im Regierungsbezirk Mittelfranken. Für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert überliefert das Staatsarchiv die Urkunden, Amtsbücher,
Akten und Pläne des Fürstentums Brandenburg-Ansbach, der Reichsstadt Nürnberg, des Hochstifts und Domkapitels Eichstätt sowie der eichstättischen Klöster, des Deutschen
Ordens, kleinerer Reichsstädte, von Reichsritterschaften, des Adels und des Patriziats.
 

Eingestellt am 28.10.2021