3. Internationaler Tag der Provenienzforschung am 14. April 2021

Staatliche Archive Bayerns beteiligen sich am Tag der Provenienzforschung.

Abbildung Eigentümerkartei (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Bayerisches Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung, Vorl. Nr. BFS III 7711

Eigentümerkartei, Signatur: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Bayerisches Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung, Vorl. Nr. BFS III 7711 (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv)

Pandemiebedingt fand der vom Arbeitskreis Provenienzforschung veranstaltete 3. Tag der Provenienzforschung am 14.4.2021 rein virtuell statt. Der Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern (FPB), zu dessen Gründungsmitgliedern die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns gehört, beteiligte sich mit einem reichhaltigen ganztägigen Veranstaltungsprogramm.

Den Auftakt machten in der Vormittagssektion die Staatlichen Archive Bayerns mit vier Vorträgen zu den Quellen, die Provenienzforscher*innen in den acht Staatsarchiven und dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv zur Verfügung stehen. Nach einer allgemeinen Vorstellung des Forschungsverbundes durch Dr. Johannes Gramlich (Bayerische Staatsgemäldesammlungen), übernahm Dr. Julian Holzapfl (Staatsarchiv München) die Moderation. Er erklärte zunächst allgemein Funktion und Aufbau der staatlichen Archive und führte dann in seinem Vortrag „Provenienzrecherche am Staatsarchiv München – Bestände, Suchstrategien und Service“ in die im Staatsarchiv München verfügbaren Quellen ein. Maria Stehr (Bayerisches Hauptstaatsarchiv), übernahm diese Einführung für die Bestände des Hauptstaatsarchivs. Dr. Laura Scherr (Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns) setzte fort mit einem Kurzvortrag über die Bedeutung des im Staatsarchiv Würzburg verwahrten Bestandes „Gestapostelle Würzburg“ für die Provenienzforschung sowie die Maßnahmen, die für den Originalerhalt dieses wichtigen Bestandes getroffen wurden. Den Vortragsreigen beendete Gerhard Fürmetz (Bayerisches Hauptstaatsarchiv) mit seinen Ausführungen zu „Jüdische Standesregister aus Bayern – Überlieferung, Digitalisierung, Quellenwert“. Das Nachmittagsprogramm bestritten die im Forschungsverbund Provenienzforschung vertretenen Museen und Sammlungen sowie das Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Alle Angebote wurden von einem wechselnden Publikum sehr engagiert wahrgenommen und lockten zwischen 40 und 150 Teilnehmer*innen vor die Bildschirme.

 

Eingestellt am 12.04.2021, ergänzt am 26.04.2021