Stadtarchiv Amberg

Stadtarchiv Amberg
Straße / Hausnummer Zeughausstraße 1
PLZ / Ort 92224 Amberg
Telefon 09621 10267 o. 10628
Fax 09621 10828
Informationen
Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 8.00-12.00 Uhr; Di., Mi. 14.00-16.00 Uhr; Do. 14.00-17.00 Uhr

Internet http://www.amberg.de
E-Mail stadtarchivamberg.de
Regierungsbezirk Oberpfalz
Landkreis Amberg-Stadt
Veröffentlichungen

Minerva Handbücher, Archive im deutschsprachigen Raum, Berlin-New York2 1974, S. 27 f. - Johannes Laschinger, Zur Geschichte des Archives der Stadt Amberg. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 13 (1993) S. 157-186. - Johannes Laschinger, Denkmäler des Amberger Stadtrechts, Bd. 1: 1034 - 1450 (Bayerische Rechtsquellen, Bd. 3), München 1994.

Bestände

Ca. 3000 Urkunden (1294-1942): darunter 30 Kaiser-, 231 Herzogsurkunden, 23 Königsurkunden, 49 Bischofsurkunden (v.a. Regensburg und Bamberg).

 

Ca. 570 Amtsbücher (2. Hälfte 14. Jh.-1940): u.a. Ratsprotokolle (1432-1940), Ratswahlbücher (1465-1693), Stadtrechtsbücher (2. Hälfte 14. Jh.-1637), Bürgerbücher (1425-1722), Burggeding, Bauschau- und Wasserschaubücher (1567-1668), Privilegienbücher (2. Hälfte 14. Jh.-1767), Missiven (1535-1611), Schützenbücher und -protokolle (1550-1710), Gerichtsbücher des Stadtgerichts (1391-1568), Kopialbücher der freiwilligen Gerichtsbarkeit: Kauf und Verkauf von Immobilien (1379-1784), Testamente und Heiratsbriefe (1450-1742), Schuldverschreibungen (1488-1720); Stiftungen und Wohltätigkeitsanstalten (1430-1961); Bergwerks- und Hammerwesen (1415-1626); Kirchen- und Religionssachen (1381-1828); Zunft, Gewerbe und Handwerk (1540-1909).

 

Ca. 10.000 Rechnungen (1468-1929): u.a. Stadtkammer, Kirchen und Stiftungen, Berg- und Salzamt, Schulen.

 

Akten der kommunalen Verwaltung sowie weiterer Schriftgutbildner, wie des Spitals und der Messverwaltung Amberg (ab 1350).

 

Sammlungen: u.a. 24 Inkunabeln (1476-1497), ca. 40.000 Fotos, 8000 Plakate, Karten und Pläne, Lokalzeitungen (ab 1798).

 

Nachlässe: u.a. Dr. Heinrich Aigner (Europapolitiker).

 

Deposita: u.a. Musikalienarchiv des Amberger Orchestervereins "Sulzbeckia" (nur Notenmaterial), Zunftarchive der Schuhmacher und Schreiner; Nachlass H.E. Erwin Walther (Komponist; v.a. Noten und Partituren); Firma Foto Frey (Glasplattenarchiv); Vereinsarchive.

 

Archivgut der eingemeindeten Orte Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering (ca. 1850-1972).


 

 

Ein Spezifikum der Geschichte Ambergs bildet die Zugehörigkeit der Stadt zum Herrschaftsgebiet der Kurfürsten von der Pfalz in den Jahren 1329 bis 1628, die sich auch in den Beständen des Stadtarchivs Amberg niederschlägt.

 

Den besten Einblick in das innerstädtische Leben gibt die seit 1432 mit nur geringfügigen Lücken erhaltene Serie der Ratsbücher. Sehr gut lässt sich im Falle Ambergs auch die Entwicklung eines eigenen Amberger Stadtrechts aus den im Stadtarchiv vorhandenen Quellen rekonstruieren.

 

Für die Geschichte der Reformation im Fürstentum der "heroberen Pfalz" war ihre Einführung durch den Rat der Stadt Amberg 1538 von entscheidender Bedeutung. Ein beredtes Zeugnis dieser Vorgänge gibt die Korrespondenz zwischen dem Rat der Stadt und den Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon in Wittenberg.

 

Ein besonderer Rang kommt dem Schriftgut zu, das die Geschichte des Amberger Bergbaus, die Verarbeitung der Erze in sogenannten Schienhämmern und den Eisenhandel dokumentiert. Nicht unerwähnt bleiben darf dabei die "Große Hammereinung" von 1387, eines der frühesten Kartelle der europäischen Wirtschaftsgeschichte.

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