Vortrag von Prof. Dr. Andreas Nerlich am Dienstag, 22. September 2026 um 15:00 Uhr im Hörsaal des Bayerischen Hauptstaatsarchivs

Der „Finessen-Sepperl“ - ein Alt-Münchner Original der Biedermeierzeit aus anthropologischer, anatomischer und ernährungsphysiologischer Sicht

 

„Nix G’wiss woas ma ned“ – diese Worte hat bestimmt schon fast jeder Münchner und fast jede Münchnerin einmal auf den Lippen gehabt. Der Spruch wurde vor 200 Jahren vom berühmten Münchner „Finessensepperl" geprägt. Geboren als Joseph Huber, lebte er im alten München der Zeit um 1800 und betätigte sich als diskreter Bote von Liebesbriefen.

Der „Finessensepperl“ ist nicht nur mit seinem wohlbekannten Ausspruch bis heute gegenwärtig, als einer der vier „Kragenköpfe“ am Karlstor ist er weiterhin im Münchner Stadtbild präsent.

Prof. Andreas Nerlich widmet seinen Vortrag einer originellen Persönlichkeit: einer außergewöhnlichen Erscheinung, die sich jenseits der offiziellen Berufswege verdingte, deren Lebensweg und Tod die Neugier wecken und Fragen aufwerfen. Bei der medizinischen Untersuchung des erhaltenen Skelettes des Finessensepperl machte der Pathologe und Mumienforscher überraschende Entdeckungen und kommt einer bis heute unentdeckten Gewalttat auf die Spur.

 

 

Abbildung: Anton H. Konrad Verlag.

 

eingestellt am 18.09.2026.