Eine Ausstellung im Staatsarchiv Landshut, bearbeitet von Johanna Girschick, zu sehen vom 10. Februar bis 10. April 2026

Joseph von Fraunhofer (1787-1826) war ein bayerischer Optiker, Erfinder und Unternehmer, dessen Leistungen für die Forschung noch heute relevant sind. Der gebürtige Niederbayer Fraunhofer verband exakte Wissenschaft mit anwendungsorientierter Praxis und entdeckte die nach ihm benannten Fraunhoferlinien.

Er war Mitglied mehrerer angesehener Forschungseinrichtungen und genoss nationales und europaweites Ansehen. Ehrungen durch Politik, Gesellschaft und Wissenschaft belegen diese besondere Stellung. Straßen in mehreren deutschen Städten, Gebäude, Briefmarken, ein ICE und eine Forschungseinrichtung tragen Fraunhofers Namen.

Die Ausstellung im Staatsarchiv Landshut zum 200. Todesjahr soll der verstärkten Rezeption Joseph von Fraunhofers in seiner Heimatregion Niederbayern dienen. Sie beschäftigt sich mit dem erinnerungsgeschichtlichen Umgang der Stadt Straubing mit Fraunhofer und dem über 80 Jahre dauernden Ringen um die Errichtung eines Denkmals in seiner Heimatstadt. Deutlich wird, dass Fraunhofer in Vergangenheit und Gegenwart durchweg positiv gesehen wird. Die rund 30 Ausstellungsexponate stammen überwiegend aus dem Stadtarchiv Straubing. Ergänzt werden sie durch Stücke aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv sowie dem Archiv des Deutschen Museums in München, das den Nachlass Fraunhofer verwahrt. Gezeigt werden Reproduktionen.

Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2021/2024 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet.

Zu sehen vom 10. Februar bis 10. April 2026 im Staatsarchiv Landshut, Schlachthofstraße 10, 84034 Landshut.

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 8.30–16.00 Uhr
Freitag 8.30–13.00 Uhr
geschlossen am Faschingsdienstag, Karfreitag und Ostermontag
Extraöffnung zum Tag der Archive am 7. März 2026, 10.00–16.00 Uhr

Eintritt frei.

Zur Ausstellung steht ein Begleitheft zur Verfügung.

 

 

 

Abb.: Ausstellungsplakat, Benjamin Gerum, GDA.

Eingestellt am 05.02.2026.

 

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