Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 wurde das Bayerische Archivgesetz novelliert. Die aktuelle Fassung finden Sie hier.
Novellierung des Bayerischen Archivgesetzes
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25.04.2022: Archivierungsvereinbarung zwischen dem Landesbund für Vogelschutz und dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Der Landesbund für Vogelschutz hat seine historischen Akten und anderen Schriftverkehr an das Bayerische Hauptstaatsarchiv übergeben. Am 25. April 2022 unterzeichneten Dr. Bernhard Grau, Direktor des Hauptstaatsarchivs und Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern e.V., Verband für Arten- und Biotopschutz (LBV) eine Archivierungsvereinbarung. Die Vereinbarung regelt die künftige Übernahme der Verbandsüberlieferung des LBV ins Bayerische Hauptstaatsarchiv. Der Landesbund für Vogelschutz ist einer der ältesten und mitgliederstärksten Umweltverbände Bayerns. Seine Überlieferung reicht bis in das Gründungsjahr 1909 zurück. Der neue Erwerbungsschwerpunkt des Bayerischen Hauptstaatsarchivs umfasst Quellen aus dem Bereich Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie bürgerschaftliches Engagement. Die Staatlichen Archive Bayerns übernehmen ergänzend zur staatlichen Überlieferung auch nichtstaatliches und privates Archiv- und Sammlungsgut. Die schriftliche Überlieferung des Landesbunds für Vogelschutz ergänzt die bereits im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrten Bestände zum Umwelt- und Klimaschutz wesentlich. Die größte Gruppe an privater Überlieferung bilden dabei die Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten: Prof. Dr. Hubert Weiger (geb. 1947), Forstwissenschaftler, langjähriger Vorsitzender und jetziger Ehrenvorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V., des BUND und Mitglied der Kohlekommission der Bundesregierung und vieler weiterer Gremien. Er wird bei der Unterzeichnung der Vereinbarung anwesend sein. Dr. Hans Bibelriether (geb. 1933), Förster, langjähriger Leiter des ersten deutschen Nationalparks „Bayerischer Wald“ und anerkannter Experte der Nationalparkbewegung. Sepp Daxenberger (1962–2010), Bürgermeister und Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und deren Co-Landesvorsitzender. Ruth Paulig (geb. 1949), Mitbegründerin der Grünen in Bayern, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und deren Co-Landesvorsitzende. Dr. Sepp Dürr (geb. 1953), Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und deren Co-Fraktionsvorsitzender. Prof. Dr. Klaus Buchner (geb. 1941), Physiker, Bundesvorsitzender und Europaabgeordneter der ÖDP. Dr. Max Streibl (1932–1998), 1970–1977 erster bayerischer Umweltminister, 1977–1988 Finanzminister, 1988–1993 Bayerischer Ministerpräsident. Alfred Dick (1927–2005), 1977–1990 bayerischer Umweltminister. Die Vielfalt der im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrten Überlieferung zum Umweltbereich zeigt die kleine Ausstellung „Vom Nationalpark zum Bienenvolksbegehren. 50 Jahre Umweltministerium in Bayern“, die bis 20. Mai 2022 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv zu sehen ist. Als erstes Ressort seiner Art in Deutschland wurde das bayerische Umweltministerium im Europäischen Naturschutzjahr 1970 durch Beschluss des Bayerischen Landtags errichtet. Seither entwickelt sich das Politikfeld Umweltschutz zu einer politisch-gesellschaftlichen Daueraufgabe mit dem Ziel, in ganz Bayern möglichst gleichwertige und gute Lebensbedingungen zu schaffen. Dazu gehört eine lebenswerte und gesunde Umwelt. Eckpunkte in der Geschichte des Umweltministeriums waren frühe umweltpolitische Initiativen und Aufklärungsmaßnahmen, gesetzgeberische Initiativen wie die Aufnahme des Umweltschutzes als Staatsziel in die Bayerische Verfassung und der Umweltpakt Bayern im Jahr 1995. Hinzu kamen Herausforderungen wie Umweltskandale, die Proteste gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf, Bürgerinitiativen und Volksbegehren. Sie belegen zugleich die Entstehung einer neuen politischen Kultur des Widerstands und der direkten Demokratie. In etwa 40 Exponaten wirft die kleine Ausstellung Schlaglichter auf die Institutionalisierung des Umweltschutzes und die Umweltpolitik in Bayern. Zur Ausstellung ist ein kleiner Katalog erschienen. Die Ausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Hauptgebäude, Schönfeldstr. 5, ist bis zum 20. Mai 2022 zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Mo–Do 8.30–18.00 Uhr, Fr 8.30–13.30 Uhr (Sonn- und Feiertage geschlossen). Hier geht es zum Bericht der Süddeutschen Zeitung über die Archivierungsvereinbarung. Eingestellt am 20. April 2022, aktualisiert am 26. April 2022. Zugehörige Dateien Pressemitteilung zur Archivierungsvereinbarung
Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) komplett
Bund und Länder nehmen auf Empfehlung der DFG acht weitere NFDI-Konsortien in die Förderung auf. Die Staatlichen Archive Bayerns sind an den neu hinzugekommenen Konsortien NFDI4Objects, NFDI4Memory, FAIRagro und BASE4NFDI beteiligt. Die NFDI stellt eine Innovation in der deutschen Wissenschaftslandschaft dar und soll einen digitalen, regional verteilten und vernetzten Wissensspeicher aufbauen. Sie soll wertvolle Forschungsdaten, die oft dezentral, projektförmig und temporär gespeichert werden, systematisch erschließen sowie langfristig lesbar, verfügbar und nutzbar machen. Sie setzt sich aus Konsortien zusammen, in denen unterschiedliche Einrichtungen des jeweiligen Forschungsfeldes kooperieren, darunter auch Infrastruktureinrichtungen wie die Staatlichen Archive Bayerns. Ein Wissensspeicher wie die NFDI ist die Basis, um die weltweit besten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anzuziehen. Für Aufbau und Förderung der NFDI stellen Bund und Länder von 2019 bis 2028 jährlich bis zu 90 Mio. Euro im Endausbau bereit, hiervon trägt der Bund 90 Prozent, 10 Prozent tragen die Länder. Bereits seit 2020 sind die Staatlichen Archive Bayerns Partner der NFDI4Earth und der NFDI4Biodiversity. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat im November 2022 acht weitere Konsortien in die Bund-Länder-Förderung der NFDI aufgenommen. Dem Beschluss lag eine Förderempfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zugrunde. Ab März 2023 werden folgende Konsortien gefördert: • NFDI4Memory - Konsortium für historisch arbeitende Geisteswissenschaften, • NFDI4Objects - Forschungsdateninfrastruktur für die materiellen Hinterlassenschaften der Menschheitsgeschichte, • NFDI4BIOIMAGE - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Mikroskopie und Bildanalyse, • NFDI4Energy - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die interdisziplinäre Energiesystemforschung, • NFDI4Immuno - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Immunologie, • FAIRagro - FAIRe Dateninfrastruktur für die Agrosystemforschung, • NFDIxCS - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für und mit Computer Science, • Base4NFDI - Basisdienste für die NFDI. Bund und Länder sind überzeugt, dass die acht Konsortien der dritten und damit letzten Förderrunde die in den bisherigen Förderrunden ausgewählten 19 Konsortien in fachlicher Hinsicht sehr gut ergänzen werden. Weitere Informationen unter www.nfdi.de und projekte-und-kooperationen/laufende-projekte
30.04.2019: NEUERSCHEINUNG: „Verzeichnis der Nachlässe im Bayerischen Hauptstaatsarchiv“
Schriftliche Nachlässe von Privatpersonen sind für das kulturelle Gedächtnis des Staates oder der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung. Sie ergänzen die behördliche Überlieferung und gewähren einen Blick in die Geschichte aus persönlicher Perspektive. Deshalb kümmern sich Archive und andere Gedächtnisinstitutionen intensiv um die Sicherung, Erschließung und Benützbarkeit dieser privaten Quellen. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv verwahrt in einer eigenen Abteilung Nachlässe von bedeutenden Persönlichkeiten und Sammlungsgut, wie Flugblätter, Plakate, Fotos, und Verbandsschriftgut. Am 30. April 2019 wurde das neue „Verzeichnis der Nachlässe im Bayerischen Hauptstaatsarchiv“ im Beisein von Herrn Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL, der Öffentlichkeit präsentiert. Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler, selbst studierter Historiker, betonte im Vorfeld der Veranstaltung: „Schriftliche Nachlässe sind wertvolle kulturelle Zeugnisse unseres Landes. Sie helfen, Werk und Wirken bedeutender Persönlichkeiten besser zu verstehen und sind dadurch eine einzigartige Quelle für die historische Forschung. Ich bin stolz darauf, dass das Archivinventar zu Nachlässen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv allen Interessierten den Zugang zu diesem hohen Kulturgut erleichtert und uns ein weiteres Mal bewusstmacht: Archive sind das Gedächtnis unseres Landes!“ Das Inventar ermöglicht durch seine klare Gliederung einen raschen Überblick über diese für die Geschichtsforschung so wichtigen Quellenbestände. Welche Lebensstationen der Nachlassgeber lassen sich nachzeichnen? Wer korrespondierte mit wem? Wo finde ich weitere Teile des Nachlasses? Biographische Basisdaten, Angaben zu Laufzeit und Umfang sowie kurze Angaben zum Inhalt der den Nachlass bildenden meist schriftlichen Unterlagen eröffnen ein spannendes Netzwerk, das auch zum Querlesen einlädt. Die Nachlässe stammen von bedeutenden Familien und Persönlichkeiten aus Politik und Geschichte Bayerns. Maximilian von Montgelas, Prinzessin Therese von Bayern, Willi Graf, Christoph Probst, Hans Ehard, Mathilde Berghofer-Weichner und Max Streibl sind einige Beispiele für Nachlassgeber aus Bayern. Einen nicht unerheblichen Teil machen die Nachlässe aus dem Sudetendeutschen Archiv aus, das im Bayerischen Hauptstaatsarchiv hinterlegt ist. Die Drucklegung des Bandes wurde großzügig vom Verein Freunde und Förderer des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und vom Sudetendeutschen Institut e.V. unterstützt. Bestellungen über den Buchhandel; Direktverkauf: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Schönfeldstraße 5, 80539 München; Preis 25,00 € (ggf. zzgl. Porto und Verpackung) Ein großer Teil der im Archivinventar zusammengefassten Nachlässe sind als Online-Findmittel auf der Homepage der Staatlichen Archive Bayerns recherchierbar: ° Bayerisches Hauptstaatsarchiv (vgl. v.a. 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen, 5.1 Nachlässe und Familienarchive) Für den Nachlass von Maximilian Graf von Montgelas stehen auch Digitalisate für die Forschung bereit: ° Online-Digitalisate zum Nachlass von Maximilian von Montgelas
09.11.2021-28.01.2022: Mehr als Steine. Synagogen in Unterfranken
Eine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg in Kooperation mit dem Team des Synagogen-Gedenkbands Bayern und dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe. Konzipiert und bearbeitet von Cornelia Berger-Dittscheid. Die Ausstellung „Mehr als Steine. Synagogen in Unterfranken“ in der Würzburger Residenz befasst sich vor allem mit der Geschichte des Judentums und dem reichen jüdischen Erbe in Unterfranken. Hier hat die Würzburger Gemeinde, in den Quellen seit 1147 fassbar, die längste Tradition. Sie war ein Ort großer jüdischer Gelehrsamkeit mit überregional bedeutenden Rabbinern, einer Talmudhochschule und mindestens zwei Synagogen. Der vor 1803/1806 in zahlreiche Herrschaften zersplitterte spätere Regierungsbezirk Unterfranken war das am dichtesten mit jüdischen Gemeinden besiedelte Gebiet in Bayern. Im Jahr 1930 gab es im heutigen Unterfranken 112 Orte mit Synagogen. Nur wenige Synagogen Unterfrankens sind heute noch im Ortsbild erkennbar. Nach den Zerstörungen der Nationalsozialisten wurden viele Gebäude abgerissen oder zweckentfremdet. Die hauptsächlich aus den Beständen des Staatsarchivs Würzburg stammenden Exponate werden ergänzt durch Leihgaben und Reproduktionen aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, dem Museum für Franken, den Stadtarchiven Bad Kissingen, Gerolzhofen und Würzburg, dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, dem Landesarchiv Thüringen-Staatsarchiv Meiningen sowie aus Privatbesitz. Der farbig bebilderte Katalog enthält zusätzlich Fotografien aus den Beständen der Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem (CAHJP). Die Ausstellung und der begleitende Katalog sind ein Beitrag zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Sie entstanden in Kooperation des Staatsarchivs Würzburg mit dem Team des Synagogen-Gedenkbands Bayern und dem Beauftragten der bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe. Beide wurden konzipiert und bearbeitet von Cornelia Berger-Dittscheid. Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive Bayerns, Dr. Margit Ksoll-Marcon: „Wo Baudenkmäler fehlen oder nur mehr in Teilen erhalten sind, ist der Rückgriff auf schriftliche und bildliche Quellen in den Archiven zentral. Das Staatsarchiv Würzburg verwahrt einen reichen Quellenschatz an Bauakten, Bauplänen und Fotografien, auf den im Rahmen der langjährigen Forschungsarbeit an den Synagogen-Gedenkbänden intensiv zurückgegriffen wurde.“ Unterlagen der Staatsanwaltschaften Würzburg und Schweinfurt sowie der Geheimen Staatspolizeistelle Würzburg dokumentieren die gezielte Zerstörung von Synagogen und jüdischem Eigentum sowie die Misshandlung und Erniedrigung von Jüdinnen und Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Dr. Cornelia Berger-Dittscheid, Kuratorin der Ausstellung: „Viele Schriftstücke wurden für die Synagogen-Gedenkbände erstmals von der Forschung rezipiert. Die Ausstellung stellt die Bauformen von Synagogen in Unterfranken vor und ihre Entwicklung von unscheinbaren Hinterhof-Synagogen zu repräsentativen Bauwerken, deren Türme und Kuppeln die Stadtbilder prägten.“ Die Ausstellung ist ein weiterer Höhepunkt im bayerischen Kalender zum Festjahr 2021. Der Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle: „Mit dem Festjahr richten wir die Aufmerksamkeit auf das jahrhundertelange Zusammenleben von Christen und Juden in Bayern, das häufig genug von Ausgrenzung und Verfolgung, aber auch von langen Phasen friedlichen Zusammenlebens geprägt war.“ Die Ausstellung zeigt dies beispielhaft an der unterfränkischen Geschichte jüdischer Gotteshäuser und schärft damit unsere Aufmerksamkeit für Spuren jüdischen Lebens, aber auch für jüdisches Leben heute in der Mitte unserer Gesellschaft. Nur wenige Synagogen Unterfrankens sind heute noch im Ortsbild erkennbar. Nach den Zerstörungen der Nationalsozialisten wurden viele Gebäude abgerissen oder zweckentfremdet. Die hauptsächlich aus den Beständen des Staatsarchivs Würzburg stammenden Exponate werden ergänzt durch Leihgaben und Reproduktionen aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, dem Museum für Franken, den Stadtarchiven Bad Kissingen, Gerolzhofen und Würzburg, dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, dem Landesarchiv Thüringen-Staatsarchiv Meiningen sowie aus Privatbesitz. Der farbig bebilderte Katalog enthält zusätzlich Fotografien aus den Beständen der Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem (CAHJP). Die Ausstellung „Mehr als Steine. Synagogen in Unterfranken“ ist vom 9. November 2021 bis zum 28. Januar 2022 im Staatsarchiv Würzburg, Residenzplatz 2, Residenz-Nordflügel, 97070 Würzburg, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss sind weitere Ausstellungsstationen in Franken geplant, eine Ausleihe der Roll Ups ist über die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns möglich. Für den Ausstellungsbesuch gelten die jeweils aktuellen Hygieneregeln. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.00–16.00 Uhr, Freitag 8.00–13.00 Uhr, geschlossen 24.12.2021, 31.12.2021, 6./7.1.2022. Führungen für Gruppen (max. 20 Personen) werden zu festen Terminen angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel.: 0931/35529-34. Kleiner Ausstellungskatalog Nr. 68: Mehr als Steine. Synagogen in Unterfranken. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg in Kooperation mit dem Team des Synagogen-Gedenkbands Bayern und dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe. Konzeption und Bearbeitung: Cornelia Berger-Dittscheid, Würzburg 9.11.2021-28.1.2022 (Staatliche Archive Bayerns - Kleine Ausstellungen 68), München 2021, ISBN 978-3-938831-71-7, 124 Seiten, zahlr. Farb- und sw-Abb. - € 5,00 Eingestellt am 8.11.2021, zuletzt ergänzt 18.11.2021 Zugehörige Dateien Pressemitteilung [PDF-Datei]
07.03.2020: Lug and Trug – Tag-Archiv am 7. März 2020 im Staatsarchiv München
Das Staatsarchiv München öffnet allen Interessierten am 7. März von 12 bis 19 Uhr seine Türen. Bundesweit wird am ersten Märzwochenende der 10. Tag der Archive veranstaltet. Mehrere hundert Archive in Deutschland öffnen die Türen zu ihren Schatzkammern und zeigen ihre Arbeit mit historischen Dokumenten. Programm des Staatsarchivs München: Lesung Winfried Frey liest aus Akten zu kuriosen Betrugsfällen aus Oberbayern: Ein Münchner Bankenskandal (Adele Spitzeder) Liebe unter Bedingungen (Heiratsschwindler Graf von Falkenburg) Die Heilsbringer vom anderen Stern (Der Venusfall) Der gescheiterte Gesundmacher (Krebsarzt Dr. Issels) Uhrzeit: ab 14.45 Uhr, Ort: Lesesaal, 1. Stock (Voranmeldung ist nicht erforderlich) Begleitprogramm "Das Staatsarchiv in seinen verschiedenen Facetten" Führungen zu jeder vollen Stunde (Treffpunkt Foyer, EG) mit wechselnden Schwerpunkten: Blick hinter die Kulissen (Allgemeine Magazinführung), Sex and Crime, Dem Unrecht auf der Spur (NS-Zeit), Heimat und Ahnen erkunden (Heimat- und Familienforschung) (max. 20 Teilnehmer, bei Bedarf werden zusätzliche Führungen angeboten, Voranmeldung ist nicht erforderlich) Bücherbazar Kleiner Ausschnitt aus Carl Orffs ASTUTULI mit dem Ensemble des Münchner Marionettentheaters, Uhrzeit: 14 Uhr Ansprechpartnerin Dr. Ulrike Claudia Hofmann, Tel. 089/28638-2539; E-Mail: poststelle@stam.bayern.de Eingestellt am: 06.02.2020 Zugehörige Dateien Flyer zum Tag der Archive im Staatsarchiv München "echt jetzt?" - Flyer zum Tag der Münchner Archive mit Veranstaltungshinweisen
15.11.2019: Gründung eines Notfallverbunds der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg
Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg in Notfällen Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Frau Dr. Margit Ksoll-Marcon, der Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Herr Michael Cerny, der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Herr Dr. Klaus Ceynowa, und der 1. Vorsitzende des Literaturarchivs Sulzbach-Rosenberg e.V., Herr PD Dr. habil. Heribert Tommek, unterzeichneten am 15. November 2019 um 10 Uhr im Staatsarchiv Amberg die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg in Notfällen („Notfallverbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg“). Nach den Notfallverbünden Augsburg (gegründet 2015), München (gegründet 2016), Nürnberg (gegründet 2016), Landshut (gegründet 2019) und Bamberg (gegründet 2019) ist der Verbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg der sechste dieser Art in Bayern. Aus archivischer Sicht ist besonders hervorzuheben, dass auch das Depot des Staatsarchivs Amberg in Sulzbach-Rosenberg mit zum Verbund gehört. In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der regelmäßige Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Für den hoffentlich nie eintretenden Notfall sichern sich Archive und Bibliotheken gegenseitige Unterstützung zu, um Ressourcen zu bündeln sowie die schnellere und effektivere Bergung und Erstversorgung der betroffenen Archivalien, Bücher und Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Eine der wichtigsten Aufgaben der beteiligten Institutionen ist der Schutz der von ihnen verwahrten Kulturgüter vor Feuer, Wasser, äußerer Gewalt oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen bei großen Schadensereignissen ohne externe Hilfe oftmals überfordert sind. Große Katastrophen wie das Elbhochwasser 2002, der Brand in der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 haben das eindringlich veranschaulicht. Starkregen und Hochwasserereignisse in der jüngeren Vergangenheit sorgten in mehreren bayerischen Adelsarchiven für Havarien, die mit vereinten Kräften bewältigt werden konnten. Glücklicherweise mussten die an bayerischen Notfallverbünden beteiligten Institutionen bisher keine großen Notfälle bewältigen. Nach wie vor in Erinnerung bleibt jedoch der Brand der Burg Trausnitz in Landshut am 21. Oktober 1961, der das zu der Zeit dort untergebrachte Staatsarchiv Landshut schwer in Mitleidenschaft zog. Die bayerische Archivverwaltung musste damals eigene Erfahrungen mit einer großen Brandkatastrophe und Schäden an Archivalien und Bausubstanz machen. Der Notfallverbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg, der durch die Unterzeichnung dieser Vereinbarung gegründet wird, lädt ausdrücklich die Vertreter anderer Kulturinstitutionen, etwa der Museen, in Amberg und Sulzbach-Rosenberg zu einer künftigen Zusammenarbeit ein. Weitere Informationen zur Arbeit von Notfallverbünden in Deutschland finden Sie unter: https://notfallverbund.de/ Zugehörige Dateien Pressemitteilung
22.-23.03.2019: 11. Bayerischer Archivtag in Coburg - Verleihung des Bayerischen Janus an den Oberbürgermeister von Augsburg Dr. Kurt Gribl
Archive & Forschung - Neue Formen der Kooperation Archive, Wissenschaft und Forschung arbeiten seit jeher eng zusammen. Hinzu kommt, dass sich Archive als Dienstleister für die Öffentlichkeit und damit auch für die Forschung verstehen. Der digi-tale Wandel eröffnet heute beiden Seiten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, verbunden mit neuen Herausforderungen. Welche Wege sollen die Archive in der Kooperation mit der Forschung einschlagen? Neue Wege beschreiten beispielsweise Archive, die im Rahmen von Citizen Science das Engage-ment interessierter Laien nutzen, sich aber gleichzeitig die Frage nach den Grenzen dieser Form der Zusammenarbeit stellen müssen. Neuland betreten auch die Kulturinstitutionen, die sich im Rahmen des Kulturhackathons „Coding da Vinci“ mit technikaffinen und kulturbegeisterten Commu-nities vernetzen. Und schließlich: Können Programme lernen, Handschriften selbständig zu erken-nen und zu lesen und so eine der Kernkompetenzen der historischen Hilfswissenschaften ergänzen oder gar ersetzen? Einen Bogen über diese Facetten seines Tagungsthemas spannt der 11. Bayerische Archivtag, zu dem sich etwa 200 Archivarinnen und Archivare aus Bayern und den benachbarten Regionen vom 22. bis 23. März 2019 in Coburg treffen. Für den Einführungsvortrag am 23. März 2019 konnte Frau Prof. Dr. Eva Schlotheuber gewonnen werden. Als Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands steht sie im regelmäßigen Dialog mit Archivarinnen und Archivaren. Darauf verweist auch der Titel ihres Re-ferats „Das vergessene Gedächtnis? Archive und Wissenschaft im Dialog“. Bereits am Vortag tref-fen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Adels- und Privatarchive, Kommunalarchive, Kir-chenarchive und Archive an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie der kommu-nalen Archivpflege zu gemeinsamen Sitzungen. Am Abend des 22. März wurde durch Herr Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL im Coburger Rathaussaal der „Bayerische Janus 2019“ an Herrn Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Dr. Kurt Gribl verliehen. Seinem großen persönlichen Engagement verdankt das Stadtarchiv Augsburg die Unterbringung in einem neuen, modernen und zweckmäßigen Archivgebäude sowie die angemessene Ausstattung mit Personal und Sachmitteln. Den Preis, eine Keramikskulptur, die auf den doppelköpfigen römischen Gott Bezug nimmt und da-mit die Mittlerstellung der Archive zwischen Vergangenheit und Zukunft symbolisiert, hat der Künst-ler Klaus Dorrmann aus Ahorn geschaffen. Zugehörigen Dateien: Gemeinsame Pressemitteilung der Geschäftsführung des Bayerischen Archivtags Programm
"Wir Ludwig von Gottes Gnaden" - Die deutschsprachigen Urkunden Ludwigs des Bayern im Vergleich
Neue Virtuelle Ausstellung auf bavarikon unter Beteiligung der Staatlichen Archive Bayerns. In einer neuen virtuellen Ausstellung auf bavarikon werden deutschsprachige Urkunden des römischen Königs und Kaisers Ludwig IV., genannt "der Bayer" (reg. 1314-1347, Kaiser seit 1328) in den Mittelpunkt gerückt. In seiner Regierungszeit nimmt die Bedeutung der deutschen Sprache in der königlichen Kanzlei zu. Nach seiner Regentschaft wurde die lateinische Königsurkunde zum Ausnahmefall. Die Ausstellung blickt außerdem auf die Entwicklung der Königsdiplome vor und nach Ludwig IV. und thematisiert frühe Beispiele für deutsche Texte im nicht königlichen Urkundenwesen. Landesgeschichtlich wertvolle Quellentexte dokumentieren die Kanzlei Ludwigs des Bayern in ihrer Pionierrolle für die Ausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache. Die virtuelle Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsarchivs Augsburg und der Lehrprofessur für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern der Universität Augsburg. Konzipiert wurde sie von Studierenden der Fächer Geschichte und Germanistik an der Universität Augsburg unter Leitung von Archivdirektor Dr. Thomas Engelke und der Professoren Klaus Wolf und Thomas Krüger. Hier geht es zur Ausstellung.
01.08.2022: Bayerisches Hauptstaatsarchiv erwirbt Sammlung zu den Bayreuther Festspielen
Die „Sammlung Bayreuther Festspiele“: Presseausschnitte, Fotoalben, Programmhefte und weitere Begleitmaterialien stehen für die Benutzung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv zur Verfügung. Bayerisches Hauptstaatsarchiv erwirbt Sammlung zu den Bayreuther Festspielen Die Bayreuther Festspiele sind seit ihrer Gründung durch Richard Wagner 1876 eines der herausragenden Kulturereignisse Bayerns mit internationaler Ausstrahlung. Nach mühevollen Aufbaujahren und einer Phase der ideologischen Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten ist nach dem Zweiten Weltkrieg ein Neubeginn gelungen. Die Bayreuther Festspiele ziehen seit 1951 alljährlich und bis heute die politische und gesellschaftliche Prominenz an. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv hat nun eine umfangreiche private Sammlung zu den Bayreuther Festspielen aus der Nachkriegszeit erwerben können. Der daraus und aus bereits vorhandenem Material formierte Sammlungsbestand umfasst für den Nachkriegszeitraum sämtliche Programmhefte der Festspiele, dazu Begleitpublikationen wie die „Festspiel-Vorschau“ und die „Festspiel-Nachrichten“ und weiteres gedrucktes Material, das häufig Seltenheitswert hat. Von besonderer Bedeutung sind die enthaltenen Presseausschnitte und Fotoalben. Die Fotoalben vereinen nicht nur die offiziellen Rollen- und Bühnenfotos, sondern ergänzen diese durch private Aufnahmen aus dem gesellschaftlichen Umfeld sowie dem inneren Kreis der künstlerischen Darsteller. Die Presseausschnitte berücksichtigen neben der nationalen und teilweise internationalen Presse auch die übrige deutschsprachige Tagespresse. In jahrgangsweiser Anordnung ist so das mediale Echo der Bayreuther Festspiele versammelt – von der Vorberichterstattung über aktuelle Kritiken und Berichte bis zur Rückschau. Im Kulturbereich – anders als in der Politik – sind oft nur wenige amtliche Quellen und meist noch weniger private Quellen vorhanden. Zudem wurden und werden Diskurse häufig medial geführt. Daher kommt der Presseüberlieferung im Kulturbereich eine besondere Qualität zu. Die dichte Überlieferung an Presseausschnitten in der Sammlung Bayreuther Festspiele ist somit ein besonderer Glücksfall. Die Unterlagen wurden von Willy Wesemann (1910–1985) zusammengetragen. Der Geiger war jahrzehntelang Mitglied im Festspielorchester und stand daher mit allen künstlerischen Beteiligten in engem Bezug. Als begeisterter Sammler nahm er große Mühen auf sich. So bezog er während der Festspielzeit die wichtigsten Presseorgane selbst und wertete sie für seine Sammlung aus, zudem fotografierte er selbst. Sämtliche Presseausschnitte wurden feinsäuberlich zugeschnitten, mit Quellenangaben versehen und sauber abgelegt. An diesen Arbeiten war seine ganze Familie beteiligt. Seine Tochter Astrid Zimdahl-Wesemann hat nun die Sammlung im Umfang von rund drei Regalmetern dem Freistaat Bayern überlassen. Die neue „Sammlung Bayreuther Festspiele“ ergänzt hervorragend die bereits bisher vorhandenen Bestände des Bayerischen Hauptstaatsarchivs mit Bezug zu den Bayreuther Festspielen. Neben der staatlichen Überlieferung vorwiegend aus dem Kultusministerium sind dies vor allem die beiden Nachlässe von Wieland und Wolfgang Wagner. Beide waren in ihrer Zeit prägend für die Bayreuther Festspiele und die Opernwelt insgesamt. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv ist das Zentralarchiv des Freistaats Bayern und eines der größten Archive Deutschlands. Es verwahrt neben amtlichen Unterlagen ergänzend auch nichtstaatliches Archivgut. Dazu zählen insbesondere Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten sowie Sammlungen. Zugehörige Dateien Pressemitteilung