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05.11.2019: Historische Vermisstenbücher im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und im Staatsarchiv München
Übergabe von insgesamt 57 sogenannten Vermisstenbüchern aus den Jahren 1926 bis 1985 durch das Bayerische Landeskriminalamt „Am 27.1.76 tot aus dem Inn geborgen“ oder „am 11.11.75 in Kopenhagen aufgegriffen“ – zwei Schicksale von tausenden Personen aus Bayern, die jedes Jahr bei den Polizeidienststellen als vermisst gemeldet werden. Die meisten Vermissten werden lebend wiedergefunden, einzelne Fälle enden tragisch. Unbekannte Tote und unbekannte hilflose Menschen zu registrieren und zu identifizieren, ist eine schwierige Aufgabe der Polizei. Koordiniert werden diese Vorgänge im Sachgebiet Personenfahndung des Bayerischen Landeskriminalamts. Im August 2019 übergab das Bayerische Landeskriminalamt drei große Kartons mit insgesamt 57 sogenannten Vermisstenbüchern aus den Jahren 1926 bis1985 an das Bayerische Hauptstaatsarchiv. Nach genauer Analyse ihrer Entstehung wurden die elf älteren Bände aus der Zeit vor 1945 allerdings an das Staatsarchiv München abgegeben. Diese Bände stammen aus einer Zeit, in der die Vermisstenbücher noch vom Polizeipräsidium München zentral für ganz Bayern geführt wurden. Für dessen Überlieferung ist das Staatsarchiv München zuständig. Damit steht nun eine zentrale Quelle mit Nachweisen aller in Bayern Vermissten, unbekannten Toten und unbekannten hilflosen Personen (VuT) aus rund 60 Jahren für die historische Forschung zur Verfügung. Was bis 1988 auf Papier in dicken Bänden dokumentiert wurde, wird seither elektronisch erfasst – auch diese digitalen Unterlagen werden eines Tages ins Bayerische Hauptstaatsarchiv kommen. Die Archivierung der Vermisstenbücher ist Ausdruck der hervorragenden Zusammenarbeit der bayerischen Polizeibehörden mit den bayerischen staatlichen Archiven. Das Bewusstsein für den dauerhaften Erhalt von historisch wertvollem Verwaltungsschriftgut prägt den Kontakt zwischen den Polizeibehörden und den zuständigen Archiven. Es ist nun Aufgabe des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und des Staatsarchivs München, die neu erworbenen Vermisstenbücher zu erschließen, konservatorisch zu behandeln und den gesetzlichen Vorgaben entsprechend für interessierte Forscher zugänglich zu machen. Sollte das Landeskriminalamt den einen oder anderen Band noch einmal benötigen, weil allerletzte bislang unerledigte Vermisstenfälle doch noch aufgeklärt werden konnten, gibt es die Möglichkeit der Rückausleihe. Im Rahmen eines Pressetermins im Bayerischen Hauptstaatsarchiv wurden die Vermisstenbücher vorgestellt und historisch eingeordnet. Eingestellt am: 05.11.2019 Zugehörige Dateien Pressemitteilung
29.11.2019: 10 Jahre bayerisch-tschechische Archivpartnerschaft - Festakt im Staatsarchiv Amberg
Am 29. November 2019 wurde mit einem Festakt in Amberg die zehnjährige erfolgreiche Partnerschaft der Staatlichen Archive Bayerns mit tschechischen Archiven im Beisein des Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, MdL, und des Direktors der Tschechischen Archivverwaltung PhDr. Jiří Úlovec, gefeiert und gemeinsam in die Zukunft geblickt. „Ein Blick in unsere Archive macht offenkundig, wie eng Bayern und Tschechien verbunden sind: Seit Jahrhunderten teilen wir eine gemeinsame grenzüberschreitende Geschichte. Die enge Zusammenarbeit unserer Archive hilft, dieses wertvolle kulturelle Erbe noch sichtbarer zu machen. Zugleich setzen die Archive ein klares Zeichen für unseren partnerschaftlichen Austausch und unsere gute Nachbarschaft. Darauf lässt sich Zukunft bauen!“, so der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL, in seinem Grußwort. Vor zehn Jahren begründete das Kooperationsprojekt „Bayerisch-Tschechisches Netzwerk digitaler Geschichtsquellen“ die feste Zusammenarbeit der Staatlichen Archive Bayerns mit dem Gebietsarchiv Pilsen. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts wurden historische Quellen des bayerisch-böhmischen Grenzraumes aus bayerischen und tschechischen Archiven digitalisiert und virtuell auf der eigenen zweisprachigen Präsentationsplattform „Portafontium“ im Internet (http://www.portafontium.de/) zusammengeführt. Diese gemeinsame Plattform wurde mit dem „Tschechisch-Bayerischen Archivführer“ (2013 bis 2015) wesentlich erweitert. Der Archivführer ist als zweisprachige Online-Datenbank ein neuer Zugang zu Bohemica in bayerischen Archiven und zu Bavarica in tschechischen Archiven. Der jüngste Baustein der bayerisch-tschechischen Archivzusammenarbeit ist das Projekt „Moderner Zugang zu historischen Quellen“. Derzeit reichen die in „Porta fontium“ erfassten Bavarica und Bohemica vom frühen 11. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Somit präsentiert der tschechisch-bayerische Archivführer die Überlieferung eines ganzen Jahrtausends. Die älteste nachgewiesene Urkunde datiert vom 19. April 1010: König Heinrich II. verleiht der Äbtissin Heilika und ihrem Kloster Passau-Niedernburg seinen Anteil am Zoll zu Passau und den gesamten böhmischen Zoll (München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Passau Urkunden 25/1). „Porta fontium“ erhält ein Modul zu historischen Karten und Plänen mit einem eigenen Recherche- und Darstellungswerkzeug. Deutsche und tschechische Forscherinnen und Forscher, die zu heimatgeschichtlichen, familienkundlichen oder wissenschaftlichen Themen arbeiten, können sich mit diesem Webangebot jeweils in ihrer Muttersprache einen Überblick über Archive und Bestände verschaffen. Archivrecherchen können so am heimischen PC gezielt vorbereitet und grenzüberschreitende Archivreisen geplant werden. Der Zugang zu Archivgut ist damit leichter geworden. Indem die bayerischen und tschechischen Archive die gemeinsame Geschichte erfahrbar machen und zu ihrer Erforschung anregen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration. Zugehörige Dateien Pressemitteilung
09.11.2019: "Der Reichswald - Holz für Nürnberg und seine Dörfer" - Ausstellung im Staatsarchiv Nürnberg
Das Staatsarchiv Nürnberg zeigt vom 9. November bis 20. Dezember 2019 die Ausstellung „Der Nürnberger Reichswald – Holz für Nürnberg und seine Dörfer“. Die Ausstellung wurde vom Staatsarchiv Nürnberg zusammen mit dem Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim erarbeitet. Holz als wichtiger und nachwachsender Rohstoff war bereits im Mittelalter bedeutsam. Im 14. und 15. Jahrhundert sicherte sich die Reichsstadt Nürnberg die Rechte an den großen Wäldern um die Stadt. Für die Verwaltung waren zwei „Waldämter“ zuständig, die den Holzverbrauch der Untertanen scharf kontrollierten. Nicht nur der Brennholzbezug wurde geregelt, auch Bauholz musste beantragt werden. Um Holz zu sparen, wurde vermehrt Stein zum Bauen verwendet. Die schriftliche Überlieferung der Waldämter Lorenzi und Sebaldi im Staatsarchiv Nürnberg umfasst insgesamt 83 Regalmeter. In den Unterlagen finden sich rund 5.300 größtenteils farbige Baupläne von Bauernhäusern, Ställen und Scheunen, Zäunen, Mühlen und Brennöfen vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts – ein in ganz Deutschland einzigartiger Schatz. Nach mehrjähriger Arbeit sind diese Akten nun erschlossen und alle Pläne digitalisiert. Die Pläne dokumentieren das Aussehen und den Wandel der Dörfer, Herrensitze und Mühlen in der „Alten Landschaft“. Was sich an spannenden Geschichten hinter den Akten einer reichsstädtischen Behörde verbirgt, zeigen Beispiele von Schwarzbauten, unerlaubtem Holzeinschlag und den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges. In der Ausstellung sind neben Akten und den schönsten Plänen Hausmodelle und typische Werkzeuge zur Holzbearbeitung aus den Beständen des Fränkischen Freilandmuseums zu sehen. Der illustrierte Katalog „Der Reichswald – Holz für Nürnberg und seine Dörfer“ des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim (2013) im Umfang von 217 Seiten ist zum Preis von 13 € erhältlich. Der Reichswald – Holz für Nürnberg und seine Dörfer Ausstellung vom 9. November bis 20. Dezember 2019 geöffnet jeweils Mittwoch bis Samstag, 13 bis 18 Uhr Eintritt frei Anschrift: Staatsarchiv Nürnberg / Archivstraße 17 (Nähe Friedrich-Ebert-Platz) / 90408 Nürnberg E-Mail: poststelle@stanu.bayern.de / Telefon: (0911) 93519-10 Eingestellt am: 09.11.2019 Zugehörige Dateien Pressemitteilung
15.11.2019: Gründung eines Notfallverbunds der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg
Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg in Notfällen Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Frau Dr. Margit Ksoll-Marcon, der Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Herr Michael Cerny, der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Herr Dr. Klaus Ceynowa, und der 1. Vorsitzende des Literaturarchivs Sulzbach-Rosenberg e.V., Herr PD Dr. habil. Heribert Tommek, unterzeichneten am 15. November 2019 um 10 Uhr im Staatsarchiv Amberg die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg in Notfällen („Notfallverbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg“). Nach den Notfallverbünden Augsburg (gegründet 2015), München (gegründet 2016), Nürnberg (gegründet 2016), Landshut (gegründet 2019) und Bamberg (gegründet 2019) ist der Verbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg der sechste dieser Art in Bayern. Aus archivischer Sicht ist besonders hervorzuheben, dass auch das Depot des Staatsarchivs Amberg in Sulzbach-Rosenberg mit zum Verbund gehört. In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der regelmäßige Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Für den hoffentlich nie eintretenden Notfall sichern sich Archive und Bibliotheken gegenseitige Unterstützung zu, um Ressourcen zu bündeln sowie die schnellere und effektivere Bergung und Erstversorgung der betroffenen Archivalien, Bücher und Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Eine der wichtigsten Aufgaben der beteiligten Institutionen ist der Schutz der von ihnen verwahrten Kulturgüter vor Feuer, Wasser, äußerer Gewalt oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen bei großen Schadensereignissen ohne externe Hilfe oftmals überfordert sind. Große Katastrophen wie das Elbhochwasser 2002, der Brand in der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 haben das eindringlich veranschaulicht. Starkregen und Hochwasserereignisse in der jüngeren Vergangenheit sorgten in mehreren bayerischen Adelsarchiven für Havarien, die mit vereinten Kräften bewältigt werden konnten. Glücklicherweise mussten die an bayerischen Notfallverbünden beteiligten Institutionen bisher keine großen Notfälle bewältigen. Nach wie vor in Erinnerung bleibt jedoch der Brand der Burg Trausnitz in Landshut am 21. Oktober 1961, der das zu der Zeit dort untergebrachte Staatsarchiv Landshut schwer in Mitleidenschaft zog. Die bayerische Archivverwaltung musste damals eigene Erfahrungen mit einer großen Brandkatastrophe und Schäden an Archivalien und Bausubstanz machen. Der Notfallverbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg, der durch die Unterzeichnung dieser Vereinbarung gegründet wird, lädt ausdrücklich die Vertreter anderer Kulturinstitutionen, etwa der Museen, in Amberg und Sulzbach-Rosenberg zu einer künftigen Zusammenarbeit ein. Weitere Informationen zur Arbeit von Notfallverbünden in Deutschland finden Sie unter: https://notfallverbund.de/ Zugehörige Dateien Pressemitteilung
22.-23.03.2019: 11. Bayerischer Archivtag in Coburg - Verleihung des Bayerischen Janus an den Oberbürgermeister von Augsburg Dr. Kurt Gribl
Archive & Forschung - Neue Formen der Kooperation Archive, Wissenschaft und Forschung arbeiten seit jeher eng zusammen. Hinzu kommt, dass sich Archive als Dienstleister für die Öffentlichkeit und damit auch für die Forschung verstehen. Der digi-tale Wandel eröffnet heute beiden Seiten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, verbunden mit neuen Herausforderungen. Welche Wege sollen die Archive in der Kooperation mit der Forschung einschlagen? Neue Wege beschreiten beispielsweise Archive, die im Rahmen von Citizen Science das Engage-ment interessierter Laien nutzen, sich aber gleichzeitig die Frage nach den Grenzen dieser Form der Zusammenarbeit stellen müssen. Neuland betreten auch die Kulturinstitutionen, die sich im Rahmen des Kulturhackathons „Coding da Vinci“ mit technikaffinen und kulturbegeisterten Commu-nities vernetzen. Und schließlich: Können Programme lernen, Handschriften selbständig zu erken-nen und zu lesen und so eine der Kernkompetenzen der historischen Hilfswissenschaften ergänzen oder gar ersetzen? Einen Bogen über diese Facetten seines Tagungsthemas spannt der 11. Bayerische Archivtag, zu dem sich etwa 200 Archivarinnen und Archivare aus Bayern und den benachbarten Regionen vom 22. bis 23. März 2019 in Coburg treffen. Für den Einführungsvortrag am 23. März 2019 konnte Frau Prof. Dr. Eva Schlotheuber gewonnen werden. Als Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands steht sie im regelmäßigen Dialog mit Archivarinnen und Archivaren. Darauf verweist auch der Titel ihres Re-ferats „Das vergessene Gedächtnis? Archive und Wissenschaft im Dialog“. Bereits am Vortag tref-fen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Adels- und Privatarchive, Kommunalarchive, Kir-chenarchive und Archive an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie der kommu-nalen Archivpflege zu gemeinsamen Sitzungen. Am Abend des 22. März wurde durch Herr Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL im Coburger Rathaussaal der „Bayerische Janus 2019“ an Herrn Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Dr. Kurt Gribl verliehen. Seinem großen persönlichen Engagement verdankt das Stadtarchiv Augsburg die Unterbringung in einem neuen, modernen und zweckmäßigen Archivgebäude sowie die angemessene Ausstattung mit Personal und Sachmitteln. Den Preis, eine Keramikskulptur, die auf den doppelköpfigen römischen Gott Bezug nimmt und da-mit die Mittlerstellung der Archive zwischen Vergangenheit und Zukunft symbolisiert, hat der Künst-ler Klaus Dorrmann aus Ahorn geschaffen. Zugehörigen Dateien: Gemeinsame Pressemitteilung der Geschäftsführung des Bayerischen Archivtags Programm
19.02.2019: "Auf Nummer sicher! Der Schutz von Inhalten im Archiv" - Lehrausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Eine Ausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, vom 19.02 bis 02.04.2019, bearbeitet von Joachim Friedl. Archive sind das Gedächtnis einer Gesellschaft. Sie tragen dafür Sorge, dass die bei ihnen aufbewahrten Archivalien erhalten, gesichert und auf Dauer verwahrt werden. Nur, was heißt auf Dauer, sichern und erhalten? Auf welche Gefahren müssen und können sich Archive einstellen und wie kann diesen begegnet werden? Die kleine Ausstellung mit rund 35 Exponaten zeigt anhand ausgewählter Beispiele in einem ersten Teil die Gefahren, denen Archivalien ausgesetzt sein können: vom totalen Verlust durch Krieg, Feuer oder Diebstahl über die teilweise Schädigung durch Nager- oder Insektenfraß bis hin zur gezielten, unbefugten Manipulation des Inhalts. Im zweiten Teil werden Schutzmaßnahmen vorgestellt, die Archive und Archivare gestern und heute für den Erhalt des Originals und seiner Inhalte anwenden: richtige Lagerung, Schädlings-management, Beglaubigung und Heftung, Diebstahlsicherungen, Normen und Regeln, Abschriften und Verfilmung. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2017/2020 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Die Ausstellung ist vom 19. Februar bis 2. April 2019 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 5, 80539 München zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 – 18.00 Uhr, Freitag 8.30 – 13.30 Uhr (Faschingsdienstag, 5. März nur bis 12.00 Uhr) Eintritt frei. Führungen für Gruppen können unter (089) 28638-2575 vereinbart werden.
15.01.2019: Einführung von Archivdirektor Dr. Christian Kruse als neuem Leiter des Staatsarchivs Bamberg
Am Dienstag, dem 15. Januar 2019 wurde Herr Archivdirektor Dr. Christian Kruse von Frau Generaldirektorin Dr. Margit Ksoll-Marcon offiziell als Leiter des Staatsarchivs in sein Amt eingeführt. Frau Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz hat ein Grußwort gesprochen. Dr. Christian Kruse wurde mit Wirkung vom 1. Dezember 2018 zum Leiter des Staatsarchivs Bamberg bestellt. Er folgte damit Archivdirektor a.D. Dr. Stefan Nöth nach, der das Staatsarchiv seit dem 1. August 2006 geleitet hatte und zum 31. August 2018 in den Ruhestand getreten ist. Christian Kruse, in Kiel geboren, studierte an den Universitäten Erlangen und Wien Geschichte und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien. Er wurde mit einer Arbeit über „Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld 1750–1806“ in Erlangen promoviert. Nach der Ausbildung zum wissenschaftlichen Archivar an der Bayerischen Archivschule arbeitete er von 1991 bis 2002 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und von 2002 bis 2007 in den Staatsarchiven Augsburg und Nürnberg. 2007 bis 2008 war er als ständiger Vertreter des Leiters im Staatsarchiv München tätig, von 2008 bis 2018 war er in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns als Abteilungsleiter für Archivbau, Bestandserhaltung, Veröffentlichungen und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Dr. Kruse vertrat die Staatlichen Archive Bayerns in Bund-Länder-Gremien. Das Staatsarchiv Bamberg kann in den nächsten Monaten einen modernen Magazinbau einweihen. Die Vernetzung in der Region mit Archiven, Behörden, Gerichten, Bildungseinrichtungen und Schulen ist eine zentrale Aufgabe, die intensiviert werden wird.
28.09.2022-08.01.2023: Der Fürstbischof zieht in die Stadt - Die Anfänge der Würzburger Residenz vor 300 Jahren
Eine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen vom 28. September 2022 bis 8. Januar 2023 in der Würzburger Residenz. Dem 300. Jubiläum der Grundsteinlegung der Würzburger Residenz am 22. Mai 1720 widmen das Staatsarchiv Würzburg und die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen eine kleine Ausstellung. Die eigentlich für das Jubiläumsjahr 2020 geplante Ausstellung musste auf Grund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden und ist daher nun mit zwei Jahren Verspätung in den Räumen der Würzburger Residenz zu sehen. Die Würzburger Residenz ist ein Bauwerk von europäischem Rang. Als barocker Profanbau aus einem Guss zählt sie zum Weltkulturerbe. Ihre prachtvolle Ausstattung entsprang dem Repräsentationsbedürfnis, dem Machtbewusstsein und dem "Baufieber" der Würzburger Fürstbischöfe aus dem Hause Schönborn. Dank ihrer Kontakte planten und arbeiteten die einflussreichsten Architekten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation am Bau der Residenz mit, unter ihnen Johann Dientzenhofer und der bis dahin unbekannte Ingenieursoffizier Balthasar Neumann. Die Grundsteinlegung am 22. Mai 1720 bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung zur Baugeschichte. Die Stationen beleuchten die Planung und den Bau der Residenz bis zu ihrer Einweihung. Näher vorgestellt werden die am Bau beteiligten Künstler, Architekten und Handwerker. Ein weiteres Schlaglicht richtet sich auf das höfische Leben in Würzburg nach dem Bezug der Residenz durch den Hofstaat. Gezeigt werden 30 Exponate aus den Beständen des Staatsarchivs Würzburg sowie einige Leihgaben aus anderen Einrichtungen (Museum für Franken, Staatsarchiv Bamberg). Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen beteiligt sich mit mehreren großen Porträtgemälden von Fürstbischöfen aus dem Hause Schönborn. Die Ausstellung ist vom 28. September 2022 bis 8. Januar 2023 in der Würzburger Residenz, Residenzplatz 2, 97070 Würzburg (mit Eintritt, zu den dort üblichen Öffnungszeiten) zu sehen: https://www.residenz-wuerzburg.de>>> Das Staatsarchiv Würzburg bietet kostenlose öffentliche Führungen zu folgenden Terminen an: 12. Oktober, 11.00 Uhr 26. Oktober, 16.00 Uhr 16. November, 11.00 Uhr 30. November, 15.00 Uhr 14. Dezember, 11.00 Uhr Anmeldungen unter poststelle@stawu.bayern.de oder Tel.: (0931)35529-40 Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de (Pressebilder in höherer Auflösung können angefordert werden). BR-Radio-Beitrag zur Ausstellung: https://www.br.de/nachrichten/bayern/ausstellung-zeigt-anfaenge-und-bau-der-wuerzburger-residenz,TIds9h6>>> Zur Ausstellung liegt ein kleiner Ausstellungskatalog vor: Der Fürstbischof zieht in die Stadt. Die Anfänge der Würzburger Residenz vor 300 Jahren. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Konzeption und Bearbeitung: Ingrid Heeg-Engelhart, Hannah Hien, Jens Martin, Klaus Rupprecht u.a. Mit einer Einleitung von Stefan Kummer (Staatliche Archive Bayerns - Kleine Ausstellungen 61), München-Würzburg 2020, ISBN 978-3-938831-94-6, 100 S., zahlr. SW-Abb.; Verkaufspreis 6,00 Euro Veröffentlicht am 27.09.2022 Zugehörige Dateien Pressemitteilung [PDF-Datei].
17.10.2022-13.01.2023: Hitlers Zug nach Coburg - Der Deutsche Tag von 1922
Eine Ausstellung der Historischen Gesellschaft Coburg, des Staatsarchivs Coburg und der Landesbibliothek Coburg beleuchtet die Umstände von Hitlers Auftreten in Coburg im Jahr 1922. Sie ist noch bis zum 13.1.2023 zu sehen. Am 14. und 15. Oktober 1922 traten Adolf Hitler und mit ihm 650 SA-Männer beim Dritten Deutschen Tag in Coburg zum ersten Mal in größerem Stil außerhalb von München auf. Die Zusammenkunft verschiedenster vaterländischer und völkischer Verbände wurde letztlich von Hitlers SA dominiert, welche nach heftigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten für sich beanspruchte, Coburg vom „roten Terror“ der Arbeiterschaft befreit zu haben. Das Ereignis fand deutschlandweit große Beachtung und war ein Vorgriff auf das Krisenjahr 1923, an dessen Ende der Hitlerputsch stand. Als „Markstein der Bewegung“ sollte es fortan fest in den Parteimythos der NSDAP eingefügt werden. Die Ausstellung der drei Einrichtungen will die Umstände von Hitlers Auftreten in Coburg beleuchten, wichtige Protagonisten und Schauplätze präsentieren und die Bedeutung des Ereignisses für Coburg und die Geschichte der NSDAP herausstellen. Ort: Foyer des Staatsarchivs Coburg, Herrngasse 11. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-13.30 Uhr; Laufzeit 17.10.2022-13.1.2023; geschlossen 26.-30.12.2022, 6.1.2023. Eingestellt 10.10.2022, aktualisiert 21.10.2022