Die Staatlichen Archive Bayerns

Zweites Leben im Buch- oder Aktendeckel – Zeitreise durch Pergament- und Papiermakulaturen

Zweites Leben im Buch- oder Aktendeckel – Zeitreise durch Pergament- und Papiermakulaturen

Eine Ausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, bearbeitet von Amelie Knittel

 

Die Wiederverwendung gebrauchter Gegenstände ist kein Phänomen der Gegenwart: Schon früher setzten Menschen auf „Up‑ oder Recycling“. Pergament wurde im 17. Jahrhundert für Umschläge wiederverwendet, frühe Druckerzeugnisse dienten als Buchrücken, und nach dem Zweiten Weltkrieg notierte man oft auf der Rückseite bereits bedruckten Papiers.

Die Ausstellung zeigt eine kleine Reise durch Varianten der Wiederverwendung von Pergament und Papier im Kontext der Verwaltung und die dabei entstehenden Kuriositäten. Rund 20 Exponate aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Staatsarchiv München veranschaulichen insbesondere Art der Weiterverarbeitung, die Umstände dieses Vorgangs und die Inhalte der Stücke, die ein zweites Leben erhielten.

Zu sehen vom 10. Februar bis 7. März 2026 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, 1. OG, Schönfeldstraße 5, 80539 München.

 

 

 

Abb.: Ausstellungsplakat; Nicole Edwards, GDA.

Eingestellt am 10.02.2026.

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Der sechsfache Mord in Hinterkaifeck

Der sechsfache Mord in Hinterkaifeck

Am 4. April 1922 wurden auf dem einsam gelegenen Hof Hinterkaifeck sechs Leichen gefunden. Die Familie Gruber/Gabriel, darunter zwei Kinder, und ihre Magd starben an schweren Kopfverletzungen. Der Todeszeitpunkt wurde auf die Nacht vom 31. März 1922 zwischen 19 und 22 Uhr festgelegt. Die Mordwaffe, eine Reuthaue, fand man erst beim Abriss des Anwesens 1923 in einem Fehlboden. Bis 1930 wurden von der Münchener Polizei über 100 Ermittlungsverfahren durchgeführt, alle ohne Erfolg.  Die Frage nach der Täterschaft beschäftigt bis heute die Menschen. Stammte der Mörder aus der Nachbarschaft oder war er ein ortsfremder Durchreisender? Ein ausgebrochener Gefangener? Welche Person war in der Lage, eine ganze Familie auszulöschen? Die Ausstellung bietet Einblicke in die Umstände der Tat und die aufwendigen Ermittlungen. Die Exponate stammen aus Akten der Polizeidirektion München, die heute im Staatsarchiv München verwahrt werden, sowie dem Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt. Die Ausstellung wurde von Elena Hiemer im Rahmen des derzeit laufenden Vorbereitungsdienstes 2024/2027 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Hier geht es zum Ausstellungskatalog.   Bericht Merkur vom 18.03.2026   Abb.: Ausstellungsplakat; Benjamin Gerum, GDA. Eingestellt am 16.03., geändert am 18.03.2026.

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Max I. Joseph und die Frauen

Eine Ausstellung der Staatlichen Archive Bayerns in Kooperation mit dem Gymnasium Max-Josef-Stift, zu sehen vom 14. Oktober bis 19. Dezember 2025 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Ludwigstraße 14. Max I. Joseph, dessen Todestag sich am 13. Oktober 2025 zum 200. Mal jährt, war zweimal verheiratet und Vater von acht Töchtern. Die älteste Tochter Auguste wurde mit dem Stiefsohn Napoleons, Eugène de Beauharnais, verheiratet. Aus der zweiten Ehe stammten u.a. die spätere Erzherzogin Sophie von Österreich und Ludovika, die Mutter der nachmaligen Kaiserin Elisabeth von Österreich. Die Ausstellung thematisiert neben den weiblichen Familienmitgliedern um Max Joseph auch seine Bemühungen um eine zeitgemäße Mädchenbildung. Nach französischem Vorbild entstand das heutige Gymnasium Max-Josef-Stift. Der Geschichte der Schule und der seit 1989 bestehenden Schulpartnerschaft mit der Mädchenschule der Ehrenlegion in St. Denis sind eigene Ausstellungssequenzen gewidmet.   Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.