Die Staatlichen Archive Bayerns

Die München-Braunauer Eisenbahn. Planung und Bau einer bayerischen Staatsbahnstrecke

Eine kleine Ausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern
bearbeitet von Raphael Grünbeck
Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 23. Juni 2026, 10 Uhr
Staatsarchiv München ( ! ), Schönfeldstraße 3, 80539 München

Am Dienstag, 23. Juni 2026, wird im Staatsarchiv München die kleine Ausstellung „Die München-Braunauer Eisenbahn. Planung und Bau einer bayerischen Staatsbahnstrecke“ eröffnet. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2024/2027 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. 
Am 7. Dezember 1835 eröffnete die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth. Allerdings war auch 30 Jahre nach diesem offiziellen Beginn des Eisenbahnzeitalters in Bayern ein großes Gebiet im Südosten des Königreichs noch ohne Bahnanbindung. Zur Erschließung dieses „eisenbahnlosen Vierecks“ errichtete die staatliche Bahnverwaltung zwischen 1863 und 1871 eine Eisenbahnstrecke von München über Simbach nach Braunau. Als kürzeste Verbindung zwischen Paris, München und Wien wurde die neue Strecke von Beginn an für den hochwertigen in-ternationalen Fernverkehr konzipiert – eine Aufgabe, die sie letztlich nur für kurze Zeit erfüllte.
Die Ausstellung stellt die Planung und den Bau der München-Braunauer Eisenbahn als Beispiel einer in vielen Aspekten typischen bayerischen Hauptbahn vor. Dabei dokumentiert sie die verschiedenen Ideen und Widrigkeiten bei der Festlegung der Streckenführung, für die verschiedene Varianten diskutiert wurden. Zahlreiche Gemeinden bemühten sich in Petitionen um einen Bahnanschluss; schlussendlich wurde eine möglichst direkte und kostengünstige Trasse von München über Mühldorf an die österreichische Grenze bei Braunau gewählt. Auch die Verhandlungen über die Weiterführung der Strecke in Österreich gestalteten sich schwierig: Mangels Interesse der österreichischen Regierung musste ein privates Konsortium die Anschlussstrecke bauen.
1868 begannen die Bauarbeiten an der München-Braunauer Bahn. Um eine maximale Neigung der Strecke von 5 Promille einzuhalten, waren umfangreiche Erdarbeiten für Bahndämme und Einschnitte notwendig. Zur Querung von Wasserläufen und Straßen benötigte man mehrere große Flussbrücken und viele kleine Durchlässe. Entlang der Strecke entstanden 18 neue Bahnstationen mit verschiedenen Gebäuden für den Personen- und Güterverkehr sowie für betriebliche Funktionen.
Am 1. Mai 1871 nahmen die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen auf einem ersten Teilabschnitt den Betrieb auf, am 1. Juni 1871 ging schließlich die Gesamtstrecke von München über Simbach nach Braunau in Betrieb. Die ersten Fahrpläne zeigen auch einen internationalen Schnellzug auf der München-Braunauer Bahn. Seit dem frühen 20. Jahrhundert verkehren auf der Strecke nur noch Regional- und Güterzüge.


Die Ausstellung kann vom 23. Juni bis 10. November 2026 im Staatsarchiv München (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 3, 80539 München besucht werden.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30–16.30 Uhr, Freitag 8.30–13.00 Uhr.

Eintritt frei.

Allgemeine öffentliche Führungen: an den Montagen, 6. Juli, 13. Juli, 20. Juli, 27. Juli jeweils um 14 Uhr

 

Ausstellungsplakat

Ausstellungskatalog

Pressemitteilung

 

eingestellt am 23.6.2026

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Foto 1: Kaiser Ludwig IV. bestätigt die Privilegien der Reichsstadt Regensburg, Burglengenfeld 1331, Bild: Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Neue Virtuelle Ausstellung auf bavarikon unter Beteiligung der Staatlichen Archive Bayerns.

Neue Virtuelle Ausstellung auf bavarikon unter Beteiligung der Staatlichen Archive Bayerns. In einer neuen virtuellen Ausstellung auf bavarikon werden deutschsprachige Urkunden des römischen Königs und Kaisers Ludwig IV., genannt "der Bayer" (reg. 1314-1347, Kaiser seit 1328) in den Mittelpunkt gerückt. In seiner Regierungszeit nimmt die Bedeutung der deutschen Sprache in der königlichen Kanzlei zu. Nach seiner Regentschaft wurde die lateinische Königsurkunde zum Ausnahmefall. Die Ausstellung blickt außerdem auf die Entwicklung der Königsdiplome vor und nach Ludwig IV. und thematisiert frühe Beispiele für deutsche Texte im nicht königlichen Urkundenwesen. Landesgeschichtlich wertvolle Quellentexte dokumentieren die Kanzlei Ludwigs des Bayern in ihrer Pionierrolle für die Ausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache. Die virtuelle Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsarchivs Augsburg und der Lehrprofessur für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern der Universität Augsburg. Konzipiert wurde sie von Studierenden der Fächer Geschichte und Germanistik an der Universität Augsburg unter Leitung von Archivdirektor Dr. Thomas Engelke und der Professoren Klaus Wolf und Thomas Krüger. Hier geht es zur Ausstellung. Foto 1: Kaiser Ludwig IV. bestätigt die Privilegien der Reichsstadt Regensburg, Burglengenfeld 1331, Bild: Bayerisches Hauptstaatsarchiv Foto 2: Oberbayerisches Landrecht - BSB Cgm 1506, um Mitte 14. Jhd., Bild: Bayerische Staatsbibliothek Foto 3: Kaiser Maximilian I. verleiht dem Stadtgericht der Stadt Kempten ein Wappen, 1518, Bild: Staatsarchiv Augsburg

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Regensburg und seine jüdische Gemeinde im Mittelalter

Neue Virtuelle Ausstellung auf der Plattform bavarikon - Kultur und Wissensschätze Bayern, bearbeitet von Dr. Astrid Riedler-Pohlers.     Am Dienstag, 26. Oktober 2021, wurde in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns die neue virtuelle Ausstellung „Regensburg und seine jüdische Gemeinde im Mittelalter“ im Kulturportal bavarikon eröffnet. Beim Festakt sprachen Herr Staatsminister Bernd Sibler, MdL, Herr Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D., MdL, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe sowie Frau Ilse Danziger, Jüdische Gemeinde Regensburg und Vizepräsidentin des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Frau Dr. Astrid Riedler-Pohlers, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, die die Ausstellung erarbeitet hat, führte in die virtuelle Schau ein und stellte ausgewählte Exponate vor. Über den Link www.bavarikon.de/judentum-regensburg ist die Ausstellung ab dem 26. Oktober 2021 einsehbar. Die Veranstaltung wurde per Live-Stream übertragen. Das Projekt ist ein Beitrag der Staatlichen Archive Bayerns zum Jubiläumsjahr 2021 Jüdisches Leben in Deutschland: https://2021jlid.de. In der virtuellen Ausstellung wird die Geschichte der Juden im mittelalterlichen Regensburg erzählt. Welche Rahmenbedingungen prägten das jüdische Leben in dieser bedeutenden Stadt? Welche Beziehungen bestanden zwischen Juden und Christen? Welche Berufe übten sie aus und welche soziale Stellung hatten sie inne? So groß die Zahl an Quellen ist, so unterschiedlich sind die Themen, von denen sie erzählen. Urkunden, Siegel, hebräische Handschriften, Bilder, Karten, archäologische Funde und weitere besondere Stücke berichten von den jüdischen Regensburgern. Digitalisate aus den Beständen von elf Kultureinrichtungen erlauben es, diese einzigartigen Quellen virtuell in die Hand zu nehmen und Details zu erkunden. Sechs Kapitel zeigen, wie sich die jüdische Gemeinde Regensburgs entwickelt hat und wieso sie noch heute von so großer Bedeutung ist. Das jüdische Viertel und seine Bewohner werden dabei genauso vorgestellt wie deren Versorgungsmöglichkeiten mit Dingen des täglichen Bedarfs. Religi-on war das prägende Element im Mittelalter und das galt auch für die jüdische Gemeinde. Welche vielfältigen Tätigkeiten Juden ausübten, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienten und zu wem die jüdische Gemeinde in Kontakt stand, sind ebenso spannende Themen wie die Rechte und Pflichten, die Juden im mittelalterlichen Regensburg hatten. Von den Verfolgungswellen, denen die Juden Europas im Mittelalter ausgesetzt waren, blieb die jüdische Gemeinde Regensburgs weitgehend verschont. Zum Zeitpunkt ihrer Vertreibung im Jahr 1519 konnte sie daher – anders als die meisten anderen jüdischen Gemeinden – auf eine über 500-jährige Ansässigkeit in der Stadt zurückblicken. Die virtuelle Ausstellung lässt mit über 60 Exponaten in sechs Abschnitten die mittelalterliche Geschichte der jüdischen Gemeinde Regensburg lebendig werden. Alle Ausstellungsstücke, darunter auch hier erstmals zugängliche 3D-Digitalisate, werden in herausragender digitaler Qualität gezeigt. Die Ausstellung ist zu sehen unter www.bavarikon.de/judentum-regensburg. bavarikon ist das Internetportal zu Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern (www.bavarikon.de). Es macht das vielfältige kulturelle Erbe Bayerns weltweit kostenlos zugänglich und richtet sich sowohl an die breite kulturinteressierte Öffentlichkeit als auch an wissenschaftliche Nutzer und Nutzerinnen. Mittlerweile sind über 370 000 Inhalte von mehr als 110 Kultureinrichtungen online. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Staatsministeriums für Digitales. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden redaktionellen, technischen und organisatorischen Betrieb.   Eingestellt am 25.10.2021, zuletzt ergänzt am 29.10.2021

Csm Plakat Revolution-raeterepublik 623947379b

Revolution und Räterepubliken in Bayern 1918/19

Eine virtuelle Ausstellung auf bavarikon unter Beteiligung der Staatlichen Archive Bayerns. Zum 100. Geburtstag des Freistaats präsentiert bavarikon die spannende und dramatische Geschichte seiner Anfänge in einer virtuellen Ausstellung. Fünf chronologische Abschnitte und eine Vertiefungsebene bringen Ihnen die Revolutionsjahre 1918/19 näher. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschehnisse in der Hauptstadt München, die für ganz Bayern entscheidend waren. Zusätzlich werden die verschiedenartigen Entwicklungen in zehn weiteren Orten Altbayerns, Frankens und Schwabens einbezogen. 90 hochkarätige Exponate aus Archiven, Bibliotheken und Museen führen Ihnen die entscheidenden Veränderungen und Umwälzungen dieser Zeit vor Augen – mit all ihren bahnbrechenden Errungenschaften, aber auch den problematischen Begleiterscheinungen und Folgen. Hier können Sie die virtuelle Ausstellung besuchen!