Archive im Alten Reich als Herrschaftsinstrumente

2. Archivwissenschaftliches Fachgespräch der Staatlichen Archive Bayerns am 28. November 2019 in München

Foto: Doris Wörner, Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Foto: Doris Wörner, Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Archive waren nicht immer offene Stätten der Forschung. In den Zeiten des alten Reichs vor 1800 und noch zum Teil darüber hinaus galten sie vielmehr als Orte, die Zugangsbeschränkungen unterlagen. Die darin verwahrten Urkunden, Amtsbücher und Akten sicherten Rechts- und Herrschaftstitel und dokumentierten Vorgänge aus dem innersten Kreis der Herrschenden. In Zeiten, als die gesellschaftliche Ordnung auf Privilegien und Besitztiteln beruhte, galten Archive daher als Schatzkammern und Herrschaftsgaranten.

Um dieses Wechselspiel von Archiv und Herrschaft an konkreten Fallbeispielen zu erörtern, veranstaltet die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns am 28. November 2019 ein Fachgespräch unter dem Titel „Archive im alten Reich als Herrschaftsinstrumente“. Die Veranstaltung findet von 10 Uhr bis 16.20 Uhr in Raum 208 statt (Schönfeldstraße 5, 80539 München).

Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Archiven, Bibliotheken und der universitären Forschung gehen im diesjährigen Fachgespräch in drei Sektionen der Frage nach der besonderen Rechtsstellung von Archiven und Archivalien im Gegensatz zu behördlichen Registraturen nach, betrachten die Funktion der Archive und fragen, welche Bedeutung die mittels der archivalischen Quellen betriebene Geschichtsschreibung für die Herrschaftssicherung hatte. Die Tagung setzt damit die Reihe der archivwissenschaftlichen Fachgespräche der Staatlichen Archive Bayerns fort.

Es ergeht herzliche Einladung!