Gründung eines Notfallverbunds der Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen

Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen zwischen der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, dem Erzbistum Bamberg, der Stadt Bamberg, der Staatsbibliothek Bamberg und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Unterzeichnung der Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen in Notfällen am 14. Oktober 2019 - v.l.n.r.: . Monsignore Georg Kestel (Generalvikar des Erzbistums Bamberg) - Prof. Dr. Bettina Wagner (Leiterin der Staatsbibliothek Bamberg) - Andreas Starke (Oberbürgermeister der Stadt Bamberg) - Dr. Margit Ksoll-Marcon (Generaldirektorin der Staatlichen Archive) - Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert (Präsident der Otto-Friedrich-Universität) (Foto: Jürgen Schraudner, Stadtarchiv Bamberg)

Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Frau Dr. Margit Ksoll-Marcon, der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Herr Andreas Starke, der Generalvikar des Erzbistums Bamberg, Monsignore Georg Kestel, der Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Herr Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, und die Leiterin der Staatsbibliothek Bamberg, Frau Bibliotheksdirektorin Prof. Dr. Bettina Wagner, unterzeichneten am 14. Oktober 2019 im Stadtarchiv Bamberg die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen in Notfällen („Notfallverbund Bamberg“).

In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der permanente Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk.

Für den hoffentlich nie eintretenden Notfall sichern sich die Institutionen gegenseitige Unterstützung zu, um Ressourcen zu bündeln sowie die schnellere und effektivere Bergung und Erstversorgung der betroffenen Archivalien, Bücher und Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Für die beteiligten Institutionen ist der Schutz der von ihnen verwahrten Kulturgüter vor Feuer, Wasser, äußerer Gewalt oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen eine der wichtigsten Aufgaben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen ohne externe Hilfe oftmals überfordert sind, was große Katastrophen wie das Elbhochwasser 2002, der Brand in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 eindringlich veranschaulicht haben.

Der Notfallverbund Bamberg, der durch die Unterzeichnung dieser Vereinbarung gegründet wird, lädt ausdrücklich die Vertreter anderer Kulturinstitutionen im Stadtgebiet Bamberg zu einer künftigen Zusammenarbeit ein.

Weiter Informationen zur Arbeit von Notfallverbünden in Deutschland finden Sie unter: notfallverbund.de