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            • +Grafschaft Sponheim Urkunden
              • -1301-1350
                • 93 - Gerhard von Nassau (Nassow), Propst zu Aachen (Aqu - 1301 Januar 14
                • Vollansicht verbergen110 - Walram Graf von Zweibrücken (Geminoponte) und Rupr - 1304 September 27

                  Vollansicht Verzeichnungseinheit 110

                  Archiv Bayerisches Hauptstaatsarchiv
                  Bestandsbezeichnung: Grafschaft Sponheim Urkunden
                  Schriftcode: Latn
                  Bestellsignatur: BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 110
                  Sprachcode: lat
                  EAD-Archivaliengattung Urkunden
                  Bestellnummer: 110
                  Betreff(Titel): Walram Graf von Zweibrücken (Geminoponte) und Ruprecht Graf von Virneburg (Virnen-) entscheiden als gewählte Schiedsrichter zwischen Johann Grafen von Sp. [-Starkenburg] und Simon Grafen von Sp. nach dem Rat der Ritter Heinrich Herrn von Sp., Johann Herrn von Braunshorn, Heinrich gen. Cratz und Rudolf gen. vom Wald (de nemore) in den folgenden Streitpunkten: Wegen der Wälder bei Kostenz (Constenzen), Belg (Belliche) und Belgerstrut (Belcherstruit) wird ein Tag binnen 15 Tagen nach dem Montag vor Michaelis (28.09.) im Dorf Kostenz angesetzt. Johann kann dort durch den Eid von 3 glaubwürdigen Männern die Wälder an sich bringen; geschieht das nicht, haben Simons Leute in den folgenden 15 Tagen Gelegenheit, durch Eidesleistung von 7 Männern den Besitz zu übernehmen. Ensfried von Kostenz soll am Dienstag nach diesen 15 Tagen nach Briedel (Breydail) kommen; er erhält dazu freies Geleit; wird er verurteilt, hat er Genugtuung zu leisten; kommt er nicht, darf Simon ihn nur in seinen Burgen Kirchberg (Kirperg) und Kastellaun (Kestelun) schützen; Ensfried soll dort tun, was rechtens ist; außerhalb darf Graf Johann an Leib und Gut Ensfrieds greifen. Die Leute Simons, die zu Rißbach (Risbe) (a) wohnen, sollen ihm dienen vorbehaltlich der Rechte der Vögte wie der dortigen Lehnsherren (leinherren). Johann Sohn des Heinrich (Henonis) von Burg (Burge) verbleibt dem Grafen Simon, bis entschieden ist, ob er sich einem anderen Herren übergeben darf; in dieser Sache wird ein Tag vor Hermann von Alterkülz (Kulzce) (b) und dem Truchsessen Gottfried angesetzt am Montag nach den 15 Tagen. Kann Simon am selben Tag sein Recht an einer Frau zu Ruchenhausen (-husen) belegen (besetzen), behält er sie; andernfalls hat Johann acht Tage lang die Möglichkeit dazu. Johann von Braunshorn und Rudolf vom Wald sollen untersuchen, welcher der beiden Grafen bessere Rechte an den Kindern des "Cruil" hat; bis zur Entscheidung leisten diese keine Dienste; wer das bessere Recht hat, erhält die "besetzunge". Wegen des Bannweins zu Rohrbach (Roir-) (c), Wannenweiler (Wanwilre) (d) und Dickenschied (Dyckescheit) sollen der Truchseß Gottfried [von Enkirch] und Konrad von Maitzborn (Meynzburne) (e) eine Anhörung der Untertanen und Amtleute abhalten. Die 10 Mark, die Reinhard von Lewenstein (Lowin-) (f) für seinen Diener (famulo) Cuno verbürgt hat, sind zu zahlen, da der Termin verstrichen ist; sie werden Reinhard von dem abgezogen, was er Arnold Soin (g) schuldet. Wegen des zu Selbach (Seil-) ermordeten Mannes sind dem Grafen Johann 5 Pfund Heller zu je 30 Schilling zu zahlen, wenn offenkundig ist, daß dieser Johann Bede und Steuern gezahlt und Dienste geleistet hat; der Truchseß Gottfried und Konrad von Ruchenhausen sollen das an Michaelis in Erfahrung bringen; das Geld ist dann binnen 15 Tagen nach dem Sonntag nach Remigii (04.10.) dem Amtmann zu Kirchberg (h) zu zahlen. Die zu Enkirch (Enkerich) gefangenen Kirchberger Bürger sind freizulassen. Gottfried und Konrad sollen ihre Sache vor den Schöffen zu Kirchberg vorbringen; durch deren Spruch soll entschieden werden, ob Gottfried die versprochenen Pfänder zurückzugeben sind; wird festgestellt, daß diese Rückgabe nicht termingerecht erfolgt ist - deswegen waren die Bürger gefangengenommen worden -, erhalten Isenbard und Gottfried Schadensersatz; sonst haben sie den Schaden der Bürger wiedergutzumachen. Die Pfänder des "Linzcen" (i) werden zurückbehalten, bis er den geschuldeten Zins zahlt; dann sollen die Amtleute vor den zuständigen Hübnern und Geschworenen belegen, wieviel Zins aussteht; der Überschuß ist zurückzugeben. Walram von Dickenschied sind die Pfänder nach der Zahlung zurückzuerstatten. Die Amtleute Gottfried und Konrad sollen feststellen, ob der Sohn des Ludwig verletzt worden ist; das ist dann wiedergutzumachen; Konrad hat das zugesagt. Wenn für wahr erkannt wird, daß der Jude Svalre (k) Hartmud (l) und Gottfried verletzt hat, ist das ebenfalls wiedergutzumachen; Isaak hat das versprochen. Ludwig von Wirschweiler (Werchwilre) sind seine Schafe dort zurückzugeben, wo sie genommen wurden. Rudolf vom Wald und Gerhard von Sohren (Sorin) sollen binnen 3 Wochen feststellen, wem Kinder und Frau des Burkhard gehören; bis dahin soll niemand von ihnen Abgaben fordern. Der durch von Hochstetten (Hoefstalden) (m) Gefangene und seine Bürgen sind dahin zu bringen, daß er zum Termin an den Birken (n) erscheint. Wegen des Herbergsrechtes zu Wahlenau (Walenawen) soll durch Anhörung von nicht Betroffenen geklärt werden, ob die Vorfahren Johanns dieses Recht bereits besessen haben; dann steht es auch Johann zu. Die Beamten der beiden Grafen sollen prüfen, ob im Allod Johanns zu Reichweiler (Rychwilre), Gemünden (Gemunde) und anderswo zu Unrecht Hühner gefordert worden sind; gegebenenfalls sind sie zurückzuerstatten. Die Amtleute Gottfried und Konrad sollen über Herbord von Lautzenhausen (Lutenhusen) (o) Nachforschungen anstellen. Kann Graf Johann durch den Eid glaubwürdiger Männer belegen, daß er dem Juden Jakob von Kirchberg seine Schulden zurückgezahlt hat, ist er dessen ledig; sonst hat er den Verpflichtungen seiner Urkunde nachzukommen. Der Amtmann des Grafen Simon hat binnen 15 Tagen dem des Grafen Johann 10 Mark für die zu Kostenz verwundeten Leute zu zahlen. Alle noch nicht entschiedenen Punkte sollen von den Ausstellern bis Martini (11.11.) beigelegt werden. Die Grafen stellen einander Bürgen für die Einhaltung der aufgezählten Verpflichtungen. Graf Simon stellt seinem Verwandten Graf Johann als Bürgen: seinen Onkel (patruum) Heinrich Herrn von Sp., seine Brüder Emich Archidiakon zu Lüttich (Leodien.) und Johann Grafen von Sp., den Raugrafen Heinrich (p), Heinrich Herrn von Hohenfels (Hoenvels), Johann Herrn von Waldeck (Walthecken), die Ritter Otto von Schönburg (Schonen-) und Rudolf vom Wald sowie die Knappen Wilhelm von Rehborn (Roirburc) und Richard gen. Trippel (Crippil); werden diese durch offene Briefe gemahnt, haben sie mit einem Diener zum Einlager nach Enkirch oder Trarbach (Troinre-) zu kommen und zu bleiben, bis Graf Simon Genugtuung geleistet hat. Derjenige, dem Unrecht geschieht, soll das den Ausstellern melden; er darf die Bürgen nicht selbst mahnen. Die Aussteller geben dem Betroffenen zunächst einen Monat Frist zur Wiedergutmachung; erst dann sollen die Bürgen gemahnt werden. Graf Walram siegelt; dieses Siegels bedient sich auch Graf Ruprecht, der sein Siegel nicht bei sich hat. (a) Lesart in B: "Rislo". (b) Lesart in B: "Kulzer". (c) Lesart in B: "Poirbach". (d) Lesart in B: "Werewilre". (e) Lesart in B: Mayzburne. (f) Lesart in B: "Lewinstein". (g) Lesart in B: Nachname fehlt (Lücke). (h) Lesart in B: "Kyr-/Kirperg". (i) Lesart in B: "Binczen". (k) Lesart in B: "Vallre". (l) Lesart in B: Hartlin. (m) Lesart in B: "Hoefstalden". (n) Lesart in B: "Bruken". (o) Lesart in B: "Lucenhusen". (p) Lesart in B: Vorname fehlt (Lücke). (1) Johann Herr von Braunshorn, Thilmann Herr von Heinzenberg, Johann Vogt von Rhaunen, Heinrich von Sp. genannt von Bacharach, Heinrich gen. Cratz, Wilhelm von Kröv, Wilhelm gen. Porreiz, Winand gen. Beheimer, alle Ritter, sowie die Knappen Heinrich gen. Bayer [von Boppard] und Johann von Bruch.
                  Originaldatierung: "Datum dominica proxima ante festum beati Michaelis apud Dylle a. d. 1304."
                  Äußere Beschreibung: Abschr.: M Gft. Sp. U 110 (A). KA 67/119 fol. 57 (B). Reg.: Pöhlmann/Doll Nr. 456 (nach der Gegenurk. mit den Bürgen des Grafen Johann; M Zweibrücker U 31 (1)).
                  Laufzeit: 1304 September 27
                  Ausstellungsort: Dill
                  Provenienz: Grafschaft Sponheim
                  Archivische Altsignatur: Sp. U 154, beglaubigt, 1791, mit Nachzeichnung des Siegels
                  Art des Schutzmediums: Digitalisat Digitalisat
                  Fundort/Signatur des Schutzmediums: Digitaler Langzeitspeicher Online-Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns
                  Medium: A = Analoges Archivale
                  _uuid_: fec1af56-cb5e-462b-8601-dfa48ef49c1f
                  Laufzeit: 1304 September 27
                  Ausstellungsort: Dill
                  Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
                  Digitalisate: Link zum frei verfügbaren Digitalisat
                • 94 - Gerhard Erzbischof von Mainz (Magunt.), des Heilig - 1301 April 7
                • 95 - Die Raugrafen Ruprecht und Heinrich, Gebrüder, sch - 1301 April 10
                • 96 - Simon Graf von Sp. bekundet, mit Rat seines Bruder - 1301 Mai 3
                • 97 - Johann Graf von Sp. bekundet, mit Rat seines Brude - 1301 Mai 3
                • 98 - Simon Graf von Sp. kommt mit seinem Bruder Johann - 1301 Mai 12
                • 99 - Johann Graf von Sp. kommt mit seinem Bruder Simon - 1301 Mai 12
                • 100 - Simon Graf von Sp. regelt mit Rat seiner Ritter un - 1301 Mai 12
                • 101 - Johann Graf von Sp. regelt mit Rat seiner Ritter u - 1301 Mai 12
                • 102 - Graf Simon und Graf Johann, Emich Archidiakon zu L - 1301 Mai 12
                • 103 - Gerhard (Ger.) Erzbischof von Mainz (Magunt.), des - 1301 Juli 8
                • 104 - Ruprecht Graf von Virneburg (Virnen-), Johann Herr - 1302 Januar 19
                • 105 - Der Römische König Albrecht verspricht, Simon Graf - 1302 Juni 13
                • 107 - Dieter Graf von Katzenelnbogen (Catzinelinbog.) ve - 1303 Mai 31
                • 108 - Johann Graf von Sp. gelobt, falls sein Bruder Simo - 1303 September 15
                • 109 - Die Brüder Simon und Johann Grafen von Sp. bekunde - 1304 Juli 13
                • 111 - Dietrich Herr zu Monschau (Monyoye) und Valkenburg - 1304 Oktober 1
                • 112 - Simon Graf von Sp. bekunde: zwischen Johann Herrn - 1304 November 11
                • 113 - Imagina Frau von Geroldseck (-eckin) und ihr Sohn - 1304 Dezember 14
                • 114 - Johann Graf von Sp. Herr zu Starkenburg (-berch), - 1305 November 18
                • 115 - Der Knappe Otto von Bolanden (Bolandia), Reichstru - 1305 Dezember 6
                • 116 - Johann von Braunshorn (Brunß-), Lehnherr zu Senhei - 1305 Dezember 13
                • 117 - Imagina, Witwe des Walter Herrn von Geroldseck (Ge - 1305 Dezember 26
                • 118 - Landgraf Heinrich, Herr des Landes Hessen (Hassie) - 1305
                • 119 - Rudolf Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Bayern ( - 1306 Mai 30
                • 120 - Der Römische König Albrecht erlaubt Rainald Herrn - 1306 Juli 26
                • 121 - Johann Herr von Braunshorn (Bruins-) (a) bekundet, - 1307 März 15
                • 122 - Der Römische König Albrecht präsentiert [Degenhard - 1307 Oktober 31
                • 123 - Der Römische König Albrecht bekundet, den Robert G - 1307 November 15
                • 124 - Da es wegen der Gefahren des Meeres und der schwie - 1308 Februar 2
                • 124/a - Papst Alexander IV. an die Teilnehmer des Zuges ge - 1258 Mai 11
                • 125 - Rat (consules) und Bürger zu Oppenheim (-heimenses - 1308 Mai 20
                • 126 - Abt Johann und der Konvent des Zisterzienserkloste - 1308 Mai 28
                • 127 - Der Ritter Hugo gen. Slump von Zweibrücken (Gemino - 1308 Juli 20
                • 128 - Gerhard, Generalprior des Karmeliterordens, gewähr - 1308 Juli 26
                • 129 - Emmerich Erwählter und Bestätigter zu Worms (Worma - 1308 November 7
                • 130 - Gerhard Graf von Jülich (Juliacen.) bekundet: der - 1311 Januar 22
                • 131 - Heinrich Erzbischof von Köln (Colon.), des Heilige - 1311 Mai 15
                • 132 - Johann Propst zu Ravengiersburg (Ravengiresberg) b - 1311 September 21
                • 134 - Rudolf Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern (B - 1311 Oktober 21
                • 135 - Rainald Herr von Monschau (Monyoye) und Valkenburg - 1312 April 11
                • 136 - Heinrich Erzbischof von Köln (Colon.) bekundet, se - 1312 August 4
                • 137 - Heinrich Erzbischof von Köln (Colon.) fordert sein - 1312 August 4
                • 138 - Heinrich Bischof von Trient (Tridentin.), Reichska - [1313] Juni 8
                • 139 - Der Römische Kaiser Heinrich teilt Dekan und Kapit - 1313 Juni 15
                • 140 - Heinrich Bischof von Trient (Tridentinus), Reichsk - 1313 Juni 17
                • 141 - Heinrich Erzbischof von Köln (Colon.) bekundet, da - 1313 August 10
                • 143 - Leopold Herzog von Österreich (Osterrich) und Stey - 1314 April 28
                • 144 - Leopold Herzog von Österreich (Austrie) und Steyr - 1314 Mai 12
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