Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-0a71f5c8-65f1-402a-b75b-6258159bef9f9 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 261 |
| Archivische Altsignatur: |
Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1347 Dezember 19 / I |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Johannes ("Hane") von Bütthard und sein Sohn Johannes, Bürger zu Würzburg, beurkunden: Ihr Vater bzw. Großvater Isenhart [von Bütthard] hatte ihrer Schwester Elisabeth [von Bütthard] genannt Isenhartin, Nonne im Kloster Himmelspforten bei Würzburg, eine jährlich Gült von 5 Malter Roggen ("korn") verschrieben. Diese Gült reicht man jährlich von dem halben Vorwerk in dem Dorf Kürnach ("Kurnach"), das derzeit Kunigunde ("Kunne") Etleuberin zu Erbrecht bewirtschaftet und dessen andere Hälfte dem Herrn Franciscus, Priester in Würzburg, gehört. Diese Gült sollte nach dem Tod der Elisabeth an Johannes, seinen Sohn und ihre Erben zurückfallen. Diese haben sich die Sache aber nun anders überlegt und übertragen gemeinsam Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten das halbe Vorwerk und die Gült. Die Gült soll man der Elisabeth von Bütthard reichen, solange sie am Leben ist. Nach ihrem Tod fällt sie an das Kloster. Dafür soll man dann im Kloster jedes Jahr am 11. August ("an dem nehsten tage noch sant Laurencien tage") einen Jahrtag mit Vigilien und Seelmessen, wie dies im Kloster üblich ist, für Isenhart von Bütthard, seine Ehefrau Mechthild ("Meckel") sowie für Johannes von Bütthard und seinen Sohn Johannes halten. Wird der Jahrtag nicht am festgelegten Tag gehalten, soll man ihn an einem anderen Tag im Jahr nachholen. Bleibt der Jahrtag aber ein ganzes Jahr lang ungefeiert, dann fallen Gült und das halbe Vorwerk an das Kloster Ebrach, wo man dann den Jahrtag begehen soll. Johannes von Bütthard und sein Sohn verzichten mit Mund, Hand und Halm auf die Gült und das Gut und alle ihre Rechte daran und übertragen diese dem Kloster Himmelspforten. Gleichzeitig haben sie Kunigunde Etleuberin mitgeteilt, dass sie das halbe Vorwerk künftig vom Kloster Himmelspforten zu Erbrecht besitzt und dass sie die Gült dem Kloster liefern soll. Sie verzichten auf alle ihre Rechte an dem Gut und versprechen, die Stiftung beständig aufrechzuerhalten und mit keinerlei Mitteln dagegen vorzugehen. Auf ihre Bitte hin siegelt der Offizial, Richter des geistlichen Gerichts vor der Roten Tür in Würzburg. |
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| Laufzeit: | 1347 Dezember 19 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Regest: Hoffmann, Himmelspforten, Nr. 279 S. 280f. |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Würzburg, Bürger ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Nonne ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Offizial ; Würzburg, Pfarrei, St. Peter, Pfarrer ; Würzburg, Vorstadt, Sand ; Kürnach (Lkr. Würzburg), Vorwerk ; Kürnach (Lkr. Würzburg), Dorf ; Kürnach (Lkr. Würzburg), Beständner ; Ebrach (Lkr. Bamberg), Kloster |
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| Personennamen: | Bütthard, Johannes d. Ä. von ; Bütthard, Johannes d. J. von ; Bütthard, Isenhart von ; Bütthard genannt Isenhartin, Elisabeth von, Kloster Himmelspforten, Nonne ; Bütthard, Mechthild von ; Etleuberin, Kunigunde, Kürnach ; Franciscus, Würzburg, Priester ; Sandhof, Rugger vom, Würzburg, Bürger ; Sandhof, Ecko vom, Würzburg, Bürger ; Freudenreich, Friedrich, Würzburg, Bürger ; Blorock, N., Weinmesser ; Heilmann von Weikersheim, Konrad, Schreiber |
| Sachbegriffe: | Bürger, Würzburg ; Nonne, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Vorwerk, Kürnach (Kr. Würzburg) ; Dorf, Kürnach (Kr. Würzburg) ; Beständner, Kürnach (Kr. Würzburg) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Kloster, Ebrach (Kr. Bamberg) ; Offizial, Würzburg ; Pfarrer, Würzburg, Pfarrei, St. Peter ; Vorstadt, Würzburg, Sand |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | sub Himelpforten (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. 117 (18. Jh.)<BR/>N. 264 (18. Jh.) |
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