Die Staatlichen Archive Bayerns

Aktuelles

Veranstaltungshinweise, Pressemitteilungen, Neues aus den Staatlichen Archiven Bayerns

Nahaufnahmen - verlängert bis 17. April 2026

Unbekannte Skizzen vom Hitler-Ludendorff-Prozess 1924 und ihr Zeichner Otto D. Franz Eine Ausstellung des Staatsarchivs München, zu sehen vom 26. November 2025 bis 17. April 2026. Mit dem Nachlass des Anwalts und Künstlers Otto D. Franz (1871–1963) übernahm das Staatsarchiv München 2024 eine außergewöhnliche zeitgenössische Quelle: Gerichtszeichnungen vom Hitler-Ludendorff-Prozess des Jahres 1924. Franz begleitete das Verfahren als Zeichner für zwei illustrierte Zeitschriften. In seinen Skizzen hielt er Richter, Angeklagte, Staatsanwälte, Zeugen sowie die Atmosphäre im Gerichtssaal visuell fest. Der Nachlass umfasst weitere Skizzenbücher, private Fotoalben und persönliche Dokumente. Sie gewähren Einblick in das Leben eines erfolgreichen Juristen, leidenschaftlichen Musikfreundes und talentierten Künstlers. In der Ausstellung präsentiert das Staatsarchiv München bislang unveröffentlichte Nahaufnahmen aus dem sogenannten Hitler-Prozess und geht der Frage nach: Wer war der Mann hinter den Zeichnungen? Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Eintritt frei.   Öffnungszeiten: Mo. – Do. 8:30 bis 16:30 Uhr Fr. 8:30 bis 13 Uhr Hier finden Sie die Pressemitteilung

Historisch bedeutende Schülerakten für die Forschung gesichert: Gedenken an Christoph Probst und Alexander Schmorell

Am Mittwoch, den 18. März 2026 erfolgt in der Aula des Münchner Albert-Einstein-Gymnasiums die feierliche Enthüllung der Büsten zur Erinnerung an die ehemaligen Schüler Christoph Probst (1919–1943) und Alexander Schmorell (1917–1943). Beide sind 1943 als Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose in München-Stadelheim hingerichtet worden. Ihre Schülerakten werden bis heute in der Schule in München-Harlaching aufbewahrt, zusammen mit unzähligen weiteren ab dem Jahrgang 1901. Im Rahmen der Festveranstaltung wird auch die Zukunft dieser historisch bedeutenden Unterlagen geregelt: Im Stadtarchiv München werden sie künftig fachgerecht gesichert und erhalten und stehen damit für Forschungen aller Art und für Erinnerungsarbeit zur Verfügung. Dass das staatliche Gymnasium seine Unterlagen nicht an das Staatsarchiv München, sondern an das Stadtarchiv München übergibt, wird durch eine Vereinbarung ermöglicht, die das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus mit der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns getroffen hat. Staatliche und kommunale Archive können so bei der Sicherung der Schularchive eng zusammenarbeiten, um die jeweils beste Archivierungslösung zu finden. Im Rahmen der Festveranstaltung wird daher der Archivierungsvertrag durch die Schulleiterin Marion Freytag und durch die beiden Archivleiter Dr. Daniel Baumann, Stadtarchiv M&u

Der sechsfache Mord in Hinterkaifeck

Am 4. April 1922 wurden auf dem einsam gelegenen Hof Hinterkaifeck sechs Leichen gefunden. Die Familie Gruber/Gabriel, darunter zwei Kinder, und ihre Magd starben an schweren Kopfverletzungen. Der Todeszeitpunkt wurde auf die Nacht vom 31. März 1922 zwischen 19 und 22 Uhr festgelegt. Die Mordwaffe, eine Reuthaue, fand man erst beim Abriss des Anwesens 1923 in einem Fehlboden. Bis 1930 wurden von der Münchener Polizei über 100 Ermittlungsverfahren durchgeführt, alle ohne Erfolg.  Die Frage nach der Täterschaft beschäftigt bis heute die Menschen. Stammte der Mörder aus der Nachbarschaft oder war er ein ortsfremder Durchreisender? Ein ausgebrochener Gefangener? Welche Person war in der Lage, eine ganze Familie auszulöschen? Die Ausstellung bietet Einblicke in die Umstände der Tat und die aufwendigen Ermittlungen. Die Exponate stammen aus Akten der Polizeidirektion München, die heute im Staatsarchiv München verwahrt werden, sowie dem Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt. Die Ausstellung wurde von Elena Hiemer im Rahmen des derzeit laufenden Vorbereitungsdienstes 2024/2027 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet.   Zu sehen vom 17. März bis 10. April 2026 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, 1. OG, Schönfeldstraß