Fritz Gerlich. Erbitterter Gegner der Nationalsozialisten
Am Dienstag, 21. April 2026, wird im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die kleine Ausstellung „Fritz Gerlich. Erbitterter Gegner der Nationalsozialisten“ eröffnet. Nachgezeichnet wird der Lebensweg des Archivars und Journalisten Fritz Gerlich (1883-1934), der wegen seiner politischen Auffassungen durch die Nationalsozialisten ermordet wurde. Mit der Übernahme des Chefredakteurspostens der „Münchner Neuesten Nachrichten“ machte Gerlich 1920 einen Karrieresprung. In dieser Zeit sympathisierte er mit dem aufkommenden Nationalsozialismus, von dem er sich allerdings nach dem Hitler-Putsch abwandte. Ende der 1920er Jahre geriet Gerlich in eine psychische, geschäftliche und familiäre Krise. Als die stigmatisierte Mystikerin aus Konnersreuth, Therese Neumann, zum Tagesthema der bayerischen Bevölkerung wurde, hielt Gerlich die Geschehnisse für einen Schwindel und wollte die Vorgänge durch einen Besuch widerlegen. Doch er kam verändert aus Konnersreuth zurück und ließ sich katholisch taufen 1930 kaufte und politisierte Fritz Gerlich die Wochenzeitung „Illustrierter Sonntag“. Mit Hilfe der Zeitung wollte er die Bevölkerung über die Gefahren des Kommunismus und des Nationalsozialismus aufklären - der verzweifelte Versuch, Mitbürger und Politiker wachzurütteln. 1932 änderte er den Namen der Zeitung in „Der Gerade Weg. Deutsche Zeitung für Wahrheit und