Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1401-1450
URN: urn:nbn:de:stab-19454b01-a4f3-40c1-89c0-ae4dafcb61c18
Bestellsignatur: BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 1260
Archivische Altsignatur:

Rheinpfälzer U 5833, Straßburg E 5148/147

Beschreibung des Archivales

Betreff:

1436, im 14. Jahr der Indiktion und im 6. Regierungsjahr Papst Eugens IV. "in dem mande zu latin genant Marcio uff den nuntzehenden dag" zur Zeit der Non saß im Gerichtshaus zu Kreuznach (Crutzenach) in Anwesenheit des unterzeichneten Notars und der genannten Zeugen Johann Graf von Wertheim als Obmann der Streitigkeiten zwischen Ludwig Pfalzgrafen bei Rhein und Johann Grafen zu Sp. zu Gericht. Pfalzgräfliche Beisitzer waren Friedrich Bischof von Worms (Wormß) und Michael Graf von Wertheim, gräfliche der Ritter Johann (Hans) von Stadion (Stadien) und Friedrich von Steinkallenfels (Steine). Als Fürsprecher des Grafen erklärte Konrad von Freyberg (Friberg) zu Waal (Wale), daß der Graf die Urteile akzeptieren und durchführen wolle. Emich Graf von Leiningen (Lyningen) als pfalzgräflicher Fürsprecher verlas die Schiedsurkunde; als letzten Punkt enthielt diese die Feststellung, daß die Urkunde den Verschreibungen und dem Burgfrieden unschädlich sein solle. Einige der Urteile verstießen aber gegen die Schenkungs-, die Burgfriedens- oder die Schlichtungsurkunde des Erzbischofs Otto von Trier (Triere). Pfalzgraf Otto, Philipp Graf zu Katzenelnbogen und andere Räte des Pfalzgrafen wollten nur die Punkte akzeptieren, die nicht dagegen verstoßen; die anderen sollten ungültig sein; sie beriefen sich auf Anweisungen, darüber nicht mehr zu verhandeln. Der gräfliche Fürsprecher stellte noch einmal fest, daß der Graf alle Urteile annehmen wolle, ob sie für ihn von Vorteil seien oder nicht. Der Obmann und die Ratleute hätten die erwähnten Urkunden gekannt und dennoch so geurteilt. Wenn diese, die ja anwesend waren, sich noch einmal zur Durchführung der Urteile äußerten, werde der Graf dem nachkommen. Das lehnte Graf Emich ab; er verbot Obmann und Ratleuten solche Urteile. Dann verließen die pfalzgräflichen Räte die Versammlung. Auf Bitten des Konrad von Freyberg wurde darüber ein Instrument angefertigt; Konrad wollte den gräflichen Standpunkt festgehalten wissen und rief den Obmann um Beistand an. Zeugen: Friedrich Graf zu Moers (Morse), Friedrich von Dudeldorf (Dudelndorff), Doktor beider Rechte (1), der Ritter Friedrich Greiffenklau von Volrads (Volraitzs), Adam von Allendorf (Aldendorff), Vizedom im Rheingau (Ringauwe), Johann von Eynenberg, Konrad von Lomersheim (Lumerß-) und andere. Nikolaus Russe von Uhler (Owilr), Kleriker Trierer Bistums und im Bistum Mainz (Mentze) zugelassener Notar, ist bei allem anwesend gewesen, hat alles gehört, durch einen anderen das Instrument schreiben lassen, mit Namen und Signet versehen. (1) Friedrich von Dudeldorf, (2) Friedrich von Greiffenklau, (3) Johann von Eynenberg und (4) Konrad von Lomersheim kündigen ihre Siegel an. (1) Offizial zu Trier.

Laufzeit: 1436 März 19
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Bilder: 3 Bilder
Ausstellungsort: Kreuznach

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Grafschaft Sponheim Urkunden