Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-1db92f75-1959-4def-b133-becbeff22cca8 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Johanniterorden Kommende Würzburg Urkunden 242 |
| Archivische Altsignatur: |
Johanniterorden, Kommende Würzburg Urkunden 1345 Januar 24 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Der Komtur Konrad Fuchs und die Brüder der Johanniterkommende in Würzburg hatten wegen drückender Schulden dem Magister Konrad von Mainz einen jährlichen Zins in Höhe von 30 Pfund Heller auf Wiederkauf veräußert. Diesen Zins wollten sie später gerne ablösen. Da der Kommende das dafür benötigte Kapital fehlte, hat ihr Mitbruder Heinrich von Speyer diesen Zins um 300 Pfund Heller für die Kommende zurückerworben. Sie übertragen ihm daher diesen Zins auf Lebenszeit in folgender Form: Sie werden dem Heinrich von Speyer oder seinem Verwalter in diesem Jahr die Erträge ihres Hofes in Bibergau ("Bybirgew"), den die Johanniter im Eigenbau bewirtschaften, nämlich 80 Malter Roggen ("siligo") und 20 Malter Weizen, auf ihre Kosten in einen Kornspeicher in Würzburg liefern. Heinrich von Speyer oder sein Verwalter können dieses Getreide bei Bedarf veräußern, so dass sie von dem Erlös jährliche Einkünfte in Höhe von 15 Pfund Heller am 11. November ("in festo Martini") und 15 Pfund Heller am 2. Februar ("in festo Purificacionis Virginis gloriose") erwerben können. Der Rest des Erlöses soll an die Kommende fließen. Von diesen 30 Pfund Heller soll man dem Priesterbruder Johannes von "Thutenhouen" jährlich am 11. November 6 Pfund Heller als Leibrente ausbezahlen, sofern dieser den Heinrich von Speyer überlebt. Nach dem Tod der beiden fällt der Zins dann an die Kommende. Der Komtur und die Brüder müssen davon aber jedes Jahr am 11. November 2 Pfund Heller ihren kranken Mitbrüdern in der Infirmarie der Kommende über der neuen Stube geben. Sollte der Hof in Bibergau aufgrund höherer Gewalt das Getreide nicht erwirtschaften können, dann wird Heinrich von Speyer dieses von der Kommende in Biebelried erhalten. Sollten sich die Johanniter daran nicht halten, dann fällt der Hof in Bibergau mit allen Zugehörungen an das Bürgerspital ("Nouum Hospitale") außerhalb der Mauern von Würzburg. Die Komture Konrad von Neuenstein zu Schwäbisch Hall und Otto von Hessberg zu Büchold als Balleier ("baiulii") in Franken siegeln zur größeren Sicherheit mit. |
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| Äußere Beschreibung: |
S 4: Otto von Hessberg; an Pergamentstreifen anhängend, leicht besch. |
| Laufzeit: | 1345 Januar 24, Würzburg |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 36 |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Würzburg, Johanniterkommende, Komtur ; Würzburg, Johanniterkommende, Brüder ; Würzburg, Johanniterkommende, Infirmarie ; Würzburg, Johanniterkommende, Prior ; Würzburg, Johanniterkommende, Priesterbruder ; Würzburg, Spital, Bürgerspital ; Bibergau (Stadt Dettelbach/Lkr. Kitzingen), Hof ; Biebelried (Lkr. Kitzingen), Johanniterkommende ; Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg), Johanniterkommende, Komtur ; Büchold (Stadt Arnstein/Lkr. Main-Spessart), Johanniterkommende, Komtur ; Franken, Johanniterorden, Balleier |
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| Personennamen: | Mainz (Rheinland-Pfalz), Konrad von ; Speyer, Heinrich von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Thutenhofen, Johannes von, Johanniterorden, Priesterbruder ; Neuenstein, Konrad von, Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg), Johanniterkommende, Komtur ; Hessberg, Otto von, Büchold, Johanniterkommende, Komtur ; Randersacker, Friedrich von, Würzburg, Johanniterkommende, Prior ; Holzschuh, Konrad, Würzburg, Johanniterkommende, Priesterbruder ; Polen, Johannes von, Würzburg, Johanniterkommende, Priesterbruder ; Castell, Heinrich von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Hersfeld, Dietrich von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Durenheim, Eckebrecht von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Nürnberg, Kristan von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | B xxxviii (16. Jh.)<BR/>(gestrichen:) N. viii (18. Jh.)<BR/>No. 8 (18. Jh.) |
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