Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-23d4cfa8-5d96-439c-89ad-a8c88618a5772 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 489 |
| Archivische Altsignatur: |
Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1499 Februar 6 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Georg Herwart, Bürger zu Heidingsfeld, und seine Ehefrau Anna verkaufen gemeinsam an Elisabeth Elgast, Bürgerin zu Würzburg und wohnhaft im Kloster Himmelspforten, einen jährlichen Zins von 1 rheinischen Goldgulden Landeswährung in Franken. Der Zins fällt an Elisabeth Elgast, solange diese am Leben ist. Nach ihrem Tod erhalten ihn Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten. Dieser Zins lastet auf der hinteren Behausung und Hofstatt der Verkäufer in der Stadt Heidingsfeld gegenüber der Pfarrkirche St. Lorenz, die sie derzeit selbst bewohnen. Haus und Hofstatt rühren von Peter Stock, Bürger zu Heidingsfeld, zu Lehen, dem sie jährlich 1 Schilling zinsen, und stößt an die Behausungen des Jost Streubing ("Strewbing") und des Friedrich Volcker. Die Verkäufer haben dafür von der Käuferin 20 rheinische Goldgulden bar erhalten. Sie versprechen daher, diesen Zins künftig jedes Jahr am 22. Februar ("vff einen yeden sant Peters tagk Cathedra") der Verkäuferin und, nach deren Tod, Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten zu entrichten. Die erste Zahlung soll am 22. Februar 1500 erfolgen. Geraten die Verkäufer mit der Bezahlung des Zinses in Rückstand, dann sollen sie der Käuferin oder dem Kloster Himmelspforten den ausständigen Zins sowie die ihnen deshalb entstandenen Unkosten ersetzen. Sie übernehmen gegenüber der Käuferin die Gewährleistung dafür, dass Haus und Hofstatt Zinslehen und nicht höher belastet, wie oben angegeben, ansonsten aber unverkauft, unverpfändet und unstrittig in ihrem Besitz sind. Sollten Haus und Hofstatt dennoch von jemandem der Käuferin streitig gemacht werden, dann müssen sie die Verkäufer in dieser Angelegenheit vertreten und sie und das Kloster dabei schadlos halten. Die Verkäufer verpflichten sich ferner, das Haus nicht zu verkaufen, zu verpfänden oder höher zu belasten. Die Käuferin hat ihnen aber erlaubt, diesen Zins in jedem beliebigen Jahr abzulösen, und zwar jeweils zum 22. Februar, wobei ein geplanter Rückkauf ihr ein Vierteljahr vorher angekündigt werden muss. Auf Bitte der Verkäufer siegelt Albrecht von Bibra, Domherr und Propst des Stifts Neumünster zu Würzburg. Peter Stock gibt als Lehenherr des Hauses seine ausdrückliche Zustimmung zu dem Verkauf und kündigt als Zeichen dafür seine Mitsiegelung an. |
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| Laufzeit: | 1499 Februar 6 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Repertorium: Rep. 1, Bd. 6, S. 421 |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Bürger ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Haus ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Stadt ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Pfarrkirche, St. Lorenz ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Anlieger ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Domstift, Kanoniker ; Würzburg, Stift, Neumünster, Propst |
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| Personennamen: | Herwart, Georg, Heidingsfeld, Bürger ; Herwart, Anna, Heidingsfeld ; Elgast, Elisabeth, Würzburg, Bürger ; Stock, Peter, Heidingsfeld ; Streubing, Jost, Heidingsfeld ; Volcker, Friedrich, Heidingsfeld ; Bibra, Albrecht von, Würzburg, Domherr und Propst von Neumünster |
| Sachbegriffe: | Bürger, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Haus, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Stadt, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Pfarrkirche, Heidingsfeld (Stadt Würzburg), St. Lorenz ; Anlieger, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Kanoniker, Würzburg, Domstift ; Propst, Würzburg, Stift, Neumünster |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | sub Himelpforten rub. Heidingsfeld (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. (18. Jh.)<BR/>N. 502 (18. Jh.) |
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