Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
|---|---|
| Kapitel-Bezeichnung: | 32.28 Grafen zu Solms |
| URN: | urn:nbn:de:stab-24cc39d2-8130-4e22-8e91-235db0f99e639 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Mainzer Regierungsarchiv Solms 468/95 |
| Archivische Altsignatur: |
Solms K 468/95 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
1.) Gewährung der Vorlese in einem Weingarten zu Bad Soden auf das jeweilige Ansuchen des Grafen Solms-Rödelheim, 1654, 1656; 2.) Gesuch deer gräflich Solms-Rödelheimischen Regierung, eine "Edictal Citation" (betr. den Joachim Oberndörffer, der eine Frau namens Margaretha Menckerin zu Rödelheim erschossen hat) auch in Mainz anzuschlagen und nach einiger Zeit mit Bericht zurücksenden zu lassen, 1694 - 1695; 3.) Die Solms-Braunfelsische Regierung bietet Kurmainz einen "ad operas puplicas (Schanzarbeit) verurteilten Delinquenten zur Arbeit beim Festungsbau in Mainz an, 1735; 3a.) Ansuchen von seitens Solms-Rödelheim an Kurmainz wegen der geforderten Nachsteuer für das Heiratsgut der aus Nied stammenden Frau des Caspar Nicolaus Christian, der in Rödelheim ansässig ist. (Darin Kopie eines Schriftstückes von 1715), 1737; 4.) Ablehnung eines Gesuchs der gräflich Solms-Rödelheimischen Kanzlei, 200 Gilbert Brennholz auf Mainzer Gebiet für die gräfliche Haushaltung aufkaufen zu dürfen; Grund der Ablehnung: der kurfürstliche Hof und die Residenzstadt Mainz können kein Holz entbehren, 1746; 5.) Die Solms-Braunfelsische Regierung sucht um Sistierung einiger Rockenberger Untertanen an, die den Solmsischen Musketier Johann Peter Laux in dem Solmsischen Ort Gambach verwundet haben. Schriftwechsel wegen der über diese Untertanen verhängten Strafe, 1753 - 1755; 6.) Solms-Braunfelsisches Gesuch wegen der Klagsache des Musketiers Henrich Behm (Böhm) gegen seinen Schwager Johann Scherer von Obermörlen; Mainz soll bei der Eintreibung einer Schuld behilflich sein. (Darin Kopie eines Schriftstückes von 1747), 1753; 7.) Gesuch wegen Sistierung der Anna Maria Clee aus Niedermörlen, die mit einem unehelichen Kind zu Hausen niedergekommen ist, um sie dem Konsistorium zu Hohensolms vorführen zu können, 1754; 8.) Solms-Braunfels sucht an, den Schlosser Zirsch (Zirchs, Zirbst) und den Krämer Johann Georg Feldhinckel, die angeblich nach Mainz gezogen sind, wegen Falschmünzerei über die zu Braunfels einsitzenden Luther und Giebeler verhören zu lassen, 1756; 9.) Solms-Rödelheim sucht an, den Ober-Wöllstadter Buben Johann Schütz, der eine Frau aus Nieder-Wöllstadt mit einem Steinwurf tödlich verletzt hat, zum Verhör auszuliefern, 1758; 10.) Solms-Braunfelschises Gesuch wegen Sistierung des Zacharias Weil, dessen Sohn aus Münzenberger Gebiet über einen angesäten Acker gefahren ist; Weil soll sich zu Münzenberg verantworten, 1759; 11.) Bericht des Kellers zu Rockenberg wegen der von dem Solms-Braunfelsischen Rat Sames nachgesuchten Sistierung und Überlieferung nach Gambach von zwei Rockenberger Untertanen namens Anselm Hartman[n] und Sigismund Wetz, denen Felddiebstahl zur Last gelegt wird, 1764; 12.) Fürstlich-Solmsische Anfrage über den wegen Pflugdiebstahls zu Braunfels einsitzenden Henrich Eichhorn aus Kassel bei Orb, 1766 - 1767; 13.) Solms-Braunfels sucht um die Sistierung von zwei Müllerknechten aus Rockenberg nach (Knechte der Witwe des Johann Schmitt und der Witwe des Barthel Dietz !), die im Gebiet von Griedel Wiesen durchfahren und dabei Schaden angerichtet haben; sie sollen sich in Griedel vor Gericht verantworten; Mainz will in dieses Gesuch jedoch erst einwilligen, wenn Solms zur Sistierung von Holzfrevlern aus Wölfersheim bereit ist, 1767; 14.) Solms-Rödelheimisches Ansuchen (und Gegendarstellung) wegen des auf [Hessen]-Darmstadter Gebiet von dem Solmser Förster festgenommenen und zu Nieder-Wöllstadt gefangen gehaltenen Johann Philipp Weisbrod aus Ober-Wöllstadt, 1768; 15.) Das Fürstlich-Solmsische Konsistorium sucht um Sistierung des Anton Hoff aus Rockenberg nach, der eine Frau aus Bellersheim namens Johannetta Elisabetha Jacobin (Jacoby) geschwängert haben soll, um die genannten Personen vorladen zu können, 1769; 16.) Die Solms-Hohensolmische Regierung sucht um die Sistierung des Peter Mühlrad von Rockenberg an, der Anna Margaretha Gerlachin aus Eberstadt geschwängert hat, 1770; 17.) Entwurf eines Antwortschreibens an die Solms-Braunfelsische Regierung, die um Unterstützung bei der Eintreibung von 315 Gulden nachgesucht hatte, welche die Gemeinden Obermörlen und Niedermörlen dem Spritzenmacher Johann Philipp Bach für 2 verfertigte Feuerspritzen schuldig sind, 1771; 18.) Fürstlich Solms-Braunfelsisches Ansuchen wegen Eintreibung von Rügstrafengeldern in bestimmten Orten (Dornassenheim und Rockenberg), 1777; 19.) Schriftwechsel zwischen den Mainzer Unterbehörden und der kurfürstlichen Landesregierung wegen des von dem Grafen von Solms-Assenheim (in seinen "Mißhelligkeiten" mit dem Grafen zu Solms-Rödelheim) beantragten Zeugenverhörs (u.a. wegen des ehemaligen und gegenwärtigen Zustandes von Wäldern bei Oberhöchstadt und Schönberg, die Kurmainz lehenbar sind), 1778; 20.) Schriftwechsel über die vom Grafen von Solms angesuchte Eintreibung und Verabfolgung von Gefällen aus Gütern in den Ämtern Königstein und Kronberg (beide Obertaunuskreis), welche der verstorbene Graf von Leiningen hinterlassen hat. (Mit Kopien von Urkunden von 1758 und 1767). Enthällt auch: Schriftwechsel über in Erbbestand gegebene Güter zu Kronberg (wie S. 119), Eschborn (Main-Taunus-Kreis) und Schönberg (Obertaunuskreis). Vermerk unter dem Aktentitel: "Diese Acten gehör[en] zur Lehenregistratur, wo die übrig[en] dazugehörig[en] in 2 Band[en] sind, auch die Relation welche sich auf Akt[en]stücke, so hierin lieg[en], bezieht.", 1778 - 1779; 21.) Fürstlich Solms-Braunfelsisches Gesuch um Sistierung des Johann Bichert aus Rockenberg, dem ein Zehntdiebstahl zur Last gelegt wird, er soll sich vor dem Solmsischen Amt Hungen verantworten, 1782; 22.) Die gräflich Solmsische Kanzlei zu Lich sucht um die Sistierung verschiedener Untertanen des Amts Bad Vilbel an, die in Denuntiationssachen gegen den Schultheiß Dieterich von Hattenrod als Zeuge aussagen sollen, 1783; 23.) Auf das Gesuch der fürstlich Solms-Braunfelsischen Kanzlei, verschiedene Rockenberger Untertanen zur Zahlung rückständiger Strafen und Zinsen an die Rentei Griedel anhalten zu lassen, antwortet die kurfürstliche Landesregierung, daß sich die betreffenden Untertanen nicht mehr in Rockenberg aufhielten, 1786; 24.) Solms-Braunfels sucht nach, dem Matthias Wolz aus Königheim in Baden die nachgeholte Vorladung in der Konkurssache des Nadelfabrikanten Ballenberg aus Braunfels bekanntzugeben, 1786 - 1787; 25.) Solms-Braunfelsisches Gesuch wegen Verabfolgung des zustehenden Vermögensanteils an die Ehefrau des Pfarrers von Oberquembach, Franziska Niedermaier, geb. Stock aus dem Amt Bensheim, 1798; 26.) Extr[actus] prot[ocolli] cons[ilii] aul [ici] Mog[untini]: Dem Domkapitel soll ein Schreiben der Solms-Rödelheimer Kanzlei in Urschrift übermittelt werden, damit dieses die Amtsschultheißerei Hochheim zu schnellem Handeln wegen der Ansprüche (?) der Hinterbliebenen des Jacob Biegen zu Flörsheim auf die Vermögensmasse der Mutter Reichle anweisen kann; über die Anweisung soll berichtet werden, damit das genannte Solmsische Schreiben beantwortet werden kann, 1800 |
|---|---|
| Laufzeit: | 1654 - 1800 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Akten |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Mainzer Regierungsarchiv |
|---|