Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung von Urkunden
URN: urn:nbn:de:stab-265bac3a-ce7a-43b2-9bf1-b5aa3c338fff9
Bestellsignatur: StAWü, Johanniterorden Kommende Würzburg Urkunden 141
Archivische Altsignatur:

Johanniterorden, Kommende Würzburg Urkunden 1306 Oktober 16

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Bruder Hermann von Mainz (Rheinland-Pfalz), Komtur zu Frankfurt und Statthalter des [Groß]meisters des Johanniterordens [in Deutschland], sowie Albrecht von Katzenstein, Komtur zu Würzburg, und die Brüder der Johanniterkommende in Würzburg beurkunden: Sie haben um 300 Pfund Heller, die ihnen Elisabeth von Wertheim, die Witwe des Gottfried von Hohenlohe, gegeben hat, von dem Grafen Heinrich von Castell Güter in Obervolkach und Hofstetten gekauft. Sie verpflichten sich nun, der Elisabeth von Wertheim von den Erträgen dieser Güter jedes Jahr 30 Pfund Heller -15 Pfund am 11. November ("vfe sante Martins tag") und 15 Pfund am 1. Mai ("vf sante Walpurge tag")- in ihrer Kommende in Würzburg zu bezahlen. Ertragen die Güter wegen Krieg, Unwetter oder Missernte diese Summe nicht, dann erhält sie entsprechend weniger. Ist der Ertrag der Güter aber wegen Schäden, welche die Johanniter zu verantworten haben, geringer, dann haben sie den vollen Betrag zu bezahlen. Nach dem Tod der Elisabeth von Wertheim fällt dieser Zins mit Ausnahme von 3 Pfund Heller an die Kommende Würzburg. Von diesen 3 Pfund fallen 2 Pfund an die Brüder in der Kommende Würzburg und 1 Pfund an die Brüder in der Kommende Biebelried, die davon am Dienstag nach dem 11. November das Seelgedächtnis der Elisabeth begehen sollen. Wenn Willeburg von Wertheim, Nonne im Kloster Gerlachsheim, ihre Schwester Elisabeth von Wertheim überleben sollte, dann soll man ihr auf Lebenszeit jedes Jahr von dem Zins 10 Pfund Heller geben. Sollte der Graf von Castell von dem ihm beim Kauf eingeräumten Rückkaufrecht Gebrauch machen, dann soll man der Elisabeth von Wertheim ihren Zins aus dem Vermögen der Kommende Würzburg bezahlen. Die Johanniter verpflichten sich zur Einhaltung dieser Vereinbarungen.
Der wart geben an sante Gallen tage 1306.
Aussteller: Hermann von Mainz (Rheinland-Pfalz), Komtur zu Frankfurt
Empfänger: Elisabeth von Hohenlohe

Äußere Beschreibung:

S 4: Johanniterkommende Würzburg, Konvent; an Pergamentstreifen anhängend, leicht besch.

Laufzeit: 1306 Oktober 16
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Pergament

Literaturhinweise:

Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 22
Druck: Monumenta Castellana, Nr. 256 S. 105 [nur Teildruck]

Registerbegriffe

Ortsnamen: Frankfurt (Hessen), Johanniterkommende, Komtur ; Deutschland, Johanniterorden, Statthalter ; Würzburg, Johanniterkommende, Komtur ; Würzburg, Johanniterkommende, Brüder ; Würzburg, Johanniterkommende ; Würzburg, Bischof ; Obervolkach (Stadt Volkach/Lkr. Kitzingen), Güter ; Hofstetten (abgeg. Gem. Kleinochsenfurt Stadt Ochsenfurt/Lkr. Würzburg), Güter ; Biebelried (Lkr. Kitzingen), Johanniterkommende, Brüder ; Gerlachsheim (Baden-Württemberg/Stadt Lauda-Königshofen/Main-Tauber-Kreis), Kloster, Nonne ; Regensburg, Johanniterkommende, Komtur
Personennamen: Mainz (Rheinland-Pfalz), Hermann von, Deutschland bzw. Frankfurt, Johanniterorden, Statthalter bzw. Komtur ; Katzenstein, Albrecht von, Würzburg, Johanniterkommende, Komtur ; Hohenlohe, Elisabeth von, geb. von Wertheim ; Hohelohe, Gottfried von ; Castell, Heinrich Graf von ; Wertheim, Willeburg von, Kloster Gerlachsheim, Nonne ; Randersacker, Helwig von, Regensburg, Johanniterkommende, Komtur

Überlieferungsgeschichte

Registratursignatur/ Aktenzeichen: cc (15. Jh.)<BR/>N. 1 (18. Jh.)<BR/>No. 62 (18. Jh.)