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Hainrich Feurel von Ried(1) macht vor Hainrich von Straubing(2), Pfarrer und Guster, im Beisein von Wolfram dem Stadär und des Abtes Diener Reindel folgendes Testament: Auf Anraten seines Beichtigers bestimmt er 3 ß und 3 Pfund zur Wiedergutmachung, was er unbillig besitzt, und zwar näher bestimmte Beträge daraus für einen Bauern zu Chogel(3), einer Frau namens Poezlin, der Tochter Marlin des Pechän, Annen der Swicztauen, der Tochter Katrein seiner Hausfrau, dem Mair von Regelperig(4), der Lainpuechlärin von Lainpuechel(5), der Huetärin, Hainrich dem Schenchen, Hainrich dem Schueztär von Awe(6) und Heuglein von Stainwerch(7), worüber insgesamt der Guster Hainrich Richter und Gewährsmann sein soll. Sodann gibt er noch hinzu 3 Pfund Pfennig, die ihm sein "swecher" schuldet, dazu 6 ß zu Hofdorf(8) (Bürgen dafür Rueger und dessen Sohn Peter) sowie 5 ß von Ruedlin der Peckin zu Stainbergch(7). Den Testamentsvollstrecker sollen im Bedarfsfalle seine Herren Albrecht von Eck(9), Perichtod von Stainbergch(7) und Hirman der Freydorfär unterstützen. Legate aus Kleidung, Rüstung und Besitz sind sodann bestimmt für die Tochter, die Dirn Marlein und den Sohn Andre des Wittärz. Reichnisse gehen an die Pfarrer von Windeberg und Hunderdorf(10) mit der Auflage, seiner alle Sonntage zu gedenken, weiterhin an das Spital zu Straubing(2). Das Kloster Winberg (Abt Thomas) bedenkt er mit dem Gut zu Roerenawe(11) mit der Verpflichtung für einen Jahrtag für sich und seine Hausfrau an seinem Todestag sowie für eine Wochenmesse. Seinem Kind vermacht er das Gut zu Radeinzperig(12), wofür er seinem Herrn Perichtod den Steinwergär zum Pfleger bestellt; sollte dieses nicht mehr leben, dann sollen es der Abt Thomas und Perichtolt Stainbergär so anlegen, dass es seiner und seiner Vorfahren Seele zum Trost gereiche. S: Perichtod Stainwergär.
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