Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1301-1400
URN: urn:nbn:de:stab-2e3f1677-ee85-493e-8463-0fd2721b4eb90
Bestellsignatur: BayHStA, Kloster Fürstenzell Urkunden 238
Archivische Altsignatur:

AS: GU Griesbach 1930

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Abt Hartmannus und der Konvent des Klosters Fürstenzell berichten Abt Albert von Ebrach (Eberaco) als ihrem oberen vom Verlauf ihres Streites mit einem Teil des Domkapitels zu Passau über die Besetzung der Kirche zu Höhenstadt (Hoehenstat); die Gegenseite erbittet die Einsetzung eines Schlichters durch den Bischof von Passau.

S 1: Abt Heinrich von Aldersbach; S 2: Abt Hartmann von Fürstenzell



Abt Hartmann und der Konvent des Klosters Fürstenzell setzen Abt Albert von Ebrach (Eberaco) als "oberen" des Klosters Fürstenzell in Kenntnis über die Streitsache mit dem Domkapitel Passau wegen der Institution und Investitur des vom Kloster Fürstenzell auf die ihm gehörige Kirche zu Höhenstadt (Hohenstat) präsentierten Geistlichen Petrus Galer. Der Streit war verursacht durch die zwiespältige Stellung der Passauer Domherren; ein Teil derselben, nämlich Gerhoh von Radegg, Leutold von Schaunperch, Gotfrid von Weissengegg, Hermann von Gabalscz und Ulrich von Scherfenperg beanspruchte die strittige Kirche wegen angeblich unrechtmäßig erfolgter Überlassung ans Kloster nach wie vor für das Domkapitel und präsentierte für die Kirche Hohenstat den Onkel des magister Nycolaus, während der andere Teil, nämlich der Propst Albert, der Dekan Wolfger, dann Ortolf von Scheurpach, Wichmann pincerna und Otto Graf von Maidburch die Interessen den Klosters vertreten und die Institution und Investitur des vom Kloster präsentierten Geistlichen Petrus Galer durch den Dekan vornehmen lassen (per librum qui dicitur "plenarium chori") und mit Urkunde vom 12. Juli (v. Jahr) den Wichmann pincerna beauftragen, den Petrus Galer in den Besitz der Pfarrkirche Höhenstadt einzuweisen (wörtlich eingerückt), die Einweisung erfolgte auch, der Oheim des Magister Nycolaus (mit Namen Johannes Hager lt. Dorsalnotiz) suchte die Pfarrechte zu usurspieren, wurde jedoch mit Hilfe des Herzogs von Bayern, dessen Schutzbriefe dem Kloster zur Seite standen, daran verhindert. die Gegenpartei beabsichtigte nun den Streit erst nach Rom zu bringen, erbat sich aber dann vom Bischof einen Richter. Hierauf will das Kloster Fürstenzell erst eine Erklärung abgeben nach Einvernehmen mit Kloster Ebrach.

Äußere Beschreibung:

Äußere Beschreibung: Or., lat., Perg.; 2 S vorh., S 2 besch.

Laufzeit: 1. August 1336
Sprache: lat
Gattung: Urkunden
Literaturhinweise:

Druck: Alois Kapsner, Der Streit um die Besetzung der Pfarrstelle in Höhenstadt im Jahre 1336, in: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde 36 (1994) S. 77-87, hier S. 85-87.

Registerbegriffe

Ortsnamen: Bad Höhenstadt (Gde. Fürstenzell, Lkr. Passau) ; Ebrach (Lkr. Bamberg), Kloster ; Aldersbach (Lkr. Passau), Kloster ; Passau (krfr.St.), Domkapitel

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Kloster Fürstenzell Urkunden