| Stift Neumünster Würzburg Urkunden |
| Würzburg, Stift Neumünster, Dekan
Würzburg, Stift Neumünster, Kapitel
Würzburg, Stift Neumünster, Kapitel, Schreiber
Würzburg, Stift Neumünster, Präsenzamt
Würzburg, Stift Neumünster, Vikarie, St. Walburgis
Würzburg, Stift Neumünster, Kanoniker
Würzburg, Bürgermeister
Würzburg, Rat
Würzburg, Fleischbank
Würzburg, Hof, Strobach
Würzburg, Hof, Bernweiler
Würzburg, Haus, des Stadtschreibers
Würzburg, Stadt, Schreiber
Würzburg, Einwohner
Würzburg, Pfarrei, Dompfarrei
Würzburg, Pfarrei, Dompfarrei, Pfleger
Würzburg, Weinberg
Würzburg, Stein
Würzburg, Steuerherr |
| Latn |
| Loschart, Sebastian, Würzburg
Jost, Johann, Würzburg, Metzger
Brosamer, Andreas, Würzburg, dessen Erben
Brosamer, Friedrich, Würzburg, Stift Neumünster, Kapitelschreiber
Ganzhorn, Johann Wilhelm, Würzburg, Stift Neumünster, Kanoniker
Adelwert, Jonas, Würzburg, Stift Neumünster, Kanoniker
Wilhelm, Heinrich, Würzburg, Bürgermeister und Steuerherr
Mercklein, Philipp, Würzburg, Rat
Müller, Konrad, Würzburg, Rat
Wildmeister, Valentin, Würzburg, Stadtschreiber |
| StAWü, Stift Neumünster Würzburg Urkunden 1584 April 24 / I |
| ger |
| Urkunden |
| 1584 April 24 / I |
| Die Kanoniker Dr. Johann Wilhelm Ganzhorn, Dr. Jonas Adelwert und der Kapitelschreiber Friedrich Brosamer auf der einen sowie der Bürgermeister und Steuerherr Heinrich Wilhelm, die Ratsherren Philipp Marcklein und Konrad Müller und der Stadtschreiber Valentin Wildmeister vergleichen sich wegen Streitigkeiten zwischen dem Stift Neumünster und der Stadt Würzburg:
1. Die Stadt hat eine Fleischbank hinten am Hof Strobach abgerissen und das Grundstück teilweise zu der Behausung, in der jetzt der Stadtschreiber wohnt, gezogen und zum Teil als freien Platz belassen. Diese Fleischbank war aber Eigentum des Präsenzamtes des Stifts Neumünster, dem sie jährlich 1 Pfund und 26 Pfennige gezinst hat. Die Parteien einigen sich nun darauf, dass die Stadt dem Stift Neumünster die rückständigen Zinsen bezahlen und dann für 10 Gulden dessen Zins- und Eigentumsrechte an der Fleischbank ablösen soll. Danach soll diese als freies Eigentum in den Besitz der Stadt übergehen.
2. Hinten am Hof Bernweiler liegen zwei Fleischbänke, die früher eine einzige Bank waren. Inhaber sind Sebastian Loschart, der gegenwärtig auch den Hof besitzt, sowie der Metzger Johann Jost. Von diesen Fleischbänken erhält die Stiftsvikarie St. Walburgis jährlich 2 Pfund 18 Pfennige sowie 2 Fastnachtshühner und der Rat der Stadt Würzburg als Pfleger der Dompfarrei 1 Pfund 6 Pfennige. Von beiden Fleischbänken beansprucht jeder Teil die Lehenherrschaft und den Handlohn für sich allein. Es wird nun vereinbart, dass künftig das Stift Neumünster und die vom Rat der Stadt Würzburg verordneten Pfleger der Dompfarrei den von den Fleischbänken anfallenden Handlohn gemeinsam einziehen und untereinander aufteilen sollen. Auch sollen sie künftig die Fleischbänke gemeinsam verleihen und die Lehenherrschaft gemeinsam ausüben.
3. Das Stift hat zu seinen Weinbergen am Stein noch 1 Morgen von den Erben des Andreas Brosamer erworben. Von diesem Morgen fordert der Rat als ein bürgerliches Gut die Steuer, was das Stift mit der Begründung verweigert, dass des öfteren steuerfreie geistliche Güter in bürgerliche Hände gelangen und dann vom Rat mit Steuern belegt werden. Beide Parteien einigen sich darauf, dass der Weinberg, solange er vom Stift selbst bewirtschaftet wird, steuerfrei sein soll. Allerdings darf dieses daraus keinen generellen Rechtsanspruch für alle bürgerlichen Güter ableiten, die es künftig erwerben wird.
Aussteller: Dekan und Kapitel des Stifts Neumünster sowie Bürgermeister und Rat der Stadt Würzburg
Empfänger: Bürgermeister und Rat der Stadt Würzburg sowie Dekan und Kapitel des Stifts Neumünster |
| Beschreibstoff bzw. Überlieferung: Perg., Orig., dt.
Siegler bzw. Siegel: S 1: Stift Neumünster, Kapitel, unbesch.
S 2: Stadt Würzburg, fehlt |
| Original |
| Original |
| Deutsch |
| 1584 April 24 |
| Pergament |
| Siehe Feld: Äußere Beschreibung |
| Rückvermerke: AAAAAAA; praesenzambt lad. 18 Wurtzburg N° 9 [Standbuch 207, S. 684]; capsel 17; registrirth. |
| Stift Neumünster, Präsenzamt |
| WU 79 / 75 |
| Repertorium: Rep. 1, Bd. VI, S. 212 |
| Digitalisat
Digitalisat |
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| A = Analoges Archivale |
| 0. kein Schaden (vorlegbar) |
| 36362f4f-5b5c-4e9d-b1f3-5e08f98ddac6 |
| 1584 April 24 |