Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-3ff1621e-16b2-4d4c-8e41-addaf60dec072 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 108 |
| Archivische Altsignatur: |
Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1303 Juli 12 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Die Eheleute Hermann und Mechthild Minner aus Heidingsfeld ("Heitingesuelt") haben gemeisam an Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten um 5 Pfund und 6 Schilling Pfennig einen jährlichen Zins von 10 Schilling Würzburger Pfennigen, der jeweils am 6. Januar ("in festo Epiphanie Domini") bezahlt werden soll, verkauft. Die Verkäufer bestätigen den Erhalt des Kaufpreises und verpflichten sich zur Zahlung der doppelten Summe bei Säumnis. Der Zins gefällt von 1,5 Joch Weinberg in der Gemarkung des Dorfes Heidingsfeld am Katzenberg neben dem Weinberg der Witwe des Heinrich genannt Kurrer und dem Weinberg des Otto genannt Luschenring. Die Verkäufer übertragen ihr Eigentum an dem Weinberg auf das Kloster und erhalten ihn von diesem gegen Zahlung des erwähnten Zinses zu Erbrecht zurück. Sie versprechen für sich und ihre Erben, den Weinberg jedes Jahr mit 3 Fuder ("plaustra") Mist ("fimus") zu düngen, dort jedes Jahr 50 Reben ("vites") zu setzen und alle üblichen Kulturarbeiten auszuführen. Für jede unterlassene Arbeit müssen sie den Nonnen 40 Würzburger Pfennige als Strafe bezahlen. Sie versprechen außerdem, die Nonnen vor dem Entzug des Weinbergs zu schützen und ihnen Währschaft ("warandia werschaft wlgariter nuncupata") zu leisten, wie es bei Eigengütern Landessitte ist. Dafür stellen sie ihnen als Bürgen Ruker Schenk ("pincerna") von Heidingsfeld und Siegfried von Niedernhofen ("Nyderhouen"). Die Verkäufer setzen die Nonnen in den Besitz von Weinberg und Zins und verzichten auf jegliches gerichtliche oder außergerichtliche Rechtsmittel gegen diesen Verkauf. Die Bürgen bekennen sich zur Übernahme der Bürgschaft und der damit verbundenen Pflichten. Auf Bitte der beteiligten Parteien und der Bürgen siegelt der Offizial der Würzburger Kurie die Urkunde. |
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| Laufzeit: | 1303 Juli 12 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Regest: Hoffmann, Himmelspforten, Nr. 111 S. 143f. |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Einwohner ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Weinberg ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Gemarkung ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Dorf ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Flurnamen ; Heidingsfeld (Stadt Würzburg), Anlieger ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konverse ; Würzburg, Währung ; Würzburg, Bischof, Kurie, Anwalt ; Würzburg, Offizial |
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| Personennamen: | Minner, Hermann, Heidingsfeld ; Minner, Mechthild, Heidingsfeld ; Kurrer, Heinrich, Heidingsfeld, dessen Witwe ; Luschenring, Otto, Heidingsfeld ; Schenk von Heidingsfeld, Ruker ; Niedernhofen, Siegfried von ; Veringen, Konrad von, Würzburg, Bischof, Kurie, Anwalt ; Hartmut, Notar ; Krautheim, Konrad von ; Gottfried, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Heinrich, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Gernot, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Heidingsfeld, Berthold von |
| Sachbegriffe: | Einwohner, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Währung, Würzburg ; Weinberg, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Gemarkung, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Dorf, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Flurnamen, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Anlieger, Heidingsfeld (Stadt Würzburg) ; Anwalt, Würzburg, Bischof, Kurie ; Konverse, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Offizial, Würzburg |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | sub Himelpforten lit. H (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. 23 (18. Jh.)<BR/>N. 106 (18. Jh.) |
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