| Enthält-/Darin-Vermerke: |
Enthält: 1. Berichte des (Oster-)Burkener Kellers Peter Philipp Wallau wegen der in Haft gewesenen Vagabunden Christian Gerber und der sogen. Kranzbinderin, wegen des im Bach verunglückten Georg Bender aus Sennfeld und der 6 nach Mainz zu Schanzarbeiten verurteilten Leute; mit Verzeichnis der Zehrungskosten der Vagabunden (1741/42). Genannt wird Stephan Hofmann, Kannenwirt zu (Oster-)Burken (1753/54). (16 Bl.). 2. Bericht des Kellers Philipp Anton Kleiner, Keller zu (Oster-)Burken, wegen der Schußverletzung, die Baron Carl Freiherr v. Adelsheim dem Michael Rantzenberger zu Zimmern, Kellerei Seligental, mit einer Flinte zugefügt hat; mit Verzeichnis der Kur-, Zent- und Chirurgenkosten (Veit Bernard Münch und Nikolaus Hörner); Amorbacher Kellereibericht von Christoph Seyler, sowie Berechnung der Einnahmen und Ausgaben der Adelsheim'schen Gefälle, die pro satisfactione privata Rantzenberger zugute kommen sollen (laut Registraturvermerk haben "bey einkommen... die acta anteriora gefehlt"; vgl. aber MRA Ritterschaft K 540/569, 2.) (1765-1767). (50 Bl.). 3. Seligentaler Amtsbericht, die Entführung des Balthasar Götzinger betreffend; dieser hatte im Amt Oster-Burken um Bürgeraufnahme nachgesucht und wollte zum katholischen Glauben übertreten (1776). (8 Bl.). 4. Ohne kurfürstl. Erlaubnis zu Adelsheim vorgenommene Werbung von Rekruten durch Major v. Franken, angeblich hannoveranischer Major; dieser wurde in Arrest genommen, seine Litteralien beschlagnahmt; mit Seligentaler Amtsberichten des Kellereiverwalters Georg Graf v. Grohe, Osterburkener Zentamtsbericht mit Inquisitionsprotokoll, Requisitionen des Carl Sigismund Freiherrn v. Zigeres (Zigenar) beim Kurfürsten von Mainz und bei der Mainzer Regierung für Major v. Franken. Darin: gedrucktes Werbepatent im Namen Georg III. von Großbritannien von 1776, Jan. 10, ausgestellt von Georg Heinrich v. Scheither, Obrist-Leutnant der Kavallerie, und Carl Sigismund Frhrn. v. Zigeres, Werbungsleiter zu Heilbronn für Major v. Franken zu Adelsheim; gedruckter Handwerksbrief für Johann Sebastian Keil aus Erfurt von Obermeister Heinrich Jakob Müller und Beisitzmeister Johann Jakob Weiß, Gold-, Silber-, Tressenband- und Knöpfmeister der hohenlohischen Stadt Öhringen, von 1776, Fbr. 24; Werbeliste mit Angaben zur Person, Beruf, Religion usw. der 9 zu Adelsheim angeworbenen Rekruten. Genannt wird außerdem noch der Kurmainzer Untertan Jakob Löffler zu Adelsheim als Angeworbener (1776). (88 Bl.). 5. Anfrage des Peter Anton Hepp, Kellers zu Seligental, wie er sich bei der Beschwerde der Magdalena Nuß, Ehefrau des Ulrich Nuß, v. Rüdt'schen Hofbeständers zu Adelsheim, verhalten soll; sie wirft dem dortigen Apotheker Jakob Heinrich Albrecht, in Neckar-Gmünd gebürtig, vor, er habe ihr einen solchen Schrecken eingejagt, daß ihr Kind im Mutterleibe gestorben sei (1779).
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