Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1401-1450
URN: urn:nbn:de:stab-498c07fd-8ee9-4b19-a15c-ecc2fbe474037
Bestellsignatur: BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 1203
Archivische Altsignatur:

Sp. U 849

Beschreibung des Archivales

Betreff:

(1) Stephan Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern (Beyern), (2) Friedrich Graf zu Veldenz (Veldentze), (3) Rorich von Merxheim (Merxß-), (4) Jakob von Lachen und (5) Johann von Dienstweiler (Dyntzwilre) bekunden, daß sie im Namen des Johann Grafen zu Sp. an diesem Tag mit den Freunden des Ludwig Pfalzgrafen bei Rhein, Erztruchsessen des Heiligen Römischen Reiches und Herzogs in Bayern, zusammengetroffen sind, nämlich mit Otto Pfalzgrafen bei Rhein und Herzog in Bayern, dem Ritter Schwarz Reinhard von Sickingen, dem Hofmeister Johann (Hans) von Vennigen (Veningen), dem Küchenmeister Arnold Schliderer von Lachen, Johann Winheim und Meister Peter [von Stein]. Im Namen des Grafen hat Jakob von Lachen erklärt, daß Herzog Stephan, Graf Friedrich und die anderen erschienen sind aufgrund einer Entscheidung, die der gemeinsame Obmann Friedrich Graf zu Leiningen (Lyningen) zwischen dem Pfalzgrafen und dem Grafen getroffen und schriftlich übergeben hat. Dementsprechend waren seinerzeit Graf Johann, Herzog Stephan, Graf Friedrich von Veldenz und Freunde der Erzbischöfe [Konrad] von Mainz (Mentze) und [Otto] von Trier (Triere) vor dem Pfalzgrafen zu Kreuznach (Crutzenach) erschienen und hatten nach Erfüllung der von Friedrich Grafen zu Leiningen gestellten Bedingungen gefordert, daß der Pfalzgraf 30 000 Gulden zahlen oder [die Verpfändung] anderen gönnen solle entsprechend der Burgfriedensurkunde. Jetzt fordern die Aussteller erneut, daß der Pfalzgraf das Geld binnen acht Tagen, d. h. bis Donnerstag nach Gallustag (17.10.), nach Kreuznach schicken und darüber Urkunden geben und nehmen solle. Nach einer Beratung sagte Johann Winheim im Namen der übrigen, als Graf Johann zu Kreuznach den von seinem Schreiber Johann verlesenen Eid nachgesprochen habe, daß ihm jemand 30 000 Gulden leihen wolle, habe er keinen Namen genannt, aber den Pfalzgrafen zur Zahlung aufgefordert. Graf Friedrich von Leiningen habe seinerzeit dem Spruch des Cuno von Pyrmont (Pirmondt) und des Johann Schönburg (Schonenberg) von Ehrenburg (Erenberg) zugestimmt. Ohne Namen genannt zu haben, setze der Graf dem Pfalzgrafen nun Termine. Das widerspreche dem Burgfrieden und dem zitierten Spruch. Jakob von Lachen wiederholte darauf die Forderung seines Herrn. Johann Winheim verwies erneut auf den Standpunkt des Pfalzgrafen, der dem Burgfrieden entspreche. Jakob antwortete, auch der Graf handle entsprechend dem Burgfrieden. Die Aussteller bezeugen diesen Verlauf der Unterredung und siegeln.

Laufzeit: 1426 Oktober 10
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Bilder: 12 Bilder

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Grafschaft Sponheim Urkunden