Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Nürnberg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Lochner von Hüttenbach, Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-49d9968b-34ec-48da-b176-8ddaa87937852 |
| Bestellsignatur: | StAN, Lochner von Hüttenbach, Urkunden 42 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Vertrag zwischen Georg von Seckhendorf zu Simelsdorf und Georg Lochner zu Hüttenbach und Winterstein wegen der Jrrung, die aus dem Darlehen der Mutter Lochner selig an Georg von Seckhendorf, seinen Mutter und seinen Bruder Wilhalm selig, für Getreid, Wein u. anderes vorgestreckt, erstand, weil der Lochner die Schuld allein war, sodass zwischen ihnen beiden unnachbarliche und aus Zorn hitzige Schmähschriften erfolgten und dass beide im Feld unweit Schneittach auf einander stiessen und tätlich gegen einander zu werden willens waren, was mit dem Erbieten eines friedlichen Ausgleichs endete. Sebastian Erlbeckh, Burggraf zum Rotenberg bemühte sich sodann auf Betreiben des Lochners auf einen Tag zu Forchheim mit den Ganerben, doch da der Seckendorff seine Verwandte zu der Sache nicht bekommen, ebenso ein zweites Mal sich so entschuldigt, hat Georg Lochner ihn gen Strassburg (Strasburckh) sich zu stellen ermahnt, wessen er wiederum wegen der gütlichen Unterhandlungen bei den Herren Ganerben nicht schuldig zu sein vermeinte. Darauf hat der Burggraf neben Sebastian von Seckhendorf, des Georgs Bruder, bei Georg Lochner erwirkt, dass beide Parteien vor den Herren Ganerben erscheinen, welche sie vergleichen: Georg von Seckhendorf soll dem Georg Lochner, der ihm die Schuldzettel über 100 fl. weniger 2 Pf. von ihm, seiner Mutter und seinem Bruder Wilhelm selig zugeschickt, diese ohne Zinsen auf Cathedra Petri in Fritzen Rauhens Behausung zu Schneittach bezahlen, sich aber an seiner Mutter und den Brüdern wegen ihres Teiles Schuld schadlos halten. Dass er Lochners Voreltern ihres ehrlichen Namens und Herkommens verkleinert, geschah aus geringem eilenden Gemüt, da die Ganerben nicht anders wissen, als dass "Lochner guets adelichs namens und herkomens gleichergestaldt Georg von Seckhendorff auch", sodass keiner von ihnen seiner adeligen Ehren verkleinert sein soll. Fritz Emeller, Messingschläger, Georgen von Seckhendorf zugetan, und Melchior Hartung, Georg Lochners Diener, ein reisiger Knecht, die in der Sache gebraucht worden, sollen in den Vertrag inbegriffen sein. - Siegler: Sebastian Erlbeckh, Burggraf, Haintz von Giech zu Kirchendumbach, Hannss Joachim Stieber zu Pudtenheim, Ulrich von Khuedorf zu Burckhdann und Friderich von Khindsperckh, Hauptmann zu Kronach, an statt gemeiner Ganerben, Georg von Seckhendorff als "Selbstsacher" u. Bastian sein Bruder, Georg Lochner und Endres sein Bruder. |
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| Äußere Beschreibung: |
Äußere Beschreibung: Or. Perg. mit 3 Siegeln; die übrigen fehlen. |
| Laufzeit: | 1559 September 22 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Lochner von Hüttenbach, Urkunden |
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