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Gerichtsbrief des Schultheißen Sigmund v. Eglofstein, Ritter, und der Schöffen der Stadt Nürnberg in Sachen der Bauern Contz Kunell, Ull Swartz, Contz Wagner, Jeorg Weiß und Marx Kunlin zu Killingstorff gegen den Müller Hans Glatzmann von Baringstorff (Grundherr: Herr Hans Prentell, Vikar auf dem Altar St. Johannis bei St. Sebolt zu Nürnberg, zur Zeit des Vertragsabschlusses war es Fridrich Schulin) wegen Wässerung, über das Urteil, wodurch der Beklagte auf Grund eines Vertrags von 1456 verurteilt wird, die Wässerung gegen genannten Zins zuzulassen. Der Inhalt des Vertrags ist genau wiedergegeben. - Beim Vertragsabschluss waren beteiligt der damalige Müller Hans Kunlin zu Baringsdorff und die Bauern Contz Künlein, Hintersasse des Alten Spitals zu Nürnberg, Hans Kratzer und Walther Künlin, Hintersassen des Klosters Billenreut, Jorg Weiß, Hintersasse des Laßlaw Derrer, Hermann Rotmund, desgl. des Rigler, Fritz Wagner, desgl. von St. Lorenz, Pater Mendel Romung, desgl. des Frey. - Vorsitzender des voraus gegangenen Bauerngerichts war Hiltpold Kopff. - Damalige Vermittler: Pauls Volckmeir und Jakob Rohlinger. - Zeugen: Niclas Koler und Jacob Awer. - Siegler: Stadtgericht (mit Siegel des Schultheißen als Rücksiegel).
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