Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung von Urkunden
URN: urn:nbn:de:stab-51560bdf-fe99-4e9b-99ed-4ce2bfb6f68d9
Bestellsignatur: StAWü, Stift Neumünster Würzburg Urkunden 1126 a
Archivische Altsignatur:

Stift Neumünster Würzburg Urkunden 1452 April 20

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Die Aussteller verleihen den Empfängern ihre Mühle in der Würzburger Vorstadt Haug genannt die Berwingmühle zu Erbrecht. Sie sollen die Mühle nach Maßgabe eines Schiedsspruchs der Baugeschworenen zu Würzburg betreiben und auf ihre Kosten in gutem baulichem Zustand halten. Zur Pfandsicherung sollen sie Lehen- oder Eigengüter im Wert von mindestens 60 rheinischen Gulden erwerben, die künftig bei der Mühle bleiben sollen. Als Erbzins liefern sie jedes Jahr dem Cellerar des Stifts ein Fastnachtshuhn. Außerdem sollen sie jeden Sonntag 30 Rotwecken backen und in den Pfründehof des Stifts liefern. Sie erhalten dafür vom Stift pro Jahr 16 Malter Weizen Würzburger Stadtmaß. Auch sollen sie wöchentlich für jede der 33 Stiftspräbenden je 7 Roggensemmeln backen und am Samstag in den Pfründehof liefern. Dafür erhalten sie vom Stift wöchentlich 5 Malter und 2 Metzen Roggen. Ebenso müssen sie jedes Jahr an Neujahr jedem Kanoniker, der dann im Stift anwesend ist, eine Semmel geben, die vom Gewicht her zwei gewöhnlichen Semmeln entsprechen soll. Diese sollen sie von ihrem eigenen Weizen backen. Jeweils am Montag in der Kreuzwoche erhält jeder anwesende Kanoniker von ihnen einen Fladen, zu dem sie den Weizen, Eier und Käse geben müssen. Zusätzlich sollen sie für bestimmte Feiertage aus bestimmten Mengen Weizen, die ihnen dann vom Stift gegeben werden, Semmeln backen. Falls bei der Feier von Seelgeräten und Jahrtagen Brot, Brezeln oder Semmeln verteilt werden, müssen sie diese backen, wofür sie das Getreide beim Präsenzmeister des Stifts abholen sollen. Werden zu einem Begängnis Brot und Wein ausgeteilt, so erhalten sie wie alle Amtleute des Stifts eine Semmel und Wein. Bei der im Stift jährlich durchgeführten Eichung der Messgefäße sollen die Eheleute anwesend sein und dazu von ihrer Mühle Eierkuchen und Eierfladen mitbringen. Was die Eheleute in der Mühle über den Bedarf des Stifts hinaus backen, das dürfen sie auf den Verkaufstischen an den Domgreden zum Verkauf anbieten. An Weihnachten, Ostern, Pfingsten sowie am 10. November erhalten die Eheleute wie alle anderen Amtleute des Stifts auch eine festgelegte Menge Wein.
Aussteller: Dekan und Kapitel des Stifts Neumünster
Empfänger: Johann Lonnerbach, Bürger zu Würzburg, und seine Ehefrau Else

Äußere Beschreibung:

Beschreibstoff bzw. Überlieferung: Perg., Insert, dt.

Laufzeit: 1424 April 14
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Pergament

Literaturhinweise:

Repertorium: Rep. 1, Bd. X, S. 11

Bilder: 5 Bilder

Registerbegriffe

Ortsnamen: Würzburg, Stift Neumünster, Dekan ; Würzburg, Stift Neumünster, Kapitel ; Würzburg, Stift Neumünster ; Würzburg, Stift Neumünster, Kellerei ; Würzburg, Stift Neumünster, Cellerar ; Würzburg, Stift Neumünster, Hof, Pfründehof ; Würzburg, Stift Neumünster, Kornspeicher ; Würzburg, Stift Neumünster, Kanoniker ; Würzburg, Stift Neumünster, Präsenzmeister ; Würzburg, Bürger ; Würzburg, Mühle, Berwingsmühle ; Würzburg, Stadt ; Würzburg, Vorstadt, Haug ; Würzburg, Stadtmauer ; Würzburg, Baugeschworene ; Würzburg, Domstift, Dekan ; Würzburg, Stift Haug ; Würzburg, Gemarkung ; Würzburg, Maß ; Würzburg, Dom, Domstufen ; Würzburg, Währung ; Würzburg, Schultheiß
Personennamen: Schwarzach, Kraft von, Würzburg, Stift Neumünster, Dekan ; Lonnerbach, Johann, Würzburg, Bürger ; Lonnerbach, Else, Würzburg ; Hessberg, Karl von, Würzburg, Domdekan

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Stift Neumünster, Kellerei