Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Bayerisches Hauptstaatsarchiv |
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| Kapitel-Bezeichnung: | 1351-1400 |
| URN: | urn:nbn:de:stab-538c9af0-b2b8-4b5b-9d0b-33df30b6ed476 |
| Bestellsignatur: | BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 405 |
| Archivische Altsignatur: |
Rheinpfälzer U 5740, Straßburg E 5144/55 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Gerlach Erzbischof von Mainz (Mentze), des Heiligen Römischen Reiches Erzkanzler in deutschen Landen, bekundet, daß sein Verwandter (neve) Walram Graf von Sp. und der Ritter Heinrich Schetzel von Lorch (Lorche) sich zur Beilegung ihrer Streitigkeiten an ihn gewandt und ihre Klagen und Beschuldigungen schriftlich vorgelegt haben. Nach Beratung mit weisen Leuten und Durchsicht dieser Urkunden entscheidet Gerlach wie folgt: 1. Heinrich Schetzel hatte 25 Malter Hafer aus den Dörfern Lindenschied (Lindescheit), Woppenroth (Woppinroide), Oberkirn (Obirnkirne) und Schwerbach (Sweyer-), die zu seinem Burglehen zu Schmidtburg (Smide-) gehörten, und Eigengut zu Alterkülz (in der Kultzen) zurückgefordert; der Graf habe diese weggenommen. Kann Heinrich nachweisen, daß sein Vater in Gülte und Gut gesessen und der Graf den Vater, die Mutter oder ihn selbst daraus geworfen hat, soll der Graf ihn wieder einsetzen und darin belassen, bis er das Burglehen vor den dortigen Burgmannen und das Eigen vor dem zuständigen Gericht für sich gewinnt. Der Sieger im Prozeß erhält seinen Schaden ersetzt. 2. Der Graf hatte geklagt, Heinrich habe geraubt, gebrannt und Leute totgeschlagen wider Recht und Gericht; kann er das nachweisen, soll Heinrich den Schaden wiedergutmachen nach Schätzung des zuständigen Gerichts und die Hinterbliebenen entschädigen nach Landesgewohnheit. Für den Nachweis Heinrichs und die Stellungnahme des Grafen dazu werden drei Termine bestimmt: der erste 14 Tage nach Martini, d. h. Dienstag Katharinentag (25.11.), der zweite am Mittwoch 14 Tage nach Katharinen, d. h. Mittwoch nach Nikolaus (10.12.), der dritte Donnerstag 14 Tage danach (25.12.). Für die Vorlage der Beweise des Grafen und das Verhör Heinrichs werden angesetzt: 14 Tag nach Andreastag, d. h. Sonntag nach Lucien (14.12.), Montag 14 Tage später, d. h. Montag nach Weihnachten (29.12.) und Dienstag 14 Tage danach (13.01.1355). Siegel des Ausstellers. |
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| Laufzeit: | 1354 November 5 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Bilder: | 3 Bilder |
| Ausstellungsort: | Mainz |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Grafschaft Sponheim Urkunden |
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