Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1301-1350
URN: urn:nbn:de:stab-5ec4c92b-a8ab-4a68-94ea-b2d4acc0179c3
Bestellsignatur: BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 375
Archivische Altsignatur:

Rheinpfälzer U 5897, Straßburg E 5153/16

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Raugraf Wilhelm bekundet, daß er und sein + Vater Raugraf Georg an Johann Grafen zu Sp. das halbe Haus Landstuhl (Nannestein) - Burg und Fels - mit der halben Stadt (Nannestul), der Hälfte von Burgmannen, Land und Leuten mit Gerichten, Dörfern, Gülten, Zinsen, Wassern, Wegen, Fischereien, Weiden, Wäldern, Wildbann, Geleit, Herrschaft und Gebot für 3355 kleine Gulden von Mainz (Mentzin) verkauft haben; die Summe ist vollständig bezahlt. Nun verkaufen Wilhelm und seine Frau Kunigunde dem Grafen die andere Hälfte mit dem genannten Zubehör für 8000 Pfund Heller, die zu Mainz gängig sind; 7000 Pfund sind bezahlt, die übrigen 1000 soll der Graf mit Wissen zweier Burgmannen an der Burg verbauen. Wilhelms Verwandte (swagern) Friedrich Dompropst zu Worms (Wormßin) und Friedrich, Gebrüder, Grafen zu Leiningen (Lyningin) haben dem Verkauf urkundlich zugestimmt. Ein Viertel an Burg und Stadt und 1/20 der Gülten im Lande gehören den Grafen von Leiningen und werden nicht verkauft; das Lösungsrecht am gesamten, verkauften Teil behalten die Grafen von Leiningen. Johann Graf von Sp. kann verpfändete, versetzte und verlehnte Teile der Herrschaft zurückkaufen und auslösen; Wilhelm kann diese dann nur mit der übrigen Herrschaft wieder an sich bringen. Wilhelm und Kunigunde geloben, dafür Währschaft zu leisten und gegen den Verkauf nicht vorzugehen. Beide Eheleute siegeln.

Laufzeit: 1350 Juli 6
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Bilder: 6 Bilder
Ausstellungsort: Meisenheim

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Grafschaft Sponheim Urkunden