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Mazz die Schonpergerin [Bürgerin, Salzburg] vermacht dem Domkapitel Salzburg in die Oblei das in ihrem Eigentum stehende Kufwerch zu Reichenhall (1), das Andre Strasser, Bürger von Reichenhall, inne hat. Die Oblei soll das Gut künftig stiften und die Gelder daraus einnehmen. Dafür soll man zu ihrem und ihrer Schwester Seelenheil einen Jahrtag mit einer gesungenen Vigil und einem Seelamt begehen und ihrer Vorfahren mit einem Ave Maria gedenken. Ein Pfund Pfennige soll an den Pfarrer in Salzburg gehen, ein Pfund Pfennige zum Verteilen an die Siechen in Mullein (2) und ein Pfund Pfennige an das Spital in Hallein (3). Was an Einnahmen aus dem Kufwerk über die drei Pfund hinausgeht, steht dem Domkapitel für die Oblei zu. Begeht die Oblei den vorschriebenen Jahrtag nicht, fallen die Einkünfte und das Kufwerk an den Dompropst. Sollte durch eine Besetzung der Stadt Reichenhall oder durch einen Fürstenkrieg keine Zinseinnahme aus dem Kufwerk möglich sein, ist man nicht verpflichtet, den Jahrtag zu halten. Zeugen: Herr Cristan, Kaplan bei der Pfarr [in Salzburg], Conrat Cicero, Bürger zu Salzburg.
Empfänger: Salzburg: Domkapitel - Oblei
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