Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-70e13bf0-5b75-4f42-bf92-6a3a1531bea20 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Johanniterorden Kommende Würzburg Urkunden 205 |
| Archivische Altsignatur: |
Johanniterorden, Kommende Würzburg Urkunden 1331 April 22 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Der Edelknecht ("armiger") Arnold von Steinbach und seine Ehefrau Gerhus ("Husa") verkaufen gemeinsam für sich und ihre Erben wegen drückender Schulden an den Komtur und die Brüder der Johanniterkommende in Würzburg und insbesondere an den Bruder Peter von Himmelspforten einen jährlichen Zins von 8 Malter Roggen ("siligo"), gemessen mit der Metze, 20 Metzen Hafer Würzburger Maß, 2 Fastnachts- und 4 Weihnachtshühnern. Der Roggen ist zwischen dem 15. August und dem 8. September ("infra duo festa Assumpcionis et Natiuitatis beate Virginis"), der Hafer um den 29. September ("circa festum beati Michahelis") auf Kosten der Verkäufer in einen Speicher in der Stadt Würzburg, der ihnen dann benannt wird, zu liefern. Die Abgaben gefallen von dem Hof der Verkäufer in dem Dorf Eßfeld ("Eychesuelt") neben den Höfen des Dekans des Stifts Neumünster und des Walterat. Diesen Hof bewirtschaftet derzeit Heinrich Zinke. Die Verkäufer haben dafür von den Käufern 45 Pfund Heller erhalten. Gerhus versichert, dass dieser Hof nicht zu ihrer Morgengabe gehört. Die Verkäufer übertragen den Käufern ihr Besitzrecht an dem Hof und erhalten ihn von diesen gegen Reichung der erwähnten Abgaben zu Erbrecht ("ius emphiteoticum") zurück. Sie versprechen den Käufern Schutz vor Entzug und die Leistung von Währschaft. Dafür stellen sie ihnen den Dekan des Stifts Neumünster Heinrich Horand und die Edelknechte Winter von Altertheim und seinen Sohn Konrad als Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager in der Stadt Würzburg. Liefern die Verkäufer den Roggen nicht bis spätestens 29. September und den Hafer nicht bis spätestens 11. November ("usque ad festum beati Martini"), dann verlieren sie ihr Rückkaufrecht. Es ist ihnen nämlich erlaubt, Hof und Zins innerhalb von sechs Jahren, gerechnet ab dem 22. Februar 1332 ("a festo Katedre sancti Petri apostoli proxime venturo"), um die ihnen dafür bezahlte Summe zurückzuerwerben. |
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| Äußere Beschreibung: |
S 3: Winter von Altertheim; ursprünglich an Pergamentstreifen abhängend, verloren |
| Laufzeit: | 1331 April 22 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 31 |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Würzburg, Johanniterkommende, Komtur ; Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Würzburg, Maß ; Würzburg, Stift, Neumünster, Dekan ; Würzburg, Einlager ; Würzburg, Offizial ; Eßfeld (Gde. Giebelstadt/Lkr. Würzburg), Hof ; Eßfeld (Gde. Giebelstadt/Lkr. Würzburg), Dorf ; Eßfeld (Gde. Giebelstadt/Lkr. Würzburg), Anlieger ; Eßfeld (Gde. Giebelstadt/Lkr. Würzburg), Beständner |
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| Personennamen: | Steinbach, Arnold von ; Steinbach, Gerhus von ; Himmelspforten, Peter von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Walterat, N., Eßfeld ; Zinke, Heinrich, Eßfeld ; Horand, Heinrich, Würzburg, Stift Neumünster, Dekan ; Altertheim, Winter von ; Altertheim, Konrad von ; Eppelnsheim, Johannes von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Kanne, N. ; Gerhard |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | E v (16. Jh.)<BR/>No. 2 (18. Jh.) |
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