Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1301-1350
URN: urn:nbn:de:stab-723cd745-1dcd-4fa4-9352-41c177e576ce2
Bestellsignatur: BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 201
Archivische Altsignatur:

Sp. U 186

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Friedrich Wildgraf von Kyrburg (-berch) und sein ältester Sohn Gottfried (Godevert) einigen sich wegen des Gefängnisses und der Streitigkeiten, die daraus entstanden waren, daß Loretta Gräfin von Sp. und ihre Kinder Friedrich gefangen hatten, mit dem Rat der gemeinsamen Freunde wie folgt: Friedrich und Gottfried versprechen für sich, ihre anderen Kinder bzw. Geschwister und ihre Freunde, sich nicht zu rächen und nicht vor geistlichen oder weltlichen Gerichten, mit Worten oder Werken gegen die Gräfin, ihre Kinder und Helfer, besonders Richwin von Miehlen (Mylin), Arnold Wurstknevil, Heinrich Struphaver und andere, die bei der Gefangennahme Friedrichs anwesend waren, vorzugehen. Wildgraf Friedrich wird Mann von Lorettas ältestem Sohn Johann Grafen von Sp., von dem er 50 Mark Geld, 3 Heller pro Pfennig zu rechnen, erhalten hat; diese hat er urkundlich auf Eigengut angewiesen. Der älteste von Friedrichs Lehnserben, der die Grafschaft Kyrburg nach ihm erhält, soll das Lehen empfangen und vermannen; es darf nicht aufgesagt werden. Beide Aussteller sollen gegen die Gräfin, ihren Sohn und deren Erben nichts wegen Mannen, Burgmannen, Herren oder Magen unternehmen außer bei Rechtsverweigerung. Sie werden die Gräfin, ihren Sohn und deren Erben bezüglich ihrer Peters- und Eigenleute nicht behindern; diese und ihre Amtleute können diese Leute nach ihrer Gnade bestrafen, wo immer sie in den wildgräflichen Gerichten sitzen, sofern sie nach dem Urteil des Hofes zu [Nieder-] Wörresbach (Werispach) in den "underzoch" der Grafen von Sp. gehören. Zwischen beiden Grafschaften, ihren Mannen und Burgmannen, die der Wildgraf verantworten will, soll es keinen Auflauf geben, gegebenenfalls ist der Streit durch Freunde beider Seiten beizulegen. Der Wildgraf verspricht, sp. Leuten vor seinen Gerichten Recht zu verschaffen. Brechen die Aussteller das, sind sie treulos, ehrlos und meineidig. Es siegeln (1) Wildgraf Friedrich, (2) Gottfried und auf deren Bitten (3) Erzbischof Balduin von Trier (Tryre), (4) Georg Graf von Veldenz (Veldencze), (5) Johann Graf von Sp. [-Kreuznach], (6) Gerhard Herr von Blankenheim (Blanckenheym), (7) Philipp Herr von Falkenstein (Valkinsteyn), (8) Johann Wildgraf von Dhaun (Dunen), (9) Raugraf Konrad der Alte, (10) Raugraf Konrad der Junge, (1 1) Heinrich und (12) Hugo Herren von Vinstingen. Diese kündigen ihre Siegel an.

Laufzeit: 1327 März 12
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Bilder: 4 Bilder

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Grafschaft Sponheim Urkunden