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Mechthild von Turnsberg (genant von Turensperch) erläßt eine Reihe von Stiftungen zu Gunsten des Klosters Neuburg: Als erstes überschreibt genannte Mechthild ihren halben Hof zu Putenbrunn (1), den sie selbst von Eberhard Ursinger gekauft hat, ihre halbe Hube zu Holenbach (2) und die halbe Hube zu Vnderstal (3) an die Kustorei des Kloster, mit der Auflage, daß die jeweilige Küsterin aus den Einnahmen der Güter zum Jahrtag der Stifterin eine jährliche Spende von 12 Metzen Roggen und 30 Pfennig an die Armen ausgeben soll, der Rest soll zwischen den Klosterfrauen und den vier Priestern aufgeteilt werden. Zweitens vermacht sie ihre Hofstatt mit Garten an der Schottengasse zu Neuburg der Äbtissin Margarethe auf Lebenszeit, nach deren Tod soll die Hofstatt auch dem Jahrtag zufallen. Drittens sollen Frau Offmey von Tundorf, die Küsterin des Klosters, und die Klosterfrauen Elisabeth und Dorothea, die Hiltprandin, drei Äcker, gelegen zu Paldersdorf (4) auf Lebenszeit erhalten, nach deren Tod sollen die Äcker ebenfalls der Jahrtagstiftung zufallen. Viertens übergibt sie ihr Gut zu Irrenau (5) ihrem Neffen (swestersun) Haintz Petzel auf Leibrecht, nach seinem Tod soll das Gut auch der Jahrtagsstiftung zufallen. Fünftens soll die Kustorei des Klosters für das ewige Licht den halben Teil der vier Äcker zu Saechensant (6) erhalten und zuletzt soll der Acker zu Hazenloch (7) nach ihrem Tod verkauft und mit dem Geld ihr Begräbnis begangen werden. S1: Berthold der Aindorfer, Pfarrer zu Unserer Lieben Frau in Neuburg S2: Ritter Heinrich von Lentingen, Propst zu Unserer Lieben Frau in Neuburg
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