Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-7c3d62f6-e918-40bf-b310-56e6714896c93 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 433 |
| Archivische Altsignatur: |
Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1431 Februar 4 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Heinrich von Thüngfeld, gesessen zu Schönbach, verkauft für sich und seine Erben an die Äbtissin Margarete [Trabot] und den Konvent des Klosters Himmelspforten bei Würzburg sein Viertel des Zehnten in der Schottenau zwischen [der Stadt] Würzburg und dem Kloster Himmelspforten mit allen ihm daran zustehenden Rechten und Zugehörungen, nämlich Groß- und Kleinzehnt, nämlich den Zehnt von Wein, Roggen ("korn"), Weizen, Hafer, Gerste, Rüben, Kraut, Obst und allen anderen Früchten, die in dem erwähnten Zehntbezirk wachsen. Er hat diesen Zehntanteil von Ruprecht von der Kere erworben und bisher als Lehen des Würzburger Bischofs Johannes [von Brunn] und des Hochstifts Würzburg innegehabt. Die Käuferinnen haben ihm dafür 260 rheinische Gulden Landeswährung [zu Franken] bezahlt, deren vollständigen Erhalt er hiermit quittiert. Heinrich von Thüngfeld verspricht daher, dem Kloster für den Zehntanteil Währschaft nach Lehenrecht im Lande Franken zu leisten und dieses im Falle von Rechtsstreitigkeiten wegen des Kaufs vor weltlichen oder geistlichen Gerichten zu rechtfertigen. Tut er dies nicht, dann sollen seine nachbenannten Bürgen nach Aufforderung durch die Käuferinnen bei einem öffentlichen Wirt in der Stadt Würzburg jeder in eigener Person und mit einem Knecht und einem Pferd solange Einlager halten, bis alle Rechtsstreitigkeiten beigelegt sind. Bei Tod oder Rückzug eines Bürgen ist innerhalb von 14 Tagen ein gleichwertiger Ersatzmann zu stellen. Andernfalls sollen die übrigen Bürgen Einlager halten, bis dies erfolgt ist. Der Verkäufer setzt die Käuferinnen in den Besitz des Zehntanteils, nachdem er mit Hand und Halm, wie es im Lande Franken Sitte ist, darauf verzichtet hat, und gelobt für sich und seine Erben, keinerlei weiteren Ansprüche darauf mehr zu erheben. Zugleich verpflichtet er sich, seine Bürgen ohne deren Schaden aus der Bürgschaft zu lösen. Die Bürgen Georg ("Jorg") Fuchs zu Stollberg und Peter Zollner, gesessen zu Hallburg ("Halberg"), bekennen sich zur Übernahme der Bürgschaft und aller damit verbundenen Pflichten. Als Zeichen dafür siegeln sie mit dem Verkäufer. |
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| Äußere Beschreibung: |
S 3: Peter Zollner; an Pergamentstreifen anhängend und in Leinen |
| Laufzeit: | 1431 Februar 4 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Repertorium: Rep. 1, Bd. 6, S. 415 |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Zehnt ; Würzburg, Flurnamen ; Würzburg, Bischof ; Würzburg, Einlager |
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| Personennamen: | Thüngfeld von Schönbach, Heinrich von ; Trabot, Margarete, Kloster Himmelspforten, Äbtissin ; Kere, Ruprecht von der ; Brunn, Johannes von, Würzburg, Bischof ; Fuchs von Stollberg, Georg ; Zollner von Hallburg, Peter |
| Sachbegriffe: | Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Zehnt, Würzburg ; Flurnamen, Würzburg ; Bischof, Würzburg ; Einlager, Würzburg |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | sub Himelpforten lit. S rub. Schernau (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. (18. Jh.)<BR/>N. 440 (18. Jh.) |
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