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A: Georg Trautenberger, Pfleger zu Waldeck (Lkr. Kemnath) S: Landgericht Kemnath E: Herr Konrad Wannbacher von Michelfeld Betreff: Gerichtsbrief in der Klage des Hans Pfreymder von Sigharts (Sigras, Lkr. Amberg) für sich, seinen Bruder Gilg und Jakob den Romung, deren beider Gewaltbrief er vorlegt, auf das Dorf zu Than (Thann, abgeg. zwischen Kohlberg und Etzenricht), das vom Landgrafen zu Leuchtenberg zu Lehen geht, das ihnen lange Zeit "außen gestanden" und verschwiegen worden sei und das ihnen der Landgraf als verfallenes und verschwiegenes Lehen verliehen habe, das man ihnen aber nicht ohne Hilfe des Gerichts abtreten wolle. Vorbringen von E: Er höre, dass auf das Dorf zu Than geklagt wird. Er, sein Bruder und der Konvent und das Gotteshaus zu Michelfeld hätten dort einen Hof liegen, auf dem jetzt Nickel Pfreymder aufsitzt und den sie seit mehr als 120 Jahren als freies Eigen in Nutz und Gewere innegehabt und über den sie wohl Urkunden und Briefe hätten, die sie auch wohl vorbringen könnten. Dagegen Hans Pfreymder, dass er auch Urkunden und Lehenbriefe habe, die es billig zu verhören gelte. Nach Verhörung der Urkunden des Hans Pfreymder erklärte Konrad Wannbacher, dass er seine Urkunden heute nicht dabei habe, worauf das Gericht erteilte, dass er seine Urkunden auf dem nächsten Landgericht verhören lassen solle. Nach Verhörung seiner Urkunden auf dem nächsten Landgericht, die dahingehend lauteten, dass er und seine Vollmachtgeber 121 Jahre in Nutz und Gewere des Hofs gesessen seien, ergeht das Urteil, dass sie weiterhin in Nutz und Gewere des Hofs bleiben sollen. Urteiler: Konrad Swab, Albrecht Zirkendorfer, Albrecht Mengersrewter. Vgl. Urkunde Nr. 38!
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