Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Nürnberg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Lochner von Hüttenbach, Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-7e9bbe38-d489-486a-bc6e-6aae2cad7f203 |
| Bestellsignatur: | StAN, Lochner von Hüttenbach, Urkunden 60 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Notariatsinstrument des Nicolaus Bayer von Forchheim, Kaiserlicher Notar, ad perpetuam rei memoriam über das Zeugenverhöhr in des Franz Zeller`s Gastgeb, Behausung zu Schnaittach auf Begehren der Frau Sibilla Lochnerin, Georg Lochners zu Hüttenbach Witwe und ihrer Kinder Vormünder sodann des Paulus Harsdorffer und Hieronimus Kress, Pfleger zu Lauf, wegen der Untertanen des Spitals zu Lauf zu Hüttenbach: 1. Hanns Krauss von Freyenröttenbach, hinter dem Stift Weissennohe, verhört, zu Hüttenbach erzogen und geboren, bei 81 Jahren alt, 1502 geboren. Seit er denke haben die Jnhaber der Kolerischen Güter über der Frau Lochnerin Feld hinter dem Schloss an der Seitzen Leriten zu ihren Feldern gebraucht, wissen aber nicht, ob es eine Gerechtigkeit. Wegen der Bäckstatt und Wirtschaft zu Hüttenbach, ob des Georg Galsterer und andern Behausungen in der Gemein nicht offene Wirtschaften und Bäckstätten zu halten berechtigt, sagt er, dass vor 60 Jahren ein Bäck, der Grottsbeck genannt, von Leuttenbach heraufgezogen, und als der alters halber der Bäckerei und Wirtschaft nicht nachkommen können, derselbe wieder abgezogen. Wirtschaft und Bäckereibetrieb sei ihm nie gewehrt worden, nach ihm der Hergott, aber auch die Seckendorffer, die damals den Sitz Hüttenbach innegehabt, ihm nicht gewehrt. Seither sind keine Bäcken darauf, aber Wirtschaft wurde betrieben. Ebenso bejaht er die dritte Frage, dass die Steinmauer oberhalb der Badreut am Viechtach die Untermark zwischen dem Reutacker des Müllers Hanns Wölflein und dem Lochnerischen Holz sei. 2. Cuntz Ackermann, über 70 Jahre alt, zu Frauenreittenbach erzogen und geboren, habe 25 Jahre zu Hüttenbach gewohnt und hinter Pangratz Lochner gesessen, bejaht die erste Frage wegen des Steiges und die dritte wegen der Mark wie der erste Zeuge, gedenkt, dass dem Hergott ein Neubau für eine Bräustatt gewehrt worden, auch keine neue Bäckerei geduldet worden. 3. Fritz Kunhoffer zu Huttenbach, Hintersasse des Spitals zu Lauf, bei 78 Jahren, zu Oberntorf gezogen und geboren, habe 93 Jahre zu Hüttenbach gewohnt, sowie 4. Hans Krauss, 55 Jahre, beantworten die Fragen im Sinne der ersten Zeugen. Auf Seite der Lochnerin wurden vernommen 1) Jobst Behem von Simelstorf, Hintersass der Frau Durrigel, geb. i. J. 1500: Der alte Hergott habe des Galsterers Haus verkauft, weil ihm der Pangratz Lochner keine Bäckerei erlaubte und sei auf des Lochners Schenkstatt gezogen. 2) Lorentz Haidenn von Hüttenbach, 74 Jahre alt, hat 46 Jahre zu Hüttenbach gewohnt und ist der Lochner Vogt im Schloss gewest: bestätigt, dass der Lochner dem alten Hergott das Backen ausser dem Eigenhaushalt verwehrt. Dem Röttler sei die Errichtung eines Bräuhauses auf der Schenkstatt zu Hüttenbach durch die Lochner u. Schnaittacher gewehrt worden. 3) Hanns Zigler zum Winterstain, Hintersass des Enders Lochner, bei 70 Jahren, und 4) Hans Bien von Oberndorf, Hintersass der Frau Lochnerin, bei 70 Jahren sagen im gleichen Sinne aus. - Siegler: Franz Zölner anstatt des Notars |
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| Äußere Beschreibung: |
Äußere Beschreibung: Kopie, Papier, gleichzeitige Abschrift. |
| Laufzeit: | 1582 September 5 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Lochner von Hüttenbach, Urkunden |
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