Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Nürnberg
Kapitel-Bezeichnung: 1.3 Einzelne Familienangehörige
URN: urn:nbn:de:stab-8b503b9f-1f70-4a56-8def-2780e565b05a3
Bestellsignatur: StAN, Adelsarchiv Seckendorff, Obernzenn, Rotes Schloss, Akten 117

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Von Brandenburg-Ansbach gegen den Christoph Adam Groß v. Trockau als Inhaber und gegen Ernst Ludwig als Käufer des Gutes Trautskirchen vor dem Reichshofrat zu Wien angestrengter Prozeß wegen angeblicher Besitztitel auf das Gut. Die Allodialerben des 1669 † Friedr. Klaus v. Lentersheim, seine Witwe Eva Kath. geb. Schenk v. Geyern und seine beiden Schwestern Anna Kath. verh. v. Sperreuth und Sophia Friederika verh. v. Stein dann Kresser veräußerten ihre Eigengüter um 56.000 fl und 1000 Dukaten Leihkauf an Brandenburg-Ansbach. Auf Appellation des Joh. Friedr. v. Lentersheim beim Reichshofrat wurden diesem verschiedene Lehenstücke zu, Brandenburg-Ansbach aber Ansprüche an die Allodialerben abgesprochen. Das Erbe der Frau v. Sperreuth wurde als von ihrem Ehemann verpfändet, dieser abgesprochen, doch war das Gut von den Allodialerben bereits an David Kresser als sperreuthischen Testamentsvollstrecker um 25.000 fl verkauft worden. Nach dessen Tod veräußerte es die Gemahlin, nun v. Wied, wider kaiserliches Verbot von 1702 Sept. 22 dem Kanton Altmühl, von dem es zunächst der markgräfliche Rat v. Forstern, nach dessen Rücktritt aber um 25.000 fl Ernst Ludwig v. S-G erwarb, der an die Witwe 10.509 fl bezahlte und 14.440 fl beim Kanton Altmühl verschrieb. Brandenburg-Ansbach machte 144.406 fl an Schaden geltend, einigte sich aber mit Seckendorff auf 25.000 fl, wobei es sich weitere Ansprüche an die Lentersheimischen Allodialerben, v.a. die Gräfin v. Wied, vorbehielt (mit Spesenaufstellung 1716-1726) [vgl. Nr. 119]

Laufzeit: 1702 - 1726
Sprache: ger
Gattung: Akten

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Adelsarchiv Seckendorff, Obernzenn, Rotes Schloss, Akten