Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Amberg
Kapitel-Bezeichnung: Jahre 1451-1475
URN: urn:nbn:de:stab-91baf0c8-07d1-4871-857c-4a37de782aae2
Bestellsignatur: StAAm, Fürstentum Obere Pfalz, Kloster Gnadenberg Urkunden 160
Archivische Altsignatur:

BayHStA, GU Neumarkt 304; BayHStA, KU Gnadenberg 1471 Februar 8 (II)

Beschreibung des Archivales

Betreff:

A: Bischof Wilhelm von Eichstätt, Erzkanzler des Mainzer Stuhls

S: A

E: Ewigmesse in der Frauenkapelle zu Neumarkt

Betreff: Auf Bitte Pfalzgraf Ottos II. (von Pfalz-Neumarkt) erfolgte Bestätigung der Stiftung von 80 Gulden für eine Ewigmesse in der Frauenkapelle zu Neumarkt durch die Pfalzgräfin Beatrix, die Witwe Pfalzgraf Johanns (von Pfalz-Neumarkt) mit Zustimmung des Magisters Heinrich Pregler, des Pfarrers zu Neumarkt und unter folgenden Auflagen: Das Patronats- bzw. Präsentationsrecht soll für immer Pfalzgraf Otto II. oder seinen Erben zustehen. Jeder Kaplan dieser Messe soll an allen Wochen vier Messen in der Frauenkapelle lesen oder singen, in welchen des Pfalzgrafen Otto II., des Pfalzgrafen Johann und seiner Gemahlin Beatrix als der ersten Stifterin der Messe, des Pfalzgrafen Otto I., der Pfalzgräfin Johanna, des Pfalzgrafen Ruprecht, des Administrators der Regensburger Kirche, sowie aller Vorfahren und Nachkommen der Herzöge des Hauses Bayern gedacht wird. In den kanonischen Stunden, wenn für die Verstorbenen gebetet wird, soll der Kaplan eine spezielle Antiphon und Kollekte zum Heil der Genannten und aller verstorbenen Gläubigen halten. Jeder Kaplan soll im Wohnhaus dieser Messe persönlich wohnen, dem Pfarrer in Neumarkt die gebührende Achtung entgegenbringen und sich nicht in die pfarrlichen Rechte und die Verwaltung der Sakramente einmischen. Die Einkünfte der Messe sind nach Inhalt des Stiftungsbriefs der Stifterin folgende: Jährlich 19 Gulden, die vom Rat und den Bürgern der Stadt Neumarkt zu bezahlen sind; jährlich 11 Gulden rhein., die vom Sigerstorfer aus dessen Hofbau zu Puch (Buch, Lkr. Neumarkt) und etlichen seinen Höfen, die jetzt Jorg Rostaler innehat, erkauft wurden; ein jährlicher Zins von einem Gulden rhein., erkauft um 19 Gulden aus einem Gut zu Oberbuchfeld (Lkr. Neumarkt), das der Schüstel innehat; ein Gütl zu Oberbuchfeld (Lkr. Neumarkt), das dem Lienhard Tenngel vererbt ist und jährlich 24 Metzen Korn, 24 Metzen Hafer, eine Weihnachtssemmel oder 21 Pfennige und an Pfingsten eine Fasnachtshenne und 16 Käse oder für jeden Käse 4 Pfennige reicht; ein Gütl zu Unterbuchfeld (Lkr. Neumarkt), das dem Peter Tenderstorffer vererbt ist und jährlich ein Pfund Pfennige Wisgeld, 8 Metzen Korn, 8 Metzen Hafer und zu Pfingsten ein Fasnachtshuhn und 10 Käse oder für jeden Käse 4 Pfennige reicht. Die Stifterin will schließlich erreichen, dass die Pfründe im nächsten Jahr mit einem Haus versehen wird.

Äußere Beschreibung:

Äußere Beschreibung: Or., Perg., lat.

Laufzeit: 8. Februar 1471
Sprache: lat
Gattung: Urkunden
Literaturhinweise:

Abschrift in Papierlibell von 1472 V1 (= Urkunde Nr. 165).

Archivregest: StAAm, Standbücher 1217/I Nr. 86 (mit Jahreszahl 1470).

Ausstellungsort: Eichstätt

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Fürstentum Obere Pfalz, Kloster Gnadenberg Urkunden