Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Bayerisches Hauptstaatsarchiv |
|---|---|
| Kapitel-Bezeichnung: | 1451-1500 |
| URN: | urn:nbn:de:stab-930cb19e-fb1f-493c-b224-75eb552a57c96 |
| Bestellsignatur: | BayHStA, Grafschaft Ortenburg Urkunden 1094 |
| Archivische Altsignatur: |
GU Ortenburg 414 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Lienhard Jud, dzt. Pfleger und Landrichter zu Mospurg, entscheidet anstatt des H. Ludwig von Bayern in der Schranne zu Mospurg im Streit zwischen Bartholome Saczenhoffer, vertreten durch Jorg den Kraczer, und Hr. Jorg G. zu Ortenberg, vertreten durch Hanns Mosperger, wegen der vom G. nach dem Absterben des Jahenstorffer ohne männliche Erben als erledigte Lehen angesprochenen Lehen, nachdem ein Gerichtsbrief von Lienhard Jud, gegeben in der Schranne zu Mospurg am Mittwoch vor Johannis zur Sonnenwende (14)63 (= 22. Juni) verlesen worden war, aus dem ersichtlich ist, dass der Saczenhoffer angibt fünferlei Lehen, nämlich vom Anglberger, Perckhofer, Schmacz und eigene Lehen vom Jahenstorfer sowie vom Grafen besitzt, und darum eine namentliche Bezeichnung der strittigen Lehen durch den Grafen verlangt, welchem Begehren der Mospurger durch Verlesung eines Zettels mit 28 Stücken nachkam, worauf nun der Saczenhoffer erwiderte, dass dies nicht genüge und zwei U verlesen ließ - die eine U von etwa 52 Jahren besagt, dass der Jahenstorffer bei Versetzung seines gesamten Besitzes kein Stück im Burgthing Mospurg hatte, und die andere U bei 45 Jahre alt besagt, dass der Jahenstorffer seine eigenen Lehen zu Ärding, Rottenburg, Chrantzsperg und Inchoffen oberhalb der Straße, die von Landshut nach Rotenburg führt, verkauft und keines im Burgthing von Mospurg liegt -, die für seine Ansicht sprechen, auch die Meinung vertrat, dass Nennung von Lehen in Lehensbüchern und alten Handschriften als gemeines Recht gelte, da es nie so viele U darüber gebe und ansonst Grafen, Rittern und Knechten hinsichtlich ihrer Lehen Schaden erwachsen würde, nicht zugestimmt werden könne, überdies habe er Sczenhofer persönlich nur 4 Stücke bezeichnet, die vor dem oberen Tor außerhalb der Stadt liegen, darunter eines Salchinger genannt, und diese wollte er auch von dem Grafen zu Lehen nehmen, sei auch schon zwei- oder dreimal in Ortenburg gewesen, habe aber die Belehnung nicht erhalten können, zudem da nun der Anwalt des Grafen einen Gerichtsbrief mit nennung der 4 Stücke und der 24 anderen begehrte und darauf hinwies, dass der Saczenhoffer nun schon bei 10 Jahren den Prozess hinziehe und noch immer nicht auf die Hauptfrage dem Grafen eine Antwort gegeben habe, nach Befragung des Joring Ziecher über den Rechtsstand, dass nun, da man dem Grafen eine Frist zur Nennung der Stücke gegeben habe, auch dem Saczenhoffer eine Frist gewährt wird zur Nennung der 4 Lehenstücke vom Haus Ortenberg.; S: Aussteller; Beisitzer im Gericht: Marthan Stranng, Conrad Chastenhoffer, Sigmund Stapfmair, Fridrich Wagner, Pauls Vischer, all fünff burger und des rats zu Mospurg, Vlrich Schrott, Peter Mulner, Vlrich Grässl, Hans Städler, Vlrich Tierlczhawser, Hans Zätel, all burger daselbs; Vorsprecher im Gericht: Jorg Mochinger, Conrad Sedelmair, Steffan von Tann. |
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| Laufzeit: | 1464 Oktober 3 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Perg. |
| Ausstellungsort: | Moosburg |
Überlieferungsgeschichte
| Überlieferung: |
Or. |
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| Provenienz: |
Grafschaft Ortenburg Urkunden |