Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung von Urkunden
URN: urn:nbn:de:stab-9db121f3-a091-45a2-9f00-a87b8cefd9bc1
Bestellsignatur: StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 506
Archivische Altsignatur:

Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1519 Februar 16

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Friedrich von Grumbach, Pfleger zu Altmannstein, und seine Ehefrau Argula ("Argulus") geborene von Stauff ("Stawffen") verkaufen an die Äbtissin Sophia von Grumbach, die Priorin und den Konvent des Klosters Himmelspforten unterhalb der Stadt Würzburg am Main einen jährlichen Zins von 5 rheinischen Gulden Landeswährung zu Franken. Dieser Zins lastet auf einigen ihrer Beständner, Einkünfte und Güter zu Hergolshausen ("Hergolthawsen"), nämlich:
- Eckarius Reichart, der ihnen bisher von seinem Gut 5 Malter Roggen ("korns") und 1 Malter Hafer gezinst hat, sowie
- den Gebrüdern Lorenz, Friedrich und Klaus Merz, die bisher von ihren Gütern 4 Malter Roggen und 2 Malter Hafer gezinst haben, und zwar jeweils zwischen dem 15. August und dem 8. September ("zwuschen den zweyen vnser liebenn Frawen tagen Assumpcionis vnd Nativitatis").
Die Verkäufer haben dafür von den Käuferinnen 100 rheinische Gulden bar erhalten. Sie weisen ihnen daher den Zins auf den erwähnten Beständnern und Gütern an. Diese sollen künftig die 5 Gulden jedes Jahr am 22. Februar ("vff yeden sant Peters tag Cathedra") im Kloster bezahlen. Tun sie dies nicht, dann kann sich das Kloster an ihren Gütern schadlos halten, diese einziehen, verkaufen oder verpfänden, bis es daraus sein Kapitel, die rückständigen Zinsen und alle dem Kloster entstandenen Schäden erlöst hat. Die Verkäufer übernehmen die Gewährleistung dafür, dass die erwähnten Getreidegülten ihr Eigentum sind, das an niemand anderen verkauft oder verpfändet ist. Sollte trotzdem jemand das Kloster deswegen belangen oder ihm die Einkünfte streitig machen, dann müssen die Verkäufer das Kloster vor Gericht vertreten und schadlos halten. Die Verkäufer geloben, diesen Verkauf einzuhalten und mit keinerlei Mitteln dagegen vorzugehen. Ihnen steht allerdings das Recht zu, den Zins gegen Bezahlung der ihnen dafür übergebenen Summe abzulösen, wann immer sie wollen. Dieser Rückkauf soll jeweils zum 22. Februar erfolgen und muss den Käuferinnen ein Vierteljahr vorher angekündigt werden. Auf Bitte der Verkäufer siegelt Michael von Seinsheim ("Sawnsheym"), Domherr zu Würzburg, mit.


Aussteller: Friedrich von Grumbach und seine Ehefrau Argula
Empfänger: Äbtissin, Priorin und Konvent des Klosters Himmelspforten

Äußere Beschreibung:

S 2: Michael von Seinsheim; an Pergamentstreifen anhängend, besch.

Laufzeit: 1519 Februar 16
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Pergament

Literaturhinweise:

Repertorium: Rep. 1, Bd. 6, S. 423

Registerbegriffe

Ortsnamen: Altmannstein (Lkr. Eichstätt), Pfleger ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Priorin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Domstift, Kanoniker ; Main, Fluss ; Hergolshausen (Gde. Waigolshausen/Lkr. Schweinfurt), Beständner ; Hergolshausen (Gde. Waigolshausen/Lkr. Schweinfurt), Einkünfte ; Hergolshausen (Gde. Waigolshausen/Lkr. Schweinfurt), Gut
Personennamen: Grumbach, Friedrich von, Altmannstein, Pfleger ; Grumbach, Argula von, geb. von Stauff ; Grumbach, Sophia von, Kloster Himmelspforten, Äbtissin ; Reichart, Eckarius, Hergolshausen ; Merz, Lorenz, Hergolshausen ; Merz, Friedrich, Hergolshausen ; Merz, Klaus, Hergolshausen ; Seinsheim, Michael von, Würzburg, Domherr
Sachbegriffe: Pfleger, Altmannstein (Kr. Eichstätt) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Priorin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Fluss, Main ; Beständner, Hergolshausen (Gde. Waigolshausen/Kr. Schweinfurt) ; Einkünfte, Hergolshausen (Gde. Waigolshausen/Kr. Schweinfurt) ; Gut, Hergolshausen (Gde. Waigolshausen/Kr. Schweinfurt) ; Kanoniker, Würzburg, Domstift

Überlieferungsgeschichte

Registratursignatur/ Aktenzeichen: sub Himelpforten lit. H (18. Jh.)<BR/>registrata in des closters copeibuech fol. 491 (18. Jh.)<BR/>N. 524 (18. Jh.)