Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1301-1350
URN: urn:nbn:de:stab-a0d20c94-5283-4364-8bfc-e866df5348789
Bestellsignatur: BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 157
Archivische Altsignatur:

Sp. U 65

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Heinrich, Sohn des Grafen Johann von Sp., dem Starkenburg (-berch) gehört, bewittumt seine Frau Loretta, Tochter des Grafen Johann von Salm (Salmen) mit 450 Pfund Hellern und dem Haus Herrstein (Her-) nach der Gewohnheit des Landes, in dem das Wittum liegt. Es werden angewiesen: zu (Nieder-)Wörresbach (Werispach) 20 Malter Roggen und 20 Malter Hafer vom Zehnten; im Hof zu Lampenholz je 15 Malter Roggen und Hafer; zu Herrstein vom Hof 10 Malter Roggen und 20 Malter Hafer, von Zinsen 2 Malter Roggen, von der Mühle 1 ½ Malter Roggen und von des Grafen Eigen 2 Malter Hafer; zu Niederhosenbach (Kirchenhosen-) 3 ½ Malter Roggen und 1 ½ Malter Hafer; vom Zehnten zu Mörschied (Morscheyt) und Oberwörresbach (-werispach) je 25 Malter Roggen und Hafer; auf der Abtei (appedigen) 21 Malter Roggen gen. Heischkorn (heisecorn); zu Wörresbach und jenseits der Nahe 50 Malter Roggen Heischkorn und 3 Malter Hafer; auf der Abtei 10 Malter Vogthafer; zu Wörresbach 10 Malter Vogthafer; auf der Abtei im Mai und an Martini (11.11.) je 6 Schilling Heller Zins; zu Fischbach (Vispach) 18 Schilling Heller am Bartholomäustag (24.08.); zu Wörresbach 42 Schilling Heller am Bartholomäustag und je 30 Schilling im Mai und an Martini; zu Herrstein Mitte Mai und an Martini je 30 Schilling; zu Niederhosenbach je 6 ½ Schilling Heller Mitte Mai und an Martini; zu Mörschied 5 ½ Schilling an Martini und 1 Pfund Heller Vogtpfennige; an Heischung und Steuer (saffe) aus dem Land Herrstein 326 Pfund Heller und jenseits der Nahe 15 Pfund Heller; 26 Fuder Heu zu Herrstein; 4 Fuder Wein zu Enkirch (Enkerich), 4 Kapaune zu Rotenfels (Rodenvelz) an der Mühle und 4 Kapaune zu Wörresbach an der Mühle; zu Niederhosenbach 5 Kapaune vom Eigen; zu Herrstein 17 Kapaune vom Eigen; zu Mörschied und Lochem (Lochenowen) 17 Kapaune, zu Fischbach 4 und zu Wörresbach 11 Kapaune; auf der Abtei 30 Fastnachts- und 50 Vogthühner; im Gericht Wörresbach und jenseits der Nahe 10 Vogthühner. Nach Heinrichs Tod soll Loretta das Wittum ihr Lebtage innehaben; stirbt sie ohne Leibeserben, fällt das Wittum wieder an Sp.; haben die Eheleute Kinder, fällt das Wittum nach Landesgewohnheit diesen zu. Da Heinrich kein Siegel hat, bittet er seinen Vater (1) Johann Grafen von Sp., dem Starkenburg gehört, seine Mutter (2) Katharina Gräfin von Sp. sowie seine beiden Vettern (3) Heinrich Propst zu Aachen (Achen) und (4) Gottfried um Besiegelung. Diese kündigen ihre Siegel an.

Laufzeit: 1315 Januar 20
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Bilder: 7 Bilder

Überlieferungsgeschichte

Provenienz:

Grafschaft Sponheim Urkunden