Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-a958bf4b-ff6f-4e70-8647-1499f65c614f3 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 505 |
| Archivische Altsignatur: |
Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1518 Oktober 7 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Die Räte des Würzburger Bischofs Lorenz [von Bibra] beurkunden: Vor ihnen hat Konrad ("Cuntz") Brotbach von Greußenheim ("Grewssen") Klage gegen die Äbtissin Sophia [von Grumbach] des Klosters Himmelspforten erhoben. Er fordert von ihr die Erstattung der Kosten für Zehrung und Futter, die er den Dienern, Knechten und Mägden des Klosters gegeben hat, wenn sie im Auftrag des Klosters in Greußenheim tätig waren. Außerdem die Bezahlung von sechs Fuhren, die er für das Kloster gemacht hat, von zwei Fässern, die er dem Kloster um 7 Pfund verkauft hat, sowie von 2 Fuder Holz und anderem. Dagegen hat die Äbtissin vorgebracht, dass man ihm keine Zehrungskosten erstatten werde, da das Kloster seine Diener und Ehehalten immer mit genügend Proviant versehen habe. Was man ihm aber für die Fässer, das Holz und andere Dinge noch schuldig sei, werde man ihm gutwillig bezahlen. Er sei aber seinerseits dem Kloster noch 6 Malter Roggen ("korns") an rückständiger Gült schuldig sowie zusammen mit Klaus Mulner 18 Malter Roggen vom Zehnten in Greußenheim, den er vom Kloster bestanden habe. Brotbach hat daraufhin erwidert, dass er an der rückständigen Gült der Nonne Barbara 3 Malter bezahlt habe. Eine Erkundigung bei ihr konnte dies aber nicht bestätigen. Wegen des Zehnten hat er vorgebracht, dass ihnen von mehreren Äckern, die bei der Verleihung des Zehnten als dem Kloster zehntpflichtig angegeben worden sind, der Zehnt verweigert worden sei. Eine Untersuchung vor Ort hat aber ergeben, dass dies nur bei einem Stück Acker, das Veit Kerner von Hettstadt bebaut, der Fall war. Die Räte fällen daraufhin folgendes Urteil: Konrad Brotbach verzichtet auf seine Forderungen an das Kloster, wofür dieses seinerseits auf die Lieferung der rückständigen Gült verzichtet. Die 18 Malter Roggen vom Zehnten sollen Brotbach und Mulner innerhalb von sechs Wochen liefern, wobei sie allerdings 5 Metzen Hafer oder eine entsprechende Summe Roggen abziehen dürfen. |
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| Laufzeit: | 1518 Oktober 7 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Papier |
| Literaturhinweise: |
Repertorium: Rep. 1, Bd. 6, S. 422 |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Würzburg, Bischof, Rat ; Würzburg, Bischof ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Nonne ; Greußenheim (Lkr. Würzburg), Einwohner ; Greußenheim (Lkr. Würzburg), Zehnt ; Hettstadt (Lkr. Würzburg), Einwohner ; Oberzell (Gde. Zell a. Main/Lkr. Würzburg), Stift, Abt |
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| Personennamen: | Bibra, Lorenz von, Würzburg, Bischof ; Brotbach, Konrad, Greußenheim ; Grumbach, Sophia von, Kloster Himmelspforten, Äbtissin ; Mulner, Klaus ; Barbara, Kloster Himmelspforten, Nonne ; Kerner, Veit, Hettstadt |
| Sachbegriffe: | Rat, Würzburg, Bischof ; Bischof, Würzburg ; Einwohner, Greußenheim (Kr. Würzburg) ; Einwohner, Hettstadt (Kr. Würzburg) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Zehnt, Greußenheim (Kr. Würzburg) ; Nonne, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Abt, Oberzell (Gde. Zell a. Main/Kr. Würzburg), Stift |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | sub Himelpforten (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. 246 (18. Jh.)<BR/>No. 400 (18. Jh.) |
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