Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Bayerisches Hauptstaatsarchiv |
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| Kapitel-Bezeichnung: | 1401-1450 |
| URN: | urn:nbn:de:stab-ae4d03b4-fb42-4c88-bb23-211a02e70f046 |
| Bestellsignatur: | BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 1266 |
| Archivische Altsignatur: |
Sp. U 1022 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Stephan Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern (Peigern) und Graf Johann von Leiningen (Lyningen), Graf zu Rixingen (Ruxsingen), kommen überein wegen des neunten Teiles der Pfandschaft Marlenheim (Marley), Nordheim (Northern), Kirchheim (Kircheim), Romansweiler (Romoltzwilr), Kossweiler (Koßwilre), Dann (Thanne) und Barr (Barre) mit Zubehör: Graf Johann meint dieses Neuntel zu besitzen zusätzlich zu einem weiteren Neuntel, das er vorher dort hatte. Deswegen besteht ein Streit mit der Herrschaft Ochsenstein (Ossen-). Die für das Neuntel zu zahlenden 1 300 Gulden soll der Pfalzgraf bei Johann Grafen zu Sp., Oheim bzw. Eidam des Ausstellers, hinterlegen. Falls der Graf von Leiningen mit der Herrschaft Ochsenstein bzw. deren Vormündern übereinkommt und das Neuntel ihm gütlich oder rechtlich zugesprochen wird, soll ihm der Graf von Sp. die 1 300 Gulden auszahlen. Der Graf von Leiningen hat seinem Eidam den Ausgang der Verhandlungen schriftlich mitzuteilen und mit Frist von einem Monat einen Termin für die Übergabe des Geldes zu bestimmen. Nach Erhalt des Geldes hat er das Neuntel an der Pfandschaft mit Dörfern und allem Zubehör zu überantworten, soweit er es nicht schon jetzt getan hat. Hat er dem Pfalzgrafen eine höhere Pfandsumme angesetzt, als sich nach Umrechnung der Mark in der ursprünglichen Verpfändung findet, ist der Überschuß an den Pfalzgrafen zurückzuzahlen; ist die Summe zu niedrig, haben der Pfalzgraf und seine Erben die Differenz noch zu zahlen. Wird hingegen das Neuntel dem Grafen von Leiningen abererkannt oder nicht zugesprochen, hat der Graf von Sp. das Geld an den Pfalzgrafen und seine Erben zurückzugeben; auch dies ist mit Frist von einem Monat mitzuteilen. Die Partei, die das Geld erhält, hat dem Grafen von Sp. darüber eine besiegelte Quittung auszustellen. Pfalzgraf Stephan soll den Austrag der Sache nach Kräften fördern, soweit er es ohne Unglimpf kann. Diese Urkunde ist mit dem Geld beim Grafen von Sp. hinterlegt worden. (1) Pfalzgraf Stephan und (2) Graf Johann von Leiningen siegeln. |
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| Laufzeit: | 1436 August 11 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Bilder: | 3 Bilder |
| Ausstellungsort: | Kreuznach |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Grafschaft Sponheim Urkunden |
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