Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung von Urkunden
URN: urn:nbn:de:stab-af340646-ed9d-495f-ba3f-bdd6c1dea6560
Bestellsignatur: StAWü, Johanniterorden Kommende Würzburg Urkunden 218
Archivische Altsignatur:

Johanniterorden, Kommende Würzburg Urkunden 1336 April 14

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Bruder Berthold von Polen als Statthalter des Bruders Berthold von Henneberg, Statthalter des Großmeisters des Johanniterordens für Deutschland und Sachsen sowie Komtur in Würzburg, Boxberg usw., und die Brüder der Johanniterkommende in Würzburg beurkunden: Sie haben nach reiflicher Überlegung einstimmig ihrem Mitbruder Heinrich von Speyer ("Spira") einen jährlichen Zins von 14 Pfund Heller verkauft, und zwar:
- 8 Pfund Heller, nämlich 2 Pfund an jeder Quatember, von ihrem Haus Zu der weiten Tür in der Stadt Würzburg neben dem Haus Grindelach und dem Hof Heubarn ("Zu dem Heubern"),
- 4 Pfund Heller, nämlich 1 Pfund an jeder Quatember, von ihrem Hof Zu dem Birnbaum ("Birboume") neben dem Hof Zu der Lubrichin ("Loubrichinne") und dem Hof Zu der Leingrube und
- 2 Pfund Heller am 2. Februar ("in festo Purificacionis beate Virginis") von ihrem Hof Zu dem Panther ("Pantyr") neben dem Haus Kleinhettstadt ("Cleyne Hettinstat") und der Büttnergasse ("strata dicta Butinnergasse").
Dafür haben sie von ihrem Mitbruder 140 Pfund Heller erhalten, die sie zur Tilung der Kommendeschulden und zum Anbau ihrer Weinberge verwendet haben. Der Statthalter und die Brüder geloben, diesen Zins dem Heinrich von Speyer lebenslänglich auf ihre Kosten zu reichen. Nach seinem Tode oder, sofern er dies so bestimmt, schon zu seinen Lebzeiten fällt dieser Zins an die Kommende. Davon soll dann ein Priesterbruder, der insgesamt achte in der Kommende Würzburg, für die Kranken in der von Heinrich von Speyer und Heinrich von Grünsfeld ("Grunesuelt") errichteten Infirmarie über der neuen Stube in der Kommende unterhalten werden. Dieser soll als Kaplan der Kranken in der Krankenstube täglich eine Messe lesen, wenn sich dort kranke Brüder befinden. Sind in der Stube keine Kranken, dann soll er zwei Messen pro Woche lesen. Sollten sich die Johanniter nicht an diese Bestimmungen halten, dann fällt der Zins als Strafe an das Bürgerspital ("Nouum Hospitale") vor dem Haugertor außerhalb der Stadtmauern von Würzburg.
Actum et datum 1336 in die sanctorum Tyburcii et Valeriani martirum.
Aussteller: Berthold von Polen und die Brüder der Johanniterkommende in Würzburg
Empfänger: Heinrich von Speyer

Äußere Beschreibung:

S 2: Offizial; an Pergamentstreifen anhängend, gebrochen und besch.

Laufzeit: 1336 April 14
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Pergament

Literaturhinweise:

Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 33

Registerbegriffe

Ortsnamen: Würzburg, Johanniterkommende, Statthalter ; Würzburg, Johanniterkommende, Komtur ; Würzburg, Johanniterkommende, Brüder ; Würzburg, Johanniterkommende ; Würzburg, Johanniterkommende, Infirmarie ; Würzburg, Haus, Zu der weiten Tür ; Würzburg, Haus, Grindelach ; Würzburg, Haus, Kleinhettstadt ; Würzburg, Hof, Heubarn ; Würzburg, Hof, Zum Birnbaum ; Würzburg, Hof, Zur Lubrichin ; Würzburg, Hof, Zur Leingrube ; Würzburg, Hof, Zum Panther ; Würzburg, Gasse, Büttnergasse ; Würzburg, Spital, Bürgerspital ; Würzburg, Spital, Bürgerspital, Pfleger ; Würzburg, Tor, Haugertor ; Würzburg, Offizial ; Deutschland, Johanniterorden, Statthalter ; Sachsen, Johanniterorden, Statthalter ; Boxberg (Baden-Württemberg/Main-Tauber-Kreis), Johanniterkommende, Komtur
Personennamen: Polen, Berthold von, Würzburg, Johanniterkommende, Statthalter ; Henneberg, Berthold von, Würzburg und Boxberg, Johanniterkommenden, Komtur ; Speyer, Heinrich von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder ; Grünsfeld, Heinrich von, Würzburg, Johanniterkommende, Bruder

Überlieferungsgeschichte

Registratursignatur/ Aktenzeichen: V xix (16. Jh.)<BR/>(gestrichen:) No. 61 (18. Jh.)<BR/>N. 10 (18. Jh.)<BR/>No. (gestrichen:) 47 (18. Jh.)