Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-bcb29e8e-286b-4ad7-a777-858076c8cb7f7 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 57 |
| Archivische Altsignatur: |
Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1283 Februar 14 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Der verstorbene Würzburger Bürger Bernold von Schwarzach hatte in seinem Testament den Nonnen im Kloster Himmelspforten alle seine Güter vermacht, nämlich [in Würzburg] den Hof Zu Frauen Iten, 6 Joch Weinberge in 2 Stücken am Neuberg ("in Novo Monte"), 4 Joch Weinberge in 2 Stücken am Stein ("in Lapide") und 5 Joch Weinberge beim Rossberg ("apud Rosseberg") sowie seine gesamte bewegliche Habe. Er hatte außerdem bestimmt, dass sein Bruder Hermann von Schwarzach und dessen Ehefrau Kunigunde die Hälfte des Hofes bewohnen sollen. Außerdem sollen sie die Weinberge bebauen, dort die üblichen und notwendigen Kulturarbeiten ausführen und dafür die Erträge der Weinberge erhalten. Sie erhalten zudem den Nießbrauch der beweglichen Güter des Bernold von Schwarzach, die sie vermehren und nicht vermindern sollen. Über diese Bestimmungen war nun ein Streit ausgebrochen, der von den unten genannten Zeugen folgendermaßen entschieden wurde: Hermann von Schwarzach und seine Ehefrau erkennen den letzten Willen des Bernold an. Sie leisten daher auf alle oben erwähnten Güter in die Hand der Äbtissin des Klosters Himmelspforten Verzicht und erhalten sie von dieser unter den oben aufgeführten Bedingungen zur Nutznießung bis zum Tod des Hermann zurück. Stirbt Hermann, dann soll man seinen Leichnam in das Kloster bringen und dort bestatten. Kunigunde kann dann, sofern sie dies möchte, in das Kloster eintreten. Alle oben erwähnten Güter sowie die Güter des Hermann von Schwarzach fallen nach dessen Tod aber an das Kloster. Allerdings können die Eheleute gemeinsam oder jeder für sich Besitz im Wert von 50 Pfund Heller an beliebige Personen vermachten. Sollte Kunigunde ihren Ehemann überleben, kann sie von den beweglichen Gütern ihr Kleid, die Betten, Polster ("pulvinaria"), Kissen ("chussini"), Bettwäsche ("lintheamina"), Tischtücher ("mensalia") und Handtücher ("manuteria"), die sie in der Zwischenzeit ohne Schaden für das Kloster erworben hat, für sich behalten. Gemäß den Anordnungen des Bernold erhält sein Sohn Konrad von den erwähnten Gütern 100 Pfund Heller. Sollte er allerdings erbenlos sterben, dann fällt diese Summe an das Kloster. |
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| Äußere Beschreibung: |
S 3: Kloster Himmelspforten, Äbtissin; an Pergamentstreifen anhängend, stark besch. |
| Laufzeit: | 1283 Februar 14 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Beschreibstoff: |
Pergament |
| Literaturhinweise: |
Regest: Hoffmann, Himmelspforten, Nr. 60 S. 104f. |
Registerbegriffe
| Ortsnamen: | Würzburg, Bürger ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Nonnen ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konverse ; Würzburg, Hof, Zu Frauen Iten ; Würzburg, Weinberg ; Würzburg, Flurnamen ; Würzburg, Pfarrei, Dompfarrei, Pfarrer ; Würzburg, Bischof, Kämmerer ; Würzburg, Stadt, Siegel |
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| Personennamen: | Schwarzach, Bernold von, Würzburg, Bürger ; Schwarzach, Hermann von ; Schwarzach, Kunigunde von ; Schwarzach, Konrad von ; Walter, Würzburg, Dompfarrer ; Rosenbaum, Lutzmann von ; Jude, Heinrich ; Nicht, Konrad von ; Trutwin, Würzburg, Bischof, Kämmerer ; Iphofen, Swiboto von ; König, Konrad ; Hartmut, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Gottfried, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Siegfried, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Heinrich, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Schweinfurt, Heinrich von ; Geldersheim, Konrad von ; Leinach, Siegfried von |
| Sachbegriffe: | Bürger, Würzburg ; Nonnen, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Hof, Würzburg, Zu Frauen Iten ; Weinberg, Würzburg ; Flurnamen, Würzburg ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Pfarrer, Würzburg, Dompfarrei ; Kämmerer, Würzburg, Bischof ; Konverse, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Siegel, Würzburg, Stadt |
Überlieferungsgeschichte
| Registratursignatur/ Aktenzeichen: | sub Himelpforten (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. 80 (18. Jh.)<BR/>N. 55 (18. Jh.) |
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