| Betreff: |
Pauls Hofinger, derzeit Richter des Ritters Hr. Fridreich Holub zu Matikouen, beurkundet für Adam Freysätz das Ergebnis der auf Klage des Hanns Lantrichinger von Ästet wegen einer Schuld von 22 Pfund 6 Schilling 4 Pfennig durchgeführten Versteigerung des Hofes Stalhouen aufgrund folgenden Rechtsganges: Hanns Länträchinger hatte vor Hanns Rewter zu Teystet, Forstmeister am Hönhart und in Abwesenheit des Pauls Hofinger bestellter Richter des Hr. Fridreich Holub, vor das Schranne zu Matikouen Klage erhoben wegen 22 Pfund 6 Schilling 4 Pfennig auf den Hof Stalhofen mit Zugehörung, die ihm der verstorbene Steffan Grembs schuldete, und deswegen Sebastian Erlbeck, Richter zu Purgkhausen, als Gerhab der Kinder des Grembs, vor Gericht zitieren lassen (Folgt das undatierte Vorladungsschreiben). Erlbeck erschien vor Gericht, erklärte jedoch, dass er nur hinsichtlich der Seite der Mutter Gerhab sei, für die Vaterseite sind Hanns Grembs und Dietreich Pernnär, der auch Hauswirt ist, die Gerhaben, die mit Termin von dreimal 14 Tagen vorzuladen wären. Das Gericht nahm diesen Termin an und mit Gerichtsbrief vom Mitichen nach Margarethen (= 17. Juli) (14)99, (der eingeschaltet ist), hat Pauls Hofinger dem Erlbeck den Termin von dreimal 14 Tagen mitgeteilt. Am genannten Termin verpflichteten sich die Gerhaben, die Schuld bis Michaelis (= 29. Sept.) zu begleichen. Dies geschah jedoch nicht. Läntrichinger erhob daher am Mitichen nach Michaelis (= 2. Okt.) erneut vor Gericht Klage und beanspruchte das Recht auf Einpfändung der Schuld auf den Hof Stalhouen. Hanns Rewter zu Teystet teilte mit Brief vom Mitichen nach Michaelis (= 2. Okt.) (14)99 an Sebastian Erlbeck, (der vollständig eingeschaltet ist), den stattgegebenen Antrag auf Pfändung des Hofes Stalhofen mit Termin der Verhandlung in 14 Tagen mit. Die Gerhaben versuchten nun durch Paczenhofer von Strasbolhen eine Fristerstrekcung zu erreichen, das Verfahren lief aber weiter und es wurde jedermann aufgerufen, ein vermeintliches Recht auf diesen Hof dem Gericht vorzutragen. Da sich sonst niemand meldete, wurde dem Kläger wegen der offenen Schuld das Anrecht auf den Hof zuerkannt und ein entsprechender Gerichtsbrief von Hanns Rewter, Richter zu Matikouen, am Mitichen nach aller Heiligen tag (= 6. Nov.) 1499 ausgestellt, Beisitzer im Gericht waren Jacob Taler, Hanns Sperhacken, Jorig Siber, Hanns Sailer, Jorig Torbärtel, Lasarus Scherär, Michel Kern, Hanns Preller, Michel Stübel, Merten Schuester, Osbold Kramer, Nicklas Sneider, Sebastian Schuester, Kristan Paldauff, alle Bürger zu Matikouen, Jörig Schmid von Trätmasperg, Wolfgang Kürsner, Peter Zimerman, auch Bürger zu Matickouen; Vorsprech war Hanns von Hofen. Nach Erledigung aller Modalitäten wurde der Hof schließlich zu der geschuldeten Summe zur Versteigerung ausgeschrieben mit Termin von dreimal 14 Tagen und 3 Tagen, wobei der erste Termin Mitichen nach Katherine (= 27. Nov.) (14)99 war. Adam Freysacz verlangte zudem, dass nach der Versteigerung dem Läntrichinger die Schuld abgestattet und der erzielte Mehrbetrag dem Gandmeister gehören soll. Dies wurde vom Gericht bescheinigt. Bei der Versteigerung ist Adam Freysacz mit 60 Pfennig über die genannte Schuld von 22 Pfund 6 Schilling 4 Pfennig gegangen und hat als letztes Höchstangebot den Hof ersteigert. Seine Handlung ließ er sich von 5 Bürgern bezeugen: Hanns Sperhacken, Jörig Torbärtel, Jörig Siber, Hanns Sailer und Lasaraus Scherär. Aufgrund der rechtmäßigen Ersteigerung des Hofs Stalhouen mit 60 Pfennig über der fälligen Schuld wird Adam Freysacz dieser zugesprochen.; S: Ausst.; Beisitzer im Gericht: Hanns Fleischacker, Hanns Schuester von Pischofstarf, Jacob Taler, [Wolfgang] Kursnär, Alban Wirt, Alex Rewter, Michel Tüechlär, Jörig Siber, Hanns Aichsteter, Hanns Törsch, Kainrat Stiglicz, Hanns Rethawser, Taman Fleischer(er), Jorig Pfansmid, Lasarus Scherär, Kristan Paldauff, Sebastian Schuester, Hanns Dragschel, Hanns Kiczinger, alle Bürger zu Matikouen.
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