Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Kapitel-Bezeichnung: 1401-1500
URN: urn:nbn:de:stab-c180e212-41ca-4d67-86f2-df9ef3c155915
Bestellsignatur: BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 320
Archivische Altsignatur:

HU Salzburg 511; GU Tettelham 14

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Ritter Mathias von Ahaim (1) zu Wildenaw (2) bestätigt für sich und seine Ehefrau, dass der verstorbene Erzbischof Bernhard von Salzburg dem verstorbenen Georg Hawnsperger und seinem Sohn Jacob die Veste und Pflege Tetlhaim (3) mit dem Gericht, der Burghut und anderen Zugehörungen pflegsweise auf Lebenszeit überlassen hatte, wofür dieser dem Erzbischof im Gegenzug 1000 Dukaten [unger und ducaten guldein] geliehen hatte. Jakob Haunsberger hatte die Erzbischöfe Friedrich [V.] und Johann [III.] von Salzburg gebeten, diese Schuld auf ihn [= Mathias von Aham] zu überschreiben und ihm die Pflege zu übertragen, was jedoch durch den Tod Johanns unterblieben war. Erzbischof Friedrich [V.] von Salzburg hat der Bitte nun statt gegeben und Pflege, Gericht und Veste Tettelham an Mathias von Aham übertragen. Dieser verspricht, die Pflege persönlich inne zu haben und zu verwalten, sich mit der üblichen, in den Registern festgeschriebenen Burghut zufrieden zu geben, keinerlei Urbargut und Urbarsgerechtigkeiten an sich zu ziehen und die Bewohner der Pflege nicht unbillich mit Neuerungen zu belegen. Veste und Schloss sollen ein offenes Haus des Erzbischofs sein, der das Recht hat, diese jederzeit auf eigene Kosten mit seinen Leuten zu belegen. Er verpflichtet sich, ohne Genehmigung des Erzbischofs keinerlei Baumaßnahmen durchzuführen und kleinere Renovierungsarbeiten [Dächer, Öfen und Fenster] selbst zu finanzieren. Eine eigenständige Kriegsführung ist ihm untersagt. Schadensersatzforderungen für Schäden, die ihm während seines Dienstes oder in Kriegszügen für das Stift entstanden sind, soll er vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen.

Verstöße Mathias von Aham gegen die Vereinbarungen können der Erzbischof oder sein Rat durch eine Strafe ahnden, der sich Mathias von Aham zu fügen hat. Nach seinem Tod fallen Pflege, Veste und Gericht an das Stift zurück, die 1000 Gulden hat der Erzbischof an seine Erben auszuzahlen.



Empfänger: Salzburg: Erzbischof



Siegler: S1: Aham, Mathias von, zu Wildenau

S2: Aham, Wolfgang Adam von

Laufzeit: 1490 Mai 3
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Perg.

Ausstellungsort: Salzburg

Registerbegriffe

Ortsnamen: Aham (Gde. St. Peter a. Hart, PB Braunau a. Inn, OÖ, A) ; Wildenau (PB Braunau a. Inn, OÖ, A) ; Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein), Gericht ; Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein), Gericht: Pflege ; Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Veste ; Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Baumaßnahmen ; Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Friedrich V. ; Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Johann III. ; Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Bernhard ; Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöflicher Rat
Personennamen: Aham: Mathias von, zu Wildenau\ Vater v. Jakob ; Aham: Mathias von, zu Wildenau\ Bruder v. Wolfgang ; Aham: Mathias von, zu Wildenau\ Pfleger, Tettelham ; Aham: Wolfgang von, zu Wildenau, Ritter\ Bruder v. Mathias ; Aham: Wolfgang von, zu Wildenau, Ritter\ Pfleger, Mühldorf ; Aham: Jakob von, zu Wildenau\ Sohn v. Mathias

Überlieferungsgeschichte

Überlieferung:

Or.

Provenienz:

Erzstift Salzburg Urkunden