Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | 32.37 Grafen von Ingelheim (mit den Vorgängern: Echter von Mespelbrunn) |
| URN: | urn:nbn:de:stab-c77dfdab-2326-4164-b720-744f7be00e465 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Mainzer Regierungsarchiv Ingelheim 476/48 |
| Archivische Altsignatur: |
Ingelheim K 476/48 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Graf von Ingelheim, den Flecken Gamburg betreffend. 1.) Verweisblatt: Tausch des Dorfs Gamburg (von dem sich Erzbischof Sebastian von Heusenstamm bei der Überlassung an Eberhard Rüdt von Collenberg 1546 die landesfürstliche Obrigkeit wie Steuer, Schatzung, Reise, Folge und andere hohe Gerechtsame und den Guldenzoll ect. vorbehalten hat); Einführung und Ausübung der genannten Gerechtsamen (auch Musterung, Zehnt, Akzis, Umgeld, Guldenzoll etc.) zu Gamburg (1546 - 1666): Liegt in der Rudisch[en] Lade. Fränkische Ritterschaft in Mömbris. - bei den Zentsach[en] Lade 740: N. 69; 2.a) Streitigkeiten zwischen Gamburg (das teils dem Würzburger Juliusspital teils dem Freiherrn von Dalberg gehört) und dem Kurmainzer Zöllner Stephan Hag zu Uissigheim. Die Behörden zu Gamburg haben den Erlös für zwei von dem genannten Hag verkaufte Wiesenstücke in Gamburger Gemarkung mit Beschlag belegt, da Hag das Gericht beschimpft und die Wiesen verordnungswidrig verkauft hat; ferner hat er bei einem Gamburger Untertanen 4 Malter Dinkel für nicht bezahlten Zoll konfisziert (die Rechtmäßigkeit der Zollerhebung durch Kurmainz in dem Ort Uissigheim wird von Seiten Gamburgs bestritten, 1708 - 1709, mit Kopien von 1670 und 1673); 2.b) Auf die Bitte der Gemeinde Gamburg um Nachlaß von Zinsen (von einem in den Jahren 1612 und 1613 beim Hospital zu Prozelten aufgenommenen Kapital von 2476 fl.) und um Aufhebung des Zolls zu Uissigheim verfügt Kurmainz nur den Erlaß des Guldenzolls für Gamburger Wein) (1718). In der Bittschrift der Gemeinde Gamburg an den Kurfürsten heißt es unter anderem " ... wegen des ... Schwedische Kriegs- als auch ... Hungersnot ... da das ... Ort Gamburg bis ad vier Mann ausgestorben ... "; 3.) Erschießung des Musketiers Bernhard Klock von Hochhausen im sogenannten Kammerforst auf einem Gebiet, das den Grafen von Ingelheim und dem Würzburger Juliusspital gemeinsam gehört; Schriftwechsel zur strafrechtlichen Verfolgung des durch Philipp Kaup, den Sohn des Gamburger "Obernschloß-Jägers", wegen eines geringen Holzfrevels vorsätzlich begangenen Tat (1753 - 1754). Enthält auch: Original-Sterbschein für den Musketier Klock, unterzeichnet von Hauptmann A. F. Horadam; 4.) Bericht und Ansuchen (mit Beilagen) des Oberamts Bischofsheim und Bescheid der kurfürstlichen Landesregierung wegen des Kostenbeitrages (vor allem in Kriegszeiten), den die Gemeinde Uissigheim an Gamburg (für Wiesen auf Gamburger Gemarkung) und das "Obere Schloß" Gamburg an Uissigheim (für Güter auf Uissigheimer Gemarkung, die zum Hofgut "Eilschirben" gehören) zu entrichten hat; das besondere Anliegen des Oberamts ist die Erneuerung eines 1757 in diesen Angelegenheiten geschlossenen Vergleichs (1796 - 1798); 5.) Schreiben des Grafen von Ingelheim an die kurfürstliche Landesregierung: Der Graf lehnt für seinen Besitz zu Gamburg eine Beteiligung an den von seiten Kurmainz getroffenen Vorbereitungen zur Landesverteidigung ab, da die Würzburger Mitherrschaft zu Gamburg (die "Oberverwaltung der milden Stiftungen") den ihr übermittelten Kurmainzer Antrag abgewiesen habe (1800) |
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| Laufzeit: | 1546 - 1800 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Akten |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Mainzer Regierungsarchiv |
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