| Betreff: |
Johannes von Heldburg, Lizentiat beider Rechte, Kanoniker und Domscholaster zu Eichstätt, Richter und Kommissar für die neuerliche Bestätigung der Urkunden des Klosters Neuburg (commissarius confirmationum Iurum et Privilegiorum Venerabili et Religiosis Sororibus Abbatisse et Conventui Monasterij Opidi Nuburg), von Johannes von Seckendorff, Domdekan zu Eichstätt, Richter und Kommissar in derselben Angelegenheit dazu beauftragt, bestätigt erneut die beiden Bullen der Päpste Pius II. von 1463 II 23 und Paul II. von 1466 VI 10, die eine Neuausstellung der bei dem Brand verloren gegangenen Privilegien des Klosters Neuburg anordnen. Die beiden Bullen sind ihm, Johannes von Heldburg, zur Zeit seines Dekanats in Eichstätt im Jahr 1466 präsentiert worden, eine mit Hanf-, eine mit rotgelber Seidenschnur, beide unversehrt und ohne Radierungen und unverdächtig (... bullatas sanas et integras ... non cancellatas neque in aliqua parte suspectas), nachdem inzwischen aber von einigen Zweifel angemeldet worden sind wegen der Echtheit der Bullen (aput quosdam in dubium vertebatur) werden diese im Wortlaut nochmals inseriert und bestätigt. Anschließend werden nach weitläufiger Auseinandersetzung und Einschaltung von Erhard Wittauer, Chorherr des Chorstiftes von St. Willibald zu Eichstätt, als Prokurator der Äbtissin und des Konvents, alle Rechte an den Zehenten aller in den päpstlichen Bullen aufgeführten Pfarreien (vgl. die Urkunde von 1463 II 23) dem Kloster Neuburg zugesprochen. Insbesondere der Großzehent der Pfarrei zu Leuttling (1), Lengenloc (2) und Steltzenhof (3), gegen den Einspruch des Georg Wintermair, Pfarrer der genannten Pfarreien. S: A Notar: Johannes Vogt Clericus Eystetensis Dioecesis publicus sacra Imperiali auctoritate Notarius Dictique Domini Johannis Scolastici Iudicis Subdelegati ... scriba
|